Lauwarmer Linsensalat mit grünen und weißen Spargelspitzen und pochiertem Ei

Früher brauchte ein Schwein fast drei Jahre, bis es schlachtreif war. Heute sind es sechs Monate. Ein frisch geschlüpftes Küken endet nach 38 Tagen als Chicken Nugget in der Friteuse. Es sind keine Tiere, sondern Produkte. Optimiert für schnelles Wachstum und reibungslose maschinelle Weiterverarbeitung. Wir reagieren verstört, wenn uns gezeigt wird, dass riesige Gemüseplantagen in Südeuropa das Grundwasser knapp werden lassen. Dass Südamerikaner den Urwald roden, um Soja für deutsches Mastvieh anzubauen. Darum sollten wir bewusster einkaufen. Heute habe ich gelesen, dass China der größte Spargelproduzent ist und gestern gehört, dass in China soeben ein Lebensmittelskandal aufgedeckt wurde. Man hat den Menschen Rattenfleisch als Lammfleisch verkauft. Es ist nicht so schwer, gute Produzenten zu finden, wie man oft hört. Ich fahre gerne einige Kilometer, um ordentliche Lebensmittel zu bekommen. Dazu gehört auch Spargel. Ich habe das Glück, dass hier sowohl weißer als auch grüner Spargel angebaut wird. Ich werde ihn für zwei verschiedene Salate verwenden. Zuerst wieder einmal ein Rezept aus der englischen Küche. Ich habe es bei BBC in einer TV Sendung für kalorienarmes Kochen gesehen – ausprobiert und für gut befunden. So kommt diese Variante vom Linsensalat mit Spargelspitzen im Frühjahr auf den Tisch. Bei meinem Spargelbauer kann man die Spitzen tagesfrisch gleich separat kaufen. Sie sind sogar günstiger im Preis, weil sie als Bruchspargel laufen.
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Warum ist das kein Originalfoto? Weil mein (Mist-)Fotoapparat gerade eben den Geist aufgegeben hat. 6 Monate alt – und ab geht’s zum Hersteller zurück. Bis dahin keine aktuellen Bilder. Dies ist ein Archivfoto (ohne weiße Spargelspitzen).

Zutaten für 2 Personen
125 g Spitzen vom grünen Spargel
125 g Spitzen vom weißen Spargel
3 EL Olivenöl
1 kleine rote Zwiebel, fein gewürfelt
2 Stangen Sellerie, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1 kleine rote Chili, entkernt und fein gehackt
400 g braune Linsen
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
1 Lorbeerblatt
2 Nelken
150 g Kirschtomaten, in zwei Hälften geschnitten
2 große Bio-Eier (möglichst Demeterqualität)
3 EL gehackte frische Koriander
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung
Die Linsen koche ich mit einer Knoblauchzehe, einer kleinen Zwiebel, einem Lorbeerblatt und 2 Nelken bis sie gar, aber noch bissfest sind. Die Gewürzzutaten gebe ich in ein Kugelsieb und nach dem Kochen sind sie nicht in den Linsen.
Den Spargel bereite ich im Ofen zu. Diesen bis 200 ° C vorheizen. Die Spargelspitzen – also die sollten schon so 5 – 6 cm lang sein– mit etwas Öl einpinseln und nebeneinander in eine Auflaufform legen. Mit Salz und Pfeffer würzen und für 6 – 8 Minuten in den Ofen geben, bis sie weich sind.
Das restliche Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Zwiebel, Sellerie, Knoblauch und Chili anbraten. Bei schwacher Hitze sind das so 5-10 Minuten oder einfach bis die Zwiebeln weich sind. Die Linsen und die Tomaten für weitere 5 Minuten dazugeben, auf jeden Fall so lange, bis die Linsen sind heiß sind. Vom Herd nehmen und den Koriander untermischen.

Ich denke, ich muss nicht noch einmal beschreiben, wie pochierte Eier zubereitet werden. Wer es nicht weiß, findet es hier!
Den Spargel auf den Linsen anrichten und dazu das pochierte Ei legen, welches wir leicht öffnen, damit das Eigelb etwas heraus läuft.

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Roigabrageldi mit Schweinsfilet in Champignonrahm

Petra von Cronenburg schreibt in ihrem Blog grenzgaengereien über Grumbiere, Grumbeere und Erdäpfel, wie Kartoffeln im Elsass genannt werden. Ein schöner Blog, in dem über „Grenzgängereien“ zwischen Elsass, Baden und der Pfalz berichtet wird. Und sie stellt die berühmten „Roigabrageldi“ vor.

