Käsepüfferchen

Diese frittierten kleinen Leckerbissen sind eine einfache Mischung aus Ei, Kartoffeln und Bergkäse. Sie schmecken so gut, dass man besser gleich eine doppelte Portion zubereitet.

Zutaten:
500g mehlige Kartoffeln,
250 g Bergkäse, gerieben,
2 Eier, getrennt in Eigelb und Eiweiß,
100 g Kartoffelmehl oder Maisstärke,
50 ml Doppelrahm,
1 Handvoll weiche Kräuter, z. B. Petersilie, gehackt (zur Jahreszeit auch Bärlauch),
Pflanzenöl, zum Frittieren,
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Zuerst backen wir die Kartoffeln. Backofen auf 180° C vorheizen. Kartoffeln mit einer Gabel einstechen und 1 Stunde in den Backofen geben oder bis die Kartoffel innen weich und luftig ist.

Die noch warmen Kartoffeln halbieren und das Fruchtfleisch herauskratzen. Aus den Schalen kann man einen knusprigen Snack zubereiten. Einfach frittieren und etwas grobes Meersalz (Maldon) darauf.

Das Kartoffelfleisch in eine große Schüssel geben und mit geriebenem Käse, Eigelb, Kartoffelmehl und Sahne verrühren. Mit einem Holzlöffel vorsichtig schlagen, bis eine steife, glatte Masse ohne Klumpen entsteht.

Das Eiweiß in einer separaten Schüssel zu einem steifen Schnee schlagen, dann vorsichtig unter die Kartoffelmasse heben und darauf achten, dass das Eiweiß so luftig wie möglich bleibt.

Mit Salz und Pfeffer gut würzen und die gehackten Kräuter unterheben.

Eine Fritteuse oder eine tiefe Pfanne mit Öl auf 180° C erhitzen.
Die Mischung mit einem Löffel vorsichtig in das Öl geben – sie werden sanft aufgehen. Mit einem Löffel weiterdrehen, bis Sie überall eine schöne, gleichmäßige goldene Farbe haben. Je nachdem, wie groß die Pfanne ist, muss man die Püfferchen möglicherweise in mehreren Portionen frittieren.

Auf saugfähigem Papier abtropfen lassen, mit Meersalz bestreuen und kochend heiß servieren. Dazu passt gut eine würzigen Tomatensauce oder ein gut geschmolzener Brie-ähnlicher Käse zum Dippen.

Aus der Orangenhütte: Gebratene Artischocken

Die ‚Violetto di Chioggia‘ ist eine traditionelle Italienische Artischocken-Sorte mit lila-grünen Köpfen. Diese Sorte gibt es jetzt in der Orangenhütte von Thomas Wild in Rielasingen.

Die Artischocke (Cynara scolymus) ist der Inbegriff der essbaren Blüten und eine sehr alte Kulturpflanze. Zuhause ist sie im Mittelmeerraum, wo es bereits aus dem ersten Jahrhundert nach Christus erste Berichte über diese imposante Pflanze gibt.

Die Artischocke ist auch als Heilpflanze bekannt und wurde 2003 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Sie wirkt anregend auf Leber und Galle und hat appetitanregende, verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung.

Zutaten:
10 Artischocken, 4 EL Olivenöl, 4 EL Aceto Balsamico, Salz und Pfeffer, 2 EL Zitronensaft

Zubereitung:
Ein Liter Wasser und 2 EL Zitronensaft in eine Schüssel geben. Diese dient dazu, dass die Artischocken nicht schwarz werden.

Die Stiele der Artischocken bis auf den letzten cm abschneiden. Den letzten cm schälen. Die äußeren Blätter abmachen.

Die Artischocken halbieren und in die Schüssel mit dem Zitronenwasser geben.

Die Knoblauchzehe schälen, vierteln und zusammen mit dem Olivenöl und den Artischockenhälfte in eine Pfanne geben.

Die Pfanne erhitzen und die Artischocken von beiden Seiten braten. Pro Seite benötigen die Artischocken je nach Größe ca. 5 – 8 Minuten.

Sobald die Artischocken gut durchgebraten sind, mit dem Balsamico-Essig ablöschen. Die Artischocken warm oder kalt servieren.

Statt 4 EL Balsamico-Essig kann man 2 EL Balsamico mit 2 EL Wasser mischen. So wird das Essig-Aroma nicht zu intensiv.

Zitronenreis mit Cashewnüssen

Dieser Zitronenreis ist ein Rezept aus Puducherry in Südindien. Darin sind die typischen südindische Zutaten wie Senfkörner, Curryblätter und Cashewnüsse zu etwas ganz Besonderem verwebt – einem pikanten, würzigen Reisgericht für ein Festmahl.

Zutaten
300 g Basmatireis, 3 EL Pflanzenöl, 2 grüne Kardamomkapseln, 1 Stück Cassia, 2,5cm lang, (Zimtblüten – die Zimtblüte hat einen intensiveren Geschmack als Zimtschalen, zur Not geht auch ein 4 cm Stück Zimtschale) 2 Nelken, 1 indisches Lorbeerblatt, groß, 1 weiße Zwiebel, mittelgroß, gleichmäßig und dünn in Ringe geschnitten, 1 TL schwarze Senfkörner, 1 EL Cashewkerne, 10 Curryblätter, 1 TL gemahlener Kurkuma, 1 1/2 TL Salz, 1 Zitrone, entsaftet und abgerieben (die Schale in Streifen schneiden)

Zubereitung:
Den Basmatireis waschen wir mehrmals mit kaltem fließendem Wasser, bis das Wasser klar ist, geben ihn dann in eine Schüssel und lassen ihn 2 Stunden in frischem kaltem Wasser einweichen. (Wenn man nicht die Zeit hat, den Reis 2 Stunden lang einzuweichen, weicht man ihn vor dem Kochen so lange wie möglich ein – selbst die kürzeste Einweichzeit macht einen Unterschied.)

Den eingeweichten Basmatireis abtropfen lassen und beiseite stellen. In einer Pfanne mit schwerem Boden und Deckel das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Wenn das Öl heiß ist, die Kardamomkapseln, die Kassiarinde, die Nelken und das Lorbeerblatt in die Pfanne geben. Wenn die Gewürze nach ein paar Sekunden zu brutzeln und zu platzen beginnen, nehmen wir sie mit einem Schaumlöffel aus der Pfanne und legen Sie sie beiseite.

Mit dem gleichen Öl, in dem die Gewürze angebraten wurden, die Zwiebelringe in die Pfanne geben und unter gelegentlichem Rühren goldbraun karamellisieren. Mit einem Schaumlöffel die Zwiebeln aus der Pfanne nehmen, so viel Öl wie möglich in der Pfanne lassen, um die anderen Zutaten zuzubereiten. Die Zwiebeln zum Abtropfen auf einen Teller geben. Dabei die Zwiebelringe auf dem Teller verteilen, damit sie beim Abkühlen knusprig werden.

Bevor es weiter geht, kochen wir gut einen Liter Wasser auf. Dann sollte genug Öl in der Pfanne sein, um die Gewürze und Cashewnüsse zu braten; wenn nicht, geben wir noch 1 EL Pflanzenöl hinzu. In dieselbe Pfanne die Senfkörner geben und braten, bis sie aufplatzen, danach die Cashewnüsse und Curryblätter hinzufügen. Den eingeweichten Reis und die gemahlene Kurkuma sofort in die Pfanne geben. Eine Minute lang umrühren, um den Reis mit dem mit Gewürzen mit angereicherten Öl zu überziehen. Dann den Reis sofort mit 600 ml kochendem Wasser bedecken.

Die gebratenen ganzen Gewürze und karamellisierten Zwiebelringe in das Reiswasser geben. Salzen. Offen bei mittlerer Hitze kochen, bis das Wasser fast vom Reis aufgenommen wurde (ca. 4 Minuten)

Sobald das meiste Wasser aufgenommen wurde, die Hälfte der Zitronenschale dazugeben. Die Pfanne mit dem Deckel abdecken, die Hitze reduzieren und weitere 15 – 20 Minuten köcheln lassen. Sobald der Reis gekocht ist, gießen wir den Zitronensaft in den Reis und mischen ihn vorsichtig mit einer Gabel, um die Körner anzuheben und zu trennen.

Zum Servieren den Reis mit den restlichen Zitronenzesten aromatisieren und nach Wunsch mit einigen frischen Zitronenscheiben garnieren.