Blogpause

Ich wollte ja wieder regelmäßig schreiben. Jetzt liege ich aber schon einige Zeit im Spital und werde wohl erst nach dem Sommer zurück sein. Es schreibt sich nicht gut im Liegen und vor allem auf einem Tablet. Bis dann allen eine gute Zeit und kulinarische Erlebnisse.

Salisbury Steak

Selten, aber auch mal ein Rezept aus den USA. Es ist ein altes Rezept von dauerhaftem Wert, das man aber besser zeitgemäß anpasst. Das Originalrezept stammt von dem Arzt James Salisbury, der sich für eine fleisch betonte Ernährung aussprach. Ursprünglich wurde es mit einer dicken braunen Sauce serviert. Ich bevorzuge eher die französischere und zeitgemäßere Version – mit Champignonblättchen in viel Butter, pikant mit Salsa Verde. Das Gericht ist altmodisch genug, um in der Alltagsküche seinen Platz zu finden und elegant genug für eine Dinnerparty.  Und es braucht definitiv kein Hamburgerbrötchen.

Zutaten:
15 g getrocknete Steinpilze
1 Pfund bestes gehacktes Lendenstück
5 Esslöffel Butter bei Raumtemperatur
9 Esslöffel fein gehackte weiße Zwiebel
1 Ei
Salz und Pfeffer
3 Esslöffel frisch geriebener Parmesan
1 Esslöffel Rotweinessig
4 feinblättrig geschnittene Champignons
½ Teelöffel Kapern, fein gehackt
½ Tasse fein gehackte frische Petersilie
Olivenöl

Zubereitung:
Die Steinpilze in ausreichend kochendem Wasser einweichen, um sie 20 Minuten lang bedeckt stehen zu lassen,  dann durch ein feinmaschiges Sieb über einer Schüssel abtropfen lassen und fein hacken. 

Nun mischen wir das Rindfleisch mit den fein geschnittenen Steinpilzen, 1 Esslöffel Butter, 1 Esslöffel Zwiebel, dazu das Ei, eine große Prise Salz und den Parmesan bis alles gut vermengt ist. Zu vier 2,5 cm dicken dicken flachen Bällchen formen.

Jetzt lassen wir weitere 3 Esslöffel Zwiebeln mit den fein geschnittenen Champignons in 4 Esslöffel Butter bräunen und geben eine Priese Salz und Pfeffer daran. Für die Salsa Verde, weichen wir die die restliche Zwiebel 10 Minuten lang mit etwas Salz in den Essig ein,  geben dann die Kapern, Petersilie und das Olivenöl hinzu, so dass die Salsa noch etwas flüssig ist. Mit Salz abschmecken.

Eine schwere schmiedeeiserne Pfanne erhitzen und Olivenöl hineingeben. Die gehackten Steaks auf der ersten Seite 4 Minuten braten und reichlich salzen. Umdrehen und auf der zweiten Seite 4 Minuten braten lassen, dabei erneut salzen. Die Steaks auf eine vorgeheizte Platte legen. Einige Momente ruhen lassen, dann jeweils von den Champignons und der Salsa Verde darüber geben und servieren.

Ramen Cabonara

Beim Stöbern auf den Kochseiten der New York Times fand ich ein Rezept von Julia Moskin. Julia Moskin, eine gebürtige New Yorkerin, wurde von den kulinarisch begeisterten Eltern nach Julia Child benannt und ist seit 2004 Mitarbeiterin der Times Food. Sie stellt dort ein Rezept für Ramen Cabonara vor.

Eine Ramen Cabora ist sicherlich kein kulinarischer Höhepunkt und gehört absolut zu den unverfrorensten Gerichten einer Cross over Küche. Doch das Rezept weckte meine Neugier. Es ist ein schnelles Abendessen (oder Mittagessen oder Frühstück), dass man im Handumdrehen zubereitet hat, wenn man Speck, Eier, Parmesan und eine Packung Ramen Nudeln auf Vorrat hat. Die Nudeln hatte ich nicht, aber die gibt es inzwischen injedem Supermarkt.

Zuerst einmal brät man Speckwürfel an, fischt die gebratenen Würfel aus dem Fett und gibt eine Fleisch- oder Gemüsebrühe darauf, um schließlich zwei, drei Löffel Parmigiano Reggiano  unterzurühren.

So habe ich es jedenfalls gemacht. Dann gebe ich die Ramen (Instant Nudeln) in die Brühe und lasse sie garen. Das dauert so 3 – 4 Minuten.

In der Zwischenzeit brate ich ein Spiegelei in Butter so, dass es noch sehr weich ist. Wenn die Nudeln gar sind, rühre ich erst einmal einen Löffel Butter unter, dann schmecke ich die Brühe  – oder vielmehr die Nudeln ab. Dafür nehme ich nur Salz und schwarzen frisch gemahlenen Pfeffer.

Schließlich fülle ich alles in eine Suppenschale, gebe die Speckwürfel darauf und fein geschnittene Röllchen vom jungen Zwiebellauch und das Spiegelei. Das Eigelb mit der Nudelmasse verrührt gibt dem Ganzen noch einen cremigen Geschmack.

Es war wirklich nicht schlecht!