Fenchel und Gurke geschmort – mit Sauerteigbrotkrümel, geräuchertem Pancetta und gebackenem Kabeljau

Es ist wieder die Zeit, in der man Skrei erhält. Skrei ist Kabeljau in Höchstform. Das Fleisch des Winterkabeljaus ist fest und aromatisch.Besonders beliebt ist der Loin, das edle Rückenfilet. Das habe ich bereits schon in anderen Beiträgen vorgestellt. Doch diesmal verwende ich das nicht so edle Endstück vom Schwanz. Der feste weiße Fisch gegart in einer Papilotte, damit er ganz seine eigenes Aroma behält, bevor er mit einem Gratin aus Gurke, Fenchel und knusprigem geräuchertem Pancetta serviert wird.
Gurke scheint nicht jedermanns Sache zu sein. In England wird sie vielfältig verwendet. In diesem Gericht erhält sie einen besonderen Charakter, in dem sie mit Öl, Zitrone und Knoblauch, zusammen mit etwas karamellisiertem Fenchel geschmort wird.
Es ist eine überraschende Unterlage für den Skrei, die ihn unglaublich gut ergänzt. Dazu einige Krumen vom gerösteten Sauerteigbrot, die dem Ganzen einen Hauch von Herzhaftigkeit geben und alles in sich abrunden.

Zutaten
4 Stück Kabeljau mit einem Gewicht von jeweils 180 g
4 Fenchelknollen , klein geschnitten (die Wedel halten) und in 2cm dicke Scheiben schneiden
2 Gurken , entkernt und in halbe Scheiben geschnitten
2 Knoblauchzehen , fein gehackt
75 ml Wasser
1 Zitrone, davon die Schale als Zesten
1 EL Minze, gehackt
150 g geräucherter Pancetta , in Scheiben geschnitten
150 g Sauerteigbrot, nicht ganz frisch
5 EL Rapsöl, plus etwas Extra-Öl
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Zuerst machen wir die Sauerteigbrotkrümel, indem wir das Brot in Stücke reißen und in einer Küchenmaschine kurz hacken. Diese Brotstücke sollten nicht gleich groß sein. Die Sauerteigbrotkrümel auf ein Backblech legen und mit Öl beträufeln und danach gut durchmischen.
Für 5-7 Minuten bis die Krümel knusprig und golden sind In den Ofen geben. Die sind so weit fertig und wir legen sie zur Seite.

Jetzt erhitzen wir das Rapsöl und fügen die Fenchelstücke hinzu und braten Sie für ungefähr 10 Minuten. Man sollte sie öfters wenden, damit sie gleichmäßig Farbe annehmen. Dann die Hitze reduzieren und den Fenchel weitere 10-15 Minuten garen lassen, bis die Stücke golden und karamellisiert sind.
Jetzt die Gurke, die Hälfte des geräucherten Pancetta und den Knoblauch hinzufügen und weitere 5 Minuten garen lassen Danach gebe ich die die Zitronenschale und das Wasser dazu. Weitere 10 Minuten schmoren und ziehen lassen.

Während das Gemüse weich wird, bereiten wir den Kabeljau vor. Dafür schneiden wir eine Alufolie in vier Quadrate. Man kann natürlich auch Pergamentpapier benutzen. Darauf legen wir ein paar Scheiben Zitrone und darauf den Kabeljau. Etwas Rapsöl über den Kabeljau träufeln und das Fenchelgrün darüber streuen.
Die Folie so aufwickeln, dass genügend Platz für den Dampf ist und sie nicht platzt. Dann geben wir diese Päckchen mit dem Kabeljau für 8-10 Minuten in den auf 175° vorgeheizten Ofen.

In der Zwischenzeit braten wir den restlichen Pancetta bei großer Hitze, so dass er schön knusprig wird.

Die Minze in das geschmorte Fenchel- Gurkengemüse einrühren und alles gleichmäßig auf die Teller verteilen. Großzügig mit Sauerteigkrumen bestreuen. Den Kabeljau darauflegen und zum Schluss etwas von dem knusprigen Pancetta über das Gemüse und den Fisch streuen.

