Pochierter Winterkabeljau in einer Safran-Anis-Kokossoße mit Kirschtomaten

Die Verbindung von Safran und Anis habe ich mir für dieses Rezept von der provenzalischen Bouillabaisse geliehen. Bei Fisch braucht es für mich Gerichte, die schnell gehen und nicht nach purem Fisch schmecken. Das kommt auch bei den Kindern besser an.

Die Gewürze habe ich in einer Kokosmilchsoße zusammengebracht, die gleichzeitig die größte Zeitersparnis liefert: Der Fisch wird lediglich in der heißen Flüssigkeit pochiert. Skrei, also Winterkabeljau, ist dafür besonders gut geeignet, weil das Fleisch fester ist, aber auch üblicher Kabeljau lässt sich so garen.

Dass er dabei schön saftig bleibt, liegt am hohen Fettgehalt der Kokosmilch. Durch ihn entsteht ein Effekt, der fast ein wenig an Confit erinnert. Da ist es auch egal, dass Kokosmilch viel mehr Wasser enthält als Öl, das man eigentlich zum Confieren verwendet. Wichtig ist nur, die Soße nicht kochen zu lassen. Sonst war es das mit dem tollen Effekt.

Zutaten:
1 Zwiebel, 1 Stück Ingwer (daumenbreit), 1 Knoblauchzehe, 3 Sternanis, 400 g Kokosmilch, 250 g Kirschtomaten, 1 Prise Safran, 3 Stücke Kabeljaufilet (Winterkabeljau oder Kabeljau, ca. 500-600g), 1 Limette, Dill oder Fenchel zum Garnieren, Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung:
Zwiebel fein würfeln, Ingwer reiben oder in feine Streifen schneiden, Knoblauch hacken. In einem Topf 1 EL Olivenöl erhitzen und darin alles bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen. 

Sternanis einrühren und kurz mitrösten.

Mit der Kokosmilch aufgießen und die Tomaten dazugeben, einmal aufkochen und dann auf kleiner Hitze fünf Minuten köcheln lassen.

Safran mörsern und in einem Esslöffel von der Soße auflösen, anschließend mit dem Rest der Soße verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Fischstücke salzen, in die heiße (nicht kochende!) Kokossoße legen und je nach Dicke des Fisches 8 bis 10 Minuten ziehen lassen, bis der Fisch gerade so durch ist und leicht auseinanderfällt.

Mit Limettensaft abschmecken.

Mit Dill oder Fenchelgrün garnieren und servieren.

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Nudeln mit Wurst und Weißkohl

Ein einfaches und ausgewogenes Alltagsgericht mit butterweichem Weißkohl der mit frischer grober Bratwurst und Haselnüssen einen duftenden Genuss verspricht.

Diese Kombination aus Pasta mit Wurst und Weißkohl ist einfach zuzubereiten und wurde einem Rezept aus Sizilien entlehnt. Der Kohl wird beim Köcheln mit der Wurst wunderbar zart und verleiht dem Gericht eine angenehme Würze.

Im ursprünglichen Rezept verwendet man Casarecce, eine sizilianische Pasta, die einer doppelten Spirale ähnelt. Diese Casarecce werden oft mit einem Ragù Bianco oder mit Tomatensoße und schwarzen Oliven zubereitet. Da aber Casarecce schwer zu bekommen sind, habe ich Trofie verwendet, die der Casarecce stark ähnelt. Trofie ist eine Pasta aus Ligurien, der Küstenregion Nordwestitaliens um Genua. Dort werden die Trofie meist mit Pesto Genovese serviert. An beiden Pastasorten haftet die Sauce aufgrund der verdrehten Form der Nudel besonders gut.

Zur Wurst-Weißkohl-Kombination gebe ich Haselnüsse und Haselnussöl. Das gibt dem einfachen Gericht eine warme Note und macht es zu etwas ganz Besonderem. So erhalten wir ein perfektes Wohlfühlgericht in dieser kalten Jahreszeit.