Ich habe sie vor wenigen Wochen im Restaurant „au Val St-Grégoire“ in Munster gegessen. Serviert wurden sie mit Entenconfit. Das war fast des Guten zuviel und zum Schluss reichte auch ein kleiner Spaziergang nicht mehr, um dieses gehaltvolle Gericht zu verdauen. Ich habe um das Rezept gebeten und hier ist es. Allerdings habe ich das Entenconfit gegen Filetspitzen vom Schwein in einer leichten Rahmsauce getauscht. Dazu gab es Möhrchen in Butter, Honig und Zimt geschmort.
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Zutaten für zwei Personen
für die Roigabrageldi
2 große mehlig kochende Kartoffeln, gekocht und abgekühlt
1 Schalotte in feine Würfel geschnitten
50 g durchwachsenen geräucherten Bauchspeck (Bacon)
60 g Munsterkäse
Petersilie
Salz
60 g Butter

für die Filetspitzen
120 g Filetspitzen vom Schwein fertig pariert
1 Schalotte, grob gewürfelt
6 Champignons, geputzt und halbiert (und wenn sie sehr groß sind, geviertelt)
Butterfett
1 TL Mehl
Salz und weißer Pfeffer
wenig Rahm

für die Möhren
100 g Möhren, gerüstet
Butter
Honig
Zimt
Petersilie (grobblättrig)
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Zubereitung:
Die Kartoffeln raffeln, Speckwürfel in Butter anbraten, Kartoffeln, Schalotten und Petersilie zufügen und bei regelmäßigem Wenden braten. 5 Minuten vor dem Servieren, die Würfel vom Munsterkäse untermischen und mitbraten. Jetzt nicht mehr wenden, sondern den Boden krustig werden lassen.

Die Filetspitzen in Butterfett anbraten, die Champognons und Schalottenwürfel zufügen. Bei hoher Hitze in der Pfanne (am besten aus Stahl) schwenken. Die Filetspitzen haben schnell den Garpunkt erreicht. Petersilie zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit dem TL Mehl bestäuben und mit Rahm ablöschen und den Bodensatz damit lösen.

Die Möhren 8 Minuten in kochendem Salzwasser garen. Herausnehmen und in heißer Butter mit Honig und Zimt schwenken.

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Überbackener Spargel mit Zitronenrisotto

Gestern Abend gab es den ersten Spargel der Saison. Am Vormittag war ich auf dem Wochenmarkt und später bei einem niederrheinischen Spargelbauer. Auf dem Wochenmarkt gab es keine gute Qualität. Es gibt zurzeit nach dem langen Winter noch kein Premiumspargel, aber allen Beteiligten schmeckte er trotzdem.
Im Gesamtmenu servierte ich ihn überbacken mit einer Mischung aus Parmigiano Reggiano, Taleggio, Semmelbrösel, Zesten von der Zitrone und Semmelbrösel. Dazu gab es Zitronenrisotto und pochiertes Ei mit Sauce bernaise royal.
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Die pochierten Eier mit der Sauce bernaise royal hatte ich bereits hier beschrieben. Die lasse ich jetzt weg.

Zutaten für das Risotto
160 g Carnaroli Reis
1 EL Olivenöl
1 kleine Schalotte feingewürfelt
150 ml Weißwein
350 ml gute Fleischbrühe
Zitronenzesten
Saft einer Zitrone
Salz
1 Eigelb
Parmesanbröckchen (nicht gerieben)

Zubereitung
Die Schalottenwürfel in heißem Olivenöl anziehen lassen, den Reis dazugeben, durch schwenken und mit dem Weißwein ablöschen. Mit heißer Brühe und Zitronensaft auffüllen, immer wieder rühren und Brühe nachgießen, bis das Risotto gar und cremig ist. Die Zesten von der Zitrone zugeben, dazu ein Eigelb und die Parmesanbröckchen unterziehen. An die Seite stellen, damit der Parmesan sich langsam auflösen kann.
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Zutaten für den überbackenen Spargel
750 g weißer und 750 g grüner Spargel
50 g Butter
100 g Taleggio in feine Würfel geschnitten
50 g Parmiggiano Reggiano gerieben
1 kl. Bund glatte Petersilie (feingewiegt)
1 EL Zitronenzesten
4 EL Semmelbrösel
Salz

Zubereitung
Den weißen Spargel schälen, den grünen Spargel putzen und dann in Wasserdampf vor garen. Der weiße Spargel braucht 15 Minuten, der grüne Spargel 10 Minuten. Ausdampfen lassen, heiß auf eine feuerfeste Platte auf Butterflöckchen anrichten und mit einer Mischung aus den restlichen Zutaten bestreuen. Etwas salzen und im vorgeheizten Backofen bei 175° C überbacken. Das braucht so 10 Minuten.
Zusammen mit den pochierten Eiern in der Sauce bernaise angerichtet servieren.

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