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Süss und klebrig: Ingwer Schweine Koteletts

Flughafen London-Luton. Noch ist genügend Zeit. Immerhin haben wir auf dem Hinweg unsere Maschine in Zürich verpasst. So suchten wir noch in der Zeitschriftenhandlung nach irgend etwas Interessantem. Was sucht denn schon ein Foodie? Kochzeitschriften natürlich. Ganz, ganz früher – ja, das war noch eine andre Zeit; las ich immer die Kochrezepte aus „Woman“. Eine Zeitschrift, die meine Mutter abonniert hatte. Später schätze ich die Printausgabe von „Great British Food“, die es leider nur noch online gibt – und bei weitem nicht in der Qualität, die sie einmal hatte. Dann fand die Wilder Henne das Magazin „FOOD to love“. Inspiriert zu diesem Rezept wurde ich durch einen Artikel aus dieser Zeitschrift.

Man nehme:
pro Person ein schönes Schweinskotelett
zum Braten eine Mischung aus Olivenöl und Traubenkernöl (natürlich geht auch ein anderes neutrales Öl)
pro Person einen halben Apfel
frischen Ingwer, gerieben, etwa 2 cm
den Saft und den Abrieb einer Orange
1 TL braunen Zucker
Thymian

Zubereitung:
Die Koteletts werden auf jeder Seite 2 – 3 Minuten im heißen Öl angebraten. Dann nehme ich sie aus der Pfanne.
Den Bratensatz mit dem Orangensaft ablöschen und den Ingwer,Orangenabrieb und Thymianzweig dazugeben.
Nun lege ich die Apfelscheiben in diese Mischung, lass sie bei mittlere Hitze köcheln, während der Saft reduziert.
Die Apfelscheiben ab und zu wenden. Den Thymian entfernen und den Zucker zugeben. Kurz bevor es karamellisiert noch einmal ein wenig Flüssigkeit zugeben und die Koteletts in die klebrige Masse geben. Bei reduzierter Hitze von jeder Seite zwei, drei Minuten nachgaren lassen. Dabei bekommen die Koteletts einen süß-scharfen Überzug.
Mit den Apfelscheiben servieren.

Dazu passt ein Fenchelrisotto. Dafür lasse ich Fenchelsamen mit einer fein gehackten Schalotte in Butter anziehen, bevor ich den Risottoreis zugebe. Mit Wein ablöschen und nach und nach Gemüsebrühe zugeben, bis der Reis gar ist.

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Pürierter Sellerie nach Jamie Oliver

Zutaten
eine Sellerieknolle (oder weniger)
Knoblauch und frischer Thymian nach Geschmack
etwas Brühe (oder auch Sahne)
Salz und Pfeffer

Heute poste ich ein einfaches, schmackhaftes, vegetarisches Gericht, dass von Jamie Oliver stammt. Ich habe ja lange Zeit mit etwas Skepsis auf die Rezepte von Jamie Oliver geschaut. Aber mit der Zeit habe ich erfahren, dass seine Rezepte dass ideale für die Durchschnittshausfrau (oder –mann) ist, weil sie immer gelingen. Leider scheinen viele Menschen mit Knollensellerie ein Problem zu haben, dabei schmeckt diese Knolle herrlich. Hauptsächlich verwendet man sie in Suppen oder fein geschnitten im Salat. Wenn man ihn röstet, wird er süß und ist für sich alleine mit Kräutern oder mit Kartoffeln vermischt und zerdrückt der pure Genuss.
Von der Unterseite der Knolle etwa 1cm abschneiden und die Knolle auf die flache Seite setzen. Jetzt kann man sie problemlos in Scheiben und dann in 1cm große Würfel schneiden. Dafür braucht man keine Lineal, man muss keineswegs perfekt sein.
Ein Kasserolle auf große Flamme erhitzen und drei großzügige Spritzer Olivenöl hineingeben. Danach kommt die Sellerie, Thymian und Knoblauch sowie etwas Salz und Pfeffer hinzu. Umrühren und fünf Minuten lang anbraten, so dass alles etwas Farbe bekommt. Die Temperatur bis zum Köcheln reduzieren, Wasser oder Brühe zugießen, und den Sellerie zugedeckt rund 25 Minuten weich kochen. Sorgfältig abschmecken und mit einem Löffel etwas zerdrücken.
Der eine bevorzugt den Sellerie in Würfeln, der andere stampft ihn lieber zu Brei oder püriert ihn fein und streicht ihn noch durch ein Sieb. Ich finde, der Sellerie sieht schöner aus und schmeckt auch besser, wenn man den Mittelweg wählt und ihn lediglich leicht zerdrückt. Man kann ihn zusammen mit Kartoffeln als vegetarisches Gericht servieren; aber er passt auch zu allen

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