Karotten mit Estragon und Knoblauch

Dieses Rezept von glasierte Karotten stammt von Paul Heathcote und ist eine köstliche Beilage für jeden Sonntagsbraten. Die süßen Karotten, gepaart mit den bemerkenswerten Aromen von Estragon und Knoblauch, ergänzen sich wunderbar. Paul Heathcote kochte mehrere Jahre in unbedeutenden Gasthäusern ohne jegliche Ambitionen. Eines Tages lud ihn sein Vater in ein Spitzenrestaurant ein. Was er dort aß und sah, änderte seine ganze Einstellung zum Kochen. Er beschrieb dies Erlebnis so: „Es ist, als ob man in einer Vorortmannchaft Fußball spielt und nie etwas anders kennen gelernt hat und dann sieht man ein Spiel vom 1. FC Liverpool“. Er bildete sich weiter und gehörte bald zu den Pionieren einer neuen englischen Küche. Sein Können wurde mit 2 Michelin Sternen ausgezeichnet.

Zutaten
8 Karotten
1 Knoblauchzehe
1 Zweig frischer Estragon
1 Prise Puderzucker
1/2 TL Meersalz
25 g Butter

Zubereitung
Zuerst rüsten wir die Karotten und schälen sie.
Dann geben wie sie mit allen Zutaten in eine Kasserolle, bedecken Sie sie mit ausreichend Wasser und garen sie so, dass sie noch Biss haben.
Nachdem wir die Karotten aus dem Wasser entfernt haben, reduzieren wir die Flüssigkeit um zwei Drittel und geben dann die Karotten zurück in die Reduktion, um sie zu glasieren und erneut zu erhitzen.

Ein einfaches, aber sehr leckeres Gericht.

Share on Facebook
Veröffentlicht unter vegetarisch | Verschlagwortet mit , , , , | 3 Kommentare

Pochiertes Ei mit Spargel, Schinken und Senfdressing

Es könnte bald Frühling werden. Ich jeden falls habe mich bereits ein wenig darauf eingestellt. Der erste Treibhausspargel ist auf dem Markt und auch hier konnte ich nicht widerstehen. Das folgende Rezept ist in Anlehnung an eines von Matthew Tomkinson. Diesen Koch habe ich bereits einmal vorgestellt. Ich schätze seine Kreationen sehr.

Der grüne Spargel wird mit Schinken und einem pochiertem Entenei serviert. Dazu gibt es ein Senfdressing aus feinem mittelscharfen und groben Senf, Honig, Olivenöl und Weißweinessig. Ein einfaches schnelles Gericht, aber ein schmackhafter Vorfühlingsbote.

Senfdressing
50 ml Olivenöl
1 1/2 EL Honig
10ml Weißweinessig
25 g grober und feiner mittelscharfer Senf gemischt

Senf, Olivenöl, Honig und Essig gut vermischen, um die Vinaigrette zu erhalten. Beiseite legen

Pochierte Eier, Spargel und Schinken

4 Eier 3 Minuten pochieren. Dafür kochen wir 2 l Wasser auf, geben 4 EL Essig hinein. Wenn das Wasser sprudelt, mit einem Kochlöffel einen Wirbel im Wasser drehen und die aufgeschlagenen Eier aus einer Schale in den Strudel hineingleiten lassen. Nach drei Minuten mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und warm halten.

Von 16 Stangen Spargel großzügig die Enden abschneiden und eventuell etwas putzen. Den Spargel kurz vor den Eiern in siedendes, gesalzenes Wasser geben und vier bis 5 Minuten Minuten garen. Es kommt ganz auf den eigenen Geschmack an, welchen Schinken man nun nimmt; also am besten die eigene Lieblingssorte.

Die Spargelstangen auf einem Küchentuch abtropfen lassen und auf einem Teller anrichten, eine Scheibe Schinken darauf legen. Ein pochiertes Ei daraufsetzen und die Vinaigrette um alles herum träufeln. Die Oberseite der Eier mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Petersilie oder Schnittlauch bestreuen.

Share on Facebook
Veröffentlicht unter Allgemein, Eierspeise, Rezepte | Verschlagwortet mit , , , , , , | 7 Kommentare

Eton Mess

Zu den bekanntesten Nachspeisen der englischen Küche gehört Eton Mess. Die Zubereitung ist ausgesprochen einfach, denn es besteht aus einer Mischung aus Erdbeeren, Baiserstücken und Crème double. Traditionsgemäß wird Eton Mess am 4.6. zum jährlichen Cricket-Spiel am Eton College gegen die Harrow School serviert wird. Und somit verbinden sich zwei so überaus englische Ereignisse am selben Tag: Erdbeeren mit Sahne und Cricket. Natürlich kann man dies Dessert auch zu jeder anderen Zeit genießen, vorausgesetzt, es gibt Erdbeeren.

Immer mehr milde Tage und natürlich die weiterentwickelte Glashaus-Technologie haben es geschafft, dass die Saison der Erdbeere – ein Grundnahrungsmittel in  Ascot, Wimbledon und  Henley -, die eigentlich eine  Sommerfrucht ist, bereits jetzt in den Läden feil geboten wird. Ich weiß, ich weiß – eigentlich sollte man so etwas nicht kaufen, aber die Verlockung und der Duft waren zu verführerisch.

Die Walderdbeere gab es schon seit der Eiszeit auf den britischen Inseln, aber erst im 16. Jahrhundert kam Kardinal Wolsey auf die Idee, sie mit einem Klecks Sahne zu verfeinern und servierte sie den englischen Monarchen bei den Tudor-Festen. Bis zu der Zeit galten Milchprodukte bei den oberen Klassen als bäuerliches Essen. Nun ist anzunehmen, dass der Kardinal, selbst bei göttlicher Eingebung, nicht selber auf diese grandiose Idee der Verfeinerung kam. Aber der Chronist erwähnt nicht,  welcher seiner vielen kulinarischen Schergen tatsächlich diese beiden Zutaten zusammen brachte. Nun Eton Mess hat ja eine dritte Zutat: Meringue. Wann dies geschah und warum, ist nicht bekannt, ausser, dass sich viele Geschichten um diese Kombination ranken. Eines ist sicher, das erste mal wurde Eton Mess in den 30ger Jahren des letzten Jahrhunderts serviert. Zur selben Zeit kam auch ein ähnliches Dessert auf: Lancing Mess, das wiederum das ganze Jahr über am Lancing College in West Sussex serviert wird. Hier ersetzt die Banane die Erdbeere. Aber es ist bei weitem nicht zu gut.

Nun zu dem Rezept: Man nehme Erdbeeren (etwas zerteilt), Meringue in Bröckchen gebrochen und Rahm (richtiger wäre „double cream“). Vermische alles, garniere es mit einem Minzeblatt, falls zur Hand. Und damit ist eines der besten Desserts verzehrfertig. Es ist ideal für ein Picknick.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass es mich in den Fingern juckte, einen kurzen Exkurs über Cricket zu schreiben. Aber es ist eigenartig, kaum beginne ich auf dem Kontinent über das großartige Erlebnis eines Cricket Test zu sprechen, wenden sich nahezu alle Gesprächspartner ab. Ich habe daraus gelernt.

Share on Facebook
Veröffentlicht unter Allgemein, Rezepte | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar