Kalbssteak mit Bärlauchbuttercreme, Frühlingsgemüse und geplätteten Kartoffeln

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Ein klassisches Sonntagsmenu: Kalbssteak aus der Grillpfanne zubereitet, dazu eine Bärlauchbuttercreme, eine Gemüsemischung (was der Kühlschrank hergab) und geplättete Kartoffeln. Zum letzteren ein Wort: Vorgestellt wurden sie ursprünglich Chili & Ciabatta und nachgekocht von der Wilden Henne. Das ist eine super Kartoffelspeise, die mit der Bärlauch-Buttercreme wunderbar harmonisierte.

Geplättete Kartoffeln

Geplättete Kartoffeln


Bärlauchbuttercreme
Zutaten

125 g Butter
1 Hand voll Bärlauch
1 Becher Schmand
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Dern Bärlauch klein schneiden und mit den restlichen Zutaten mit einem Zauberstab glatt rühren.

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Salat aus gebratenem weißen Spargel mit Kalbfleischfrikadellen

Bei der Durchsicht der Reste vom Wochenende im Kühlschrank fand ich unter anderem einige Stangen Spargel (mit Absicht zurückgelegt) und etwas Kalbshackfleisch. Das Kalbfleisch hatte ich am Sonntag durch den Fleischwolf gelassen, und es gab zum Brunch Kalbfleischfrikadellen. Aus den beiden Zutaten wurde jetzt noch einmal ein komplettes Abendessen für eine Person.
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Der Spargel ist ein seit dem Altertum her ein bekanntes Gemüse und wurde bereits von den alten Ägypter, Griechen und Römern als Delikatesse genossen.Bis dahin, war der Spargel weitgehend den Fürstenhäusern und dem höheren Klerus vorbehalten. Zu diesem Spargelanbau erzählt Brillat-Savarin in seinem Buch „Die Physiologie des Geschmacks“ eine ergötzliche Geschichte:

brillat_savarin_01Eines Tages berichtete man dem Monseigneur Courtois des Quincey, Bischof von Belley, dass die Spitze eines Spargels von wunderbarer Dicke auf einem der Beete seines Gemüsegartens zum Vorschein käme.
Unverzüglich begab sich die ganze Gesellschaft an Ort und Stelle, um dieser Tatsache auf den Grund zu gehen, denn auch in bischöflichen Palästen ist man erfreut, eine Beschäftigung zu haben.
Wie sich herausstellte, war die Nachricht weder falsch noch übertrieben, die Pflanze hatte gerade den Boden durchbohrt und ragte schon etwas heraus; ihre Spitze war abgerundet, glänzend, zart gefärbt und ließ auf eine Stange von mehr als Faustdicke schließen.
Man brach in Rufe der Verwunderung über dieses Phänomen des Gartenbaus aus und äußerte übereinstimmend, dass allein Monseigneur da Recht zu käme, die Stange von der Wurzel zu trennen. Unverzüglich wurde daher der benachbarte Messerschmied beauftragt, ein geeignetes Messer anzufertigen.
Während der nächsten Tage wuchs der Spargel langsam ab er sicher ständig an Reiz und Schönheit, und bald begann der weiße Teil sichtbar zu werden, mit dem die Essbarkeit dieses Gemüses aufhört.
Nachdem nun also die Zeit der Ernte gekommen war, bereitete man sich durch ein gutes Essen darauf vor, schon den feierlichen Akt noch bis nach der Rückkehr von einem Spaziergang hinaus.
Dann trat Monseigneur mit dem bewussten Messer bewaffnet heran, bückte sich gewichtig und machte sich daran, die stolze Stange von ihrer Stange zu trennen, während der ganze bischöfliche Hof mit einiger Ungeduld darauf wartete, die Fasern und die Struktur untersuchen zu können.
Aber welche Überraschung! welche Enttäuschung! welch ein Schmerz! Der Bischof erhob sich mit leeren Händen … Der Spargel war aus Holz.
Diesen vielleicht etwas starken Scherz hatte sich der Domherr Rosset erlaubt, der vorzüglich drechseln und sehr hübsch malen konnte. Er hatte die falsche Pflanze täuschend echt nachgemacht, sie unbemerkt in den Boden gesteckt und jeden Tag ein Stückchen weiter herausgezogen, um ein natürliches Wachstum vorzutäuschen.
Monseigneur wusste nicht recht, wie er diese Irreführung (denn es war in der Tat eine) aufnehmen sollte. Da sich indessen auf den Gesichtern der Umstehenden schon deutlich Heiterkeit spiegelte, lachte auch er, und auf dieses Lachen folgte ein allgemeiner Ausbruch wahrhaft homerischen Gelächters. Man nahm also das Corpus delicti mit, ohne sich weiter um den Täter zu kümmern, und zumindest an diesem Abend wurde das Spargel-Standbilde der Ehren des Salons teilhaftig.

Seinen wahren Siegeszug trat das Gemüse erst Ende des 19. Jahrhunderts an. Zu dieser Zeit wechselte der Spargel auch seine Farbe. War er vorher ausschließlich als Grünspargel angebaut worden, hatte man inzwischen den zarteren Geschmack des Bleichspargels kennen und schätzen gelernt, und baute ihn in Deutschland nun fast ausschließlich „unter der Erde“ an. Auf den Bleichspargel war man eher durch Zufall gekommen. Tonhauben über den Trieben, die eigentlich der Wärmespeicherung und dem Schutz vor Ungeziefer dienen sollten, hatten dazu geführt, dass der Spargel darunter bleich blieb. Der weiße Spargel ist milder im Geschmack und entfaltet diesen nicht primär, wenn er in Wasser gekocht wird, sondern in Butter oder Öl schmort.

Spargelsalat
Zutaten (Menge je nach Personenzahl, hier war es eine Portion)

4 Stangen weißer Spargel
Butter zum Braten
ein gutes Öl
ein milder Fruchtessig (ich habe Honig-Kräuter-Essig verwandt)
eine Schalotte
1 Prise Salz, Zucker und eine Spur schwarzer Pfeffer
Petersilie

Zubereitung
Den Spargel in diagonale Schnitten schneiden und für ca. 10 Minuten bei regelmäßigem Wenden braten.
In der Zwischenzeit bereite ich aus den restlichen Zutaten eine leichte Vinaigrette.
Hier hinein kommt der heiße Spargel. Man kann ihn lauwarm oder kalt servieren. Kalt entwickelt er zusätzlich Geschmackskomponenten!

Kalbfleischfrikadellen
Zutaten (für eine Portion)

90 g Kalbfleisch
1/2 frisches Brötchen
50 ml Sahne
1 Ei
1 feingeschnittene Schalotte
1 EL feingewiegte Petersilie
Muskat
Salz und Pfeffer
Butterschmalz (Kochbutter)

Zubereitung
Das Brötchen in Würfel schneiden und in der Sahne einweichen (das braucht etwas Zeit).
Das Kalbfleisch durch den Fleischwolf lassen (feine Scheibe) und mit den andren Zutaten ein Frikadellenteig zubereiten.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und sanft in Butterschmalz ausbraten.

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Crostini di Fegato

Eine der beliebtesten Vorspeisen der Toskana sind die Crostini die Fegato, geröstetes Weißbrot mit Geflügelleber.
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Vielleicht geht der Verzehr der Geflügelleber auf die etruskischen Wahrsager zurück. Es war bei ihnen nicht unüblich, aus den Innereien von Hühnern zu prophezeien. Diese Parallele beschreibt Giuseppe Alessi in seinem Buch „Il mito a tavolo“. Alessi ist der Wirt des Restaurants „Pentola dell’Oro“ in Florenz. Er versucht die alte etruskische Küche mit der modernen Küche der Toskana zu vereinen. Jedenfalls hatte Geflügel auch bei den Römern prophetische Bedeutung. Vor jeder Schlacht wurde dem Federvieh eine Schüssel mit Körnern dargeboten. Pickte es fleißig drauf los, galt der Sieg als sicher. Ganz sicher war die Methode dann doch nicht. Die Geschichte berichtet von einem Heerführer, dessen Hühner den Appetit verloren hatten. Zur Strafe ließ er sie ins Meer werfen und rief aus: „Sollen sie ersaufen, wenn sie schon nicht fressen wollen.“ Die Schlacht ging trotzdem verloren.

Zutaten
2 EL Olivenöl
2 Lorbeerblätter
1 feingehackte Knoblauchzehe
200 g Geflügelleber
10 ml Sherry
2 Nelken
schwarzer Pfeffer und Salz

Zubereitung
Olivenöl zusammen mit den Lorbeerblättern erhitzen.
Die kleingehackte Leber und den Knoblauch dazugeben, salzen und Pfeffern.
Mit dem Sherry ablöschen und die Nelke zugeben.
Dies geschieht alles auf großer Flamme und das ganze lässt man gut 4 – 5 Minuten weiterschmoren.
Jetzt köchelt alles noch 10 Minuten bei niedrigster Hitze. Lorbeerblätter und Nelken entfernen.
Noch warm auf geröstete Weißbrotscheiben streichen.
Dazu passt ein Gläschen Sherry.

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