Zutaten:
2 grobe frische Bratwürste nach Art der saucisson toulousien oder italienische Salsiccia,1/4 Weißkohl,12 Haselnüsse,1 EL Olivenöl, 2 Knoblauchzehen, 1 Lorbeerblatt​,
300 g Trofie Pasta, grobes Salz, 4 TL Haselnussöl, 50 g Parmesan

Zubereitung:
Für die Pasta reichlich Wasser mit Salz zum Kochen bringen. Sie braucht nur 10 Minuten um essfertig zu sein.

Den Darm von der Bratwurst entfernen und das Fleisch zerbröseln. Den Weißkohl klein schneiden. Die Haselnüsse grob zerdrücken. Den Knoblauch schälen.

Das Öl in der Pfanne erhitzen. Knoblauch und Lorbeerblatt hinzufügen, dann sofort den Kohl dazugeben. Einmal umrühren, abdecken und bei mittlerer Hitze 2 Minuten bräunen lassen.

Wurst und Haselnüsse hinzufügen. Vermengen und abdecken. Zugedeckt drei Minuten garen. Umrühren, wieder abdecken und 3 Minuten braten lassen, diesen Vorgang alle 3 Minuten wiederholen. Die Wurst sollte am Pfannenboden bräunen und leicht karamellisieren.

Sobald das Wasser kocht, die Nudeln hinzufügen und erneut aufkochen lassen. Die Nudeln nach Packungsanweisung al dente kochen.

Bevor die Nudeln ihre Kochzeit beendet haben (1 bis 2 Minuten vorher), nimmt man einiges vom Nudelwasser und gibt es zur Mischung in der Pfanne und löst damit angebratenen Reste vom Topfboden lösen dabei unter ständigem Rühren weitergaren.

Wenn die Nudeln gar sind, geben wir sie bei einer Minute unter ständigem Rühren in die Soße.

In tiefen Tellern servieren,mit etwas Haselnussöl beträufeln und den Parmesan über die Nudeln reiben und sofort servieren.

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Spaghetti mit fencheligen Hackbällchen

Hackbällchen werden vielfältig zubereitet und sind allseits beliebt, weil sie alles können: Snack, Suppeneinlage oder als Hauptgericht. Viele Menschen glauben ja, dass Hackbällchen die Erfindung eines schwedischen Möbelhauses sei. Das stimmt absolut nicht. Mit dem folgenden Rezept werden sie eines besseren belehrt. Nicht nur in Schweden, sondern überall in der Welt sind Hackbällchen ein sehr beliebter Klassiker.

Dieses Rezept wird inspiriert durch die traditionelle, spanischen Küche. In Spanien heißen die Bällchen natürlich auch nicht Köttbullar sondern Albodingas, und man findet sie in jedem Tapas-Restaurant auf der Speisekarte.

Für leckere Albodingas muss man nicht ins Restaurant gehen. Selbst hergestellt, zaubert man schnell ein Gericht auf den Tisch, das vor Aromen nur so strotzt. Sie sind ideal als Vorspeise oder zusammen mit einem Glas Rotwein als besondere Leckerei an Abend.  Ich habe sie als Hauptgericht auf Spaghetti angerichtet.

Zutaten:
600 g Hackfleisch vom Rind, 1 Ei, 1 TL Fenchelsaat, 4 Knoblauchzehe, 1 Messerspitze Piment d`Espeletto AOP, 250 g gewürfelter Zwiebeln, Olivenöl, 2 Lorbeerblätter, 5 Thymianzweige, 1 kleine Dose Datterine-Tomaten, 1 kleine Flasche Passata, 1 EL Zucker, Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Eine Knoblauchzehe durchpressen und mit Hackfleisch, Ei, Piment d`Espeletto und Fenchel gut mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aus der Masse entweder viele kleine oder wenige große Bällchen formen.

Das Olivenöl erhitzen, die Zwiebeln, feinblättrig geschnittene Knoblauchzehen, Lorbeerblätter und den Thymian kurz braten. Dann die Datterini-Tomaten dazugeben und mit Passata auffüllen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sauce sollte ein paar Minuten leicht simmern.

Jetzt die Hackfleischbällchen auf die Sauce legen, den Topf leicht schütteln, dann versinken die Bällchen in der Sauce. Ganz langsam auf niedriger Flamme ca. 60 Minuten garen.

Serviert habe ich die Hackfleischbällchen auf Spaghetti und ein Topping aus geriebenem Parmiggiano oben auf gegeben.

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