Exotisch gewürzte Linsensuppe mit Kürbis

Eine herrliche Suppe an kalten Wintertagen, die hilft, mit den wärmenden Gewürzen der Kälte zu trotzen.

Zutaten für 6 Personen als Vorspeise oder 4 für das Mittagessen
2 mittelgroße Kürbis, geschält und gewürfelt
1 mittelgroße Zwiebel, fein gewürfelt
Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Salz und schwarzer Pfeffer
100g rote Split Linsen
1 TL gemahlener Koriander
1 TL gemahlener Piment
1 Msp. gemahlene Nelken (Nelkenpfeffer)
½ TL gemahlener Kreuzkümmel
1 Lorbeerblatt
1 Msp. Muskatblüte
1 l Hühnerbrühe

Zubereitung
Wir erhitzen 2 – 3 EL Olivenöl in einem großen Topf und fügen die fein gewürfelte Zwiebel und den Knoblauch hinzu. Dann die Gewürze zufügen und alles großzügig mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.
Die Zwiebel mit den Gewürzen weich schmoren und danach die Kürbiswürfel zugeben.
Bei mittlerer Hitze weiterkochen und falls es zu kleben beginnt, etwas mehr Öl dazugeben. Nach 10 Minuten ist der Kürbis weich und hat an den Rändern Farbe angenommen.
Jetzt geben wir die Linsen in die Pfanne und gießen die Hühnerbrühe zu. Alles zum Kochen bringen, abdecken und für 30 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen. Wenn man nicht rührt, kann man sicher sein, dass sich die Linsen fest am Boden ansetzen.
Jetzt sollte der Kürbis schmelzend weich sein und man kann ihn mit einem Stabmixer in der Suppe pürieren. Falls man aber etwas mehr Struktur liebt, nimmt man einen Kartoffelstampfer.
Wenn nötig, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Klecks Crème fraîche und einer Handvoll Croutons servieren.

Veröffentlicht unter vegetarisch | Verschlagwortet mit , , , | Schreibe einen Kommentar

Fluden – Dessert zu Chanukka

„Das Wunderbarste an den Wundern ist,
dass sie manchmal wirklich geschehen.“
(Gilbert Keith Chesterton)


Am 25. Tag des jüdischen Monats Kislev feiern die Juden weltweit Chanukka. Es wird auch als Lichterfest bezeichnet, denn in der dunkelsten und kältesten Zeit des Jahres wird plötzlich ein Licht angezündet, das 8 Tage lang Helligkeit und Wärme ausstrahlt und neue Kraft und Freude in die Häuser und Familien bringt. Chanukka gehört nicht zu den sogenannten Vollfesten. Aber am Abend versammelt sich die ganze Familie mit Freunden und feiert ausgelassen und fröhlich. Es wird der Vergangenheit gedacht und auf die Zukunft gehofft.
Jedes Jahr erinnern sich die Juden in diesen Tagen an die wunderbare Errettung Israels. Unter der Führung von Judas Makkabäus und seiner vier Brüder besiegten sie die griechische Syrer Dynastie der Seleukiden 165 v. Chr. im sogenannten Makkabäer Aufstand. Ein Jahr später wurde auch der Tempel gesäubert, gereinigt, von den griechischen Götzen befreit und schließlich neu geweiht. Das Wort Chanukka heißt deshalb auch so viel wie „Neueinweihung“. Damals war jedoch nur noch eine winzige Menge geweihtes Öl übrig, dass gerade gereicht hätte, den Tempel einen Tag lang zu erleuchten. Aber zur großen Verwunderung brannte das Licht 8 Tage lang.
Der Chanukka- Leuchter, ein Kerzenleuchter mit 8 Kerzenhalter steht symbolisch für die 8 Tage, in denen das Licht im Tempel brannte. Jede jüdische Familie besitzt einen solchen Leuchter, dessen Kerzen nur zu Chanukka entzündet werden dürfen. Kurz nach Sonnenuntergang werden die Kerzen unter Segenssprüchen entzündet und jeden Abend leuchtet ein Licht mehr an dem Chanukka- Leuchter, bis schließlich alle 8 Kerzen brennen.

Fluden
Natürlich gibt es an diesem Abend auch besondere Speisen und dazu gehört „Fluden“. Fluden ist ein geschichtetes Gebäck mit unterschiedlich gefüllten Lagen, das man am besten in einer Springform backt.

Hefe in der lauwarmen, etwas gesüßten Milch zerkrümeln und an einer warmen Stelle gehen lassen. Dann Mehl, Fett, Zucker, Salz, Ei und Wein zugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. 1 Stunde ruhen lassen. Inzwischen die Fülle vorbereiten.

