Pochiertes Ei auf Blattspinat mit Sauce Bernaise

Eine kleine Zwischenmahlzeit – oder in zweites Frühstück. Das erste Mal habe ich diese Kombination von Spinat, pochiertem Ei und damals mit einer Sauce Hollandaise im Bohemia in Zürich am Kreuzplatz gegessen. Und seit dem immer wieder. Ich habe mit den Saucen variiert und mit der Würze für den Spinat.
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Meine Lieblingsvariante ist mit einer erweiterten Sauce Bernaise. Dafür gebe ich in die Sauce feingehackte Kapern, etwas vom Kapernwasser und mittelscharfen Senf.

Zutaten für die Sauce Bernaise:
3 Eigelb
200 g Butter
50 ml Weißwein
1 EL Estragonessig
1 EL Kerbel
1 EL Estragon
Salz
1 EL Kapern
1 TL Kapernsaft
1 TL mittelscharfer Senf

Weitere Zutaten:
2 Handvoll Spinat (gerüstet)
½ Schalotte feingewiegt
wenig Butter
Salz
Muskat
Eier zum Pochieren (je nach Personenzahl)

Zubereitung
Die Butter erhitzen und wieder abkühlen lassen.
Die Eigelb mit dem Wein im Wasserbad erhitzen und dabei ständig mit dem Schneebesen leicht schlage. Achtung! Nicht zu heiß werden lassen.
Den Essig zugeben und weiterrühren und dann tropfenweise die abgekühlte, aber noch flüssige Butter.
Zum Abschluss den feingewiegten Kerbel, das Estragon und die feinst gewürfelte Kapern, den Kapernsaft und den Senf.
Mit Salz abschmecken.

Den Spinat rüsten und nass in einen Topf geben. Bei Hitze fällt er zusammen. In ein Sieb geben und dann grob hacken.
Wenig Butter auslassen, die feingewiegte Schalotte darin anziehen lassen und sobald sie glasig wird, den Spinat hinzufügen. Mit Salz und Muskat abschmecken.
Die Eier pochieren. (Ich setze mal voraus, dass ich das nicht näher erklären muss.)

Auf einem Teller eine Portion Spinat anrichten, darauf von der Sauce Bernaise geben und obenauf das pochierte Ei setzen.

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Arme Ritter – auf Schloss Burg

Der Frühling will und will nicht kommen. Der Ostermontag brachte dann die ersten Sonnenstrahlen seit langer Zeit. Warm war es noch nicht, aber überall sah man die Menschen dick vermummt in die Natur strömen. Das war die richtige Gelegenheit wieder einmal Schloss Burg im Bergischen Land zu besuchen. Eine liebe Kindheitserinnerung für mich.
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Ich hatte schon einmal von der Bergischen Kaffeetafel berichtet. Diesmal war es erst Mittag und zu früh für eine Kaffeetafel. Dies bekannteste Produkt des Bergischen Landes wird wohl inzwischen den ganzen Tag serviert, wie ich feststellen konnte. Nur noch wenige Gerichte, die angeboten wurden, hatten lokalen Charakter. Was liegt da näher, als neben der wunderschön renovierten Burg „Arme Ritter“ zu essen.
Schon die Römer kannten diese einfache Speise. In „De re coquinaria“, einem antiken römischen Kochbuch, findet sich dieses Rezept. Und dann taucht es wieder im Buch von guter spyse aus dem 14. Jahrhundert auf. Im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm werden sie zitiert: „snit denne aht snitten arme ritter und backe die in smalze niht zu trüge.“ 1601 erscheint dann das erste Mal der Begriff „Arme Ritter“. Valerius Herberger nennt sie so in seinem Buch „Magnalia Dei“ oder „Die großen Thaten Gottes“. Der Name lässt darauf schließen, dass es auch die Speise von „Rittern“ war, wenn die Zeiten nicht so üppig waren. Damals nahm man wohl altes Brot und übergoss es mit Eiermilch. Heute nimmt man Weißbrotscheiben, die durch süße Eiermilch gezogen und goldgelb ausgebacken werden.
Eine kleine Zwischendurchspeise die man wunderbar variieren kann. Ich habe sie als Kind am liebsten mit Apfelkompott aus Renetten gegessen. Manches Mal gab es sie mit Zimt und Zucker oder sonstigen Kompotten. Als ich mich dann später auf Reisen für fremde Rezepte interessierte fand ich dies Rezept vielfältig wieder: Knights of Windsor heißen sie in England, in den USA werden sie als French Toast angeboten, in Russland als Grenki und in Ungarn als bundás kenyér. Diese Liste könnte man sicher noch lange fortsetzen und ich glaube, dass wir es hier mit einem der universellsten Gerichte zu tun haben, die es gibt.
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Zutaten:
Weißbrotschnitten
Eier
Milch
Zucker
Butterschmalz
Zimt

Zubereitung
Die Milch mit Eier und wenig Zucker vermischen und die Weißbrotschnitten durchziehen. In Butterschmalz langsam goldbraun backen.
Mit Zimt und Zucker bestreuen.

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Kabeljaurücken mit Rote Beete – Meerrettichkruste

„Kabeljau“ gehört zu den Fischen mit vielfältigem Namen. Je nachdem wie er angeboten wird, hat er ganz schön viele davon. Wenn er noch nicht geschlechtsreif ist, heißt er „Dorsch“ und seine Leber und sein Rogen sind eine eigene Delikatesse. Zudem liefert er auch noch Lebertran. „Bacalhau“ ist das portugiesische Nationalgericht. Hier haben wir den getrockneten Kabeljau als Stockfische. Und wird der Stockfisch püriert heißt er „Brandade“. Eingesalzen nennt man ihn Klippfisch.
Auch der „Lachsersatz“ oder „Seelachs“ ist ein Kabeljau. Nämlich dann, wenn er mit Carotin eingefärbt, gesalzen und scheibchenweise in Öl eingelegt ist.
Eines der schmackhaftesten Stücke vom frischen Kabeljau ist das Rückenfilet. Und so habe ich eines für Karsamstag beim Fischhändler erstanden. Da ich noch gekochte Rote Beete vom Eiermarinieren hatte, probierte ich etwas Neues aus.
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Zutaten
Kablejaurücken (Menge variiert nach Personenzahl)
2 Rote Beete Knollen
1 Stange Meerrettich
Sahne
Salz, Pfeffer, Dillspitzen
Butter
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Die gekochte Rote Beete zusammen mit wenig Sahne, genug frischen Meerrettich (je nach Geschmack), einer Prise Salz und weißem Pfeffer pürieren.
Den Rücken vom Kabeljau habe ich am Vorabend gesäubert, mit Salz eingerieben und dazu weißen Pfeffer und edelsüßes Papkrikapulver gegeben.
Vor dem Backen im Ofen habe ich den gewürzten Rücken auf ein Butterbett mit wenig Dill gelegt und mit dem Rote Beete – Meerrettichpüree bestrichen, so ca. 2 cm hoch. Dann alles bei 175° C für 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Zum Schluss für die Kruste wenige Minuten grillen.

Sehr zu empfehlen!

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