Yasai Itame (野菜炒め)

Seit Langem trug ich mich mit dem Gedanken einen Wok zu kaufen. Das sind so Wünsche, die gut durchdacht sein müssen. Er muss zu meinem Herd passen, denn leider habe ich keinen Gasherd. So einfach beschichtet und leicht, geht gar nicht. Gusseiserne Woks sind schwer und unhandlich, aber einfach schön. Geschmiedete Woks sind schwer und müssen eingebrannt werden. Dabei habe ich mir schon einmal sinnbildlich, einen Finger abgebrochen. Aber diesmal war die Werbung für einen handgeschmiedeten, bereits eingebrannten Wok so aufdringlich, dass ich einfach nicht widerstehen konnte.
Und damit der Wok gut zur Geltung kommt gibt es das erste mal daraus einen japanischen Gemüseeintopf. Wer das nachkochen mag, möge nicht an der Zutatenliste verzweifeln. Es muss nicht alles in den Eintopf hinein, was in der Liste steht. Aber alles was aufgelistet ist, wäre möglich. Ich denke, dass die meisten japanischen Hausfrauen (oder Hausmänner) genau das nehmen, was noch so an Resten im Gemüsefach vom Kühlschrank ist. Ganz ehrlich, man könnte Yasai Itame einfach einen Rumfort- Eintopf nennen können: Liegt rum, muss fort.

Zutaten für 4 Personen:
400 g Schweinefleisch, neutrales Öl, Sojasauce, 2 Knoblauchzehen, eine Handvoll Bohnen, 1 Möhre, 1 Zwiebel, reichlich Chinakohl, etwas Ingwer, wenig Sesamöl, 2 Frühlingszwiebeln, Paprika, Brokkoli, Mungobohnenkeimlinge, Sojasprossen, grüner Spargel
Zubereitung:
Zuerst wird das Schweinefleisch in feine Streifen geschnitten, Knoblauch geschält und mit einer Knoblauchpresse zu kleinen Würfeln gedrückt. Sojasauce, Knoblauch und Fleisch in eine Schale geben und Beiseite stellen. Besonders gut wird es, wenn diese Mischung schon einige Stunden vorher zubereitet wird.
Das Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden. Vom Chinakohl die äußeren Blätter entfernen, den Strunk entfernen, vierteln und den Kohl in Streifen schneiden. Der Ingwer wird in feine Streifen geschnitten.
Während der Wok erhitzt, wenig neutrales Öl hineingeben und mit Sesamöl würzen. Wenn es gut erhitzt ist, das marinierte Schweinefleisch hinzugegeben. Die Garzeit bestimmt sich nach der Dicke der Fleischscheiben. Bald das Gemüse zugeben und immerzu vorsichtig wenden. Die Zutaten werden so lange im Wok geschwenkt, bis das Gemüse bissfest ist. Nun kann mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden. In der japanischen Küche sind kaum Grenzen gesetzt und somit kann man alles Gemüse verwenden, was man zur Hand hat. Das gilt aber nicht nur für das Gemüse, man kann auch mit den Gewürzen variieren.
Den Reis habe ich inzwischen im Reiskocher gegart.
Alles zusammen mit dem Reis auf einem Teller servieren.