Apfelfülle:
Äpfel mit Zimt, Zucker oder Honig vermengen.
Mohnfülle:
Wasser mit Zucker im Wasserbad zum Sieden bringen, Mohn, Eiweiss, Zitronen- und Orangensaft, Zimt, Rosinen und Rum zugeben und unter ständigem Rühren 5 Minuten kochen. Margarine zufügen und kochen, bis sie sich aufgelöst hat. Fülle auskühlen lassen.
Nussfülle:
Geriebene Nüsse mit den anderen Zutaten gut vermischen. Den Teig in 5 gleich grosse Stücke teilen, in eine gefettete Form legen und mit einer dicken Schicht Pflaumenmus bestreichen. Eine Platte aus dem zweiten Teigstück darauflegen und mit Nussfülle bestreichen. Auf die dritte Teigplatte Mohnfülle geben, auf die vierte die geriebenen Äpfel. Die fünfte Teigplatte darüberlegen. Ei mit einem Teelöffel Wasser und etwas Zucker verquirlen, damit die Oberfläche bestreichen, bis sie glänzt. 40 Minuten bei 180°C goldgelb backen.

Fröhliches Chanukka

Veröffentlicht unter Allgemein, Rezepte, Süsses | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 1 Kommentar

Mostert aus Düsseldorf – Senfsuppe

Auf einer Speisekarte von Paul Bocuse stand einst ein Zitat von Vincent van Gogh: „Das Einfache ist das Schwierige.“ Van Gogh hat damit allerdings nicht das Kochen alleine gemeint. Über seine Vorlieben beim Essen ist ohnehin nur wenig überliefert. Doch über sein Lieblingsgetränk wissen wir einiges: Absinth. Zu den berühmten Absinth-Trinkern seiner Zeit zählen unter anderen Paul Gauguin, Henri de Toulouse-Lautrec und eben Vincent van Gogh. Für eines seiner berühmten Kunstwerke „l´Absinthe“ stand eine Absinth-Karaffe und ein Absinth-Glas Modell. Vielleicht lässt sich daraus schließen, dass Van Gogh auch gerne Speisen mit Senf aus Düsseldorf aß, denn auf einem anderen Stillleben „Flaschen, Töpfe und Schachteln“ verewigte er ein Düsseldorfer Mosterttöpfchen. Auf seinen Studienreisen zur Düsseldorfer Kunstakademie hatte er den Düsseldorfer Mostert schätzen gelernt, und war so begeistert, dass er den Senf in dem blaugrauen Tontöpfchen mit dem Anker darauf 1884 auf seinem Bild verewigte.

Diesen Mostert und das Töpfchen gibt es heute noch. Adam Bernhard Bergrath verewigte sein Monogramm und den Düsseldorfer Anker auf seinen kleinen weißen Senftöpfchen. Maria Sibilla Christine Karoline Bergrath übernahm nach dem Tode ihres Mannes das Geschäft. Sie ließ die scharfe Zutat mit dem geänderten Aufdruck: A.B. Bergrath Sel.Wwe. versehen, und trat einen Siegeszug über die Zungen und über die Mägen der Feinschmecker an. Die „Selige“ Witwe verschaffte dem Mostert die Geltung, die er als einzigartige Spezialität aus Düsseldorf bis heute genießt. In Düsseldorf gibt es noch einige andere Senfproduzenten. 1726 wurde hier die erste deutsche Senffabrik gegründet.
Der Begriff „Düsseldorfer Senf“ ist heute als regionale Spezialität geschützt. Der „Düsseldorfer Mostert“ darf nur in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens hergestellt werden und muss bestimmte Inhaltsstoffe wie „besonders kalk- und mineralienhaltiges Düsseldorfer Wasser“ und unfiltrierten Branntweinessig enthalten.
Ich verstehe nicht, warum heute hunderte aromatisierte Senfsorten in den Regalen stehen. Einige wenige und dann selber gegebenenfalls aromatisieren (wovon ich kein Freund bin) würden reichen: wenn dann auch noch die Qualität stimmt.
Entsprechend der Devise von Van Gogh ein einfaches Rezept für eine

Senfsuppe mit gebratenem Speck

Zutaten
1 Stange Lauch
50 g Butter
60 g Mehl
1/8 l Sahne
1 l Rinderboullion
2 ½ EL Senf (je nach Geschmack scharf oder mittelscharf)
Zucker
50 g Speck

Zubereitung
Den Lauch putzen und in feine Ringe schneiden, in Butter andünsten und mit dem Mehl bestäuben, dass eine Schwitze entsteht. Diese mit Rinderboullion ablöschen. Den Senf dazugeben und kurz köcheln lassen. Mit einer Spur Zucker abschmecken.
In der Zwischenzeit den Speck in etwas Butter anbraten.
Die Suppe mit Sahne verfeinern und den Speck hinzugeben.

Veröffentlicht unter Allgemein, Rezepte | Verschlagwortet mit , , , , | Schreibe einen Kommentar