Spaghetti all’amatriciana – Spaghetti in einer scharfen Specksoße

Vor einigen Tagen schrieb die „Kochpoetin“ in einem Kommentar: „Wobei mich ja eher der/die/das Bucatini all’amatriciana interessieren würde.“ Das ging mir nun nicht mehr aus dem Kopf. Bucatini hatte ich keine, also nahm ich Spaghetti. Die sind etwas dünner als Bucatini, was aber der Sache nicht unbedingt schadet. Hinzu kam, dass mir ganz überraschend die Post ein Päckchen mit einem schönen Stück Lardo von einer lieben Freundin brachte. Da hatte ich ja schon fast alle Zutaten zusammen.
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Spaghetti Amatriciana sind eine jener Mahlzeiten, die die italienische kulinarische Tradition mitbegründen. Das Originalrezept wurde stammt aus Amatrice, einer kleinen Stadt an der Grenze zu Latium Abruzzen. Ursprünglich war es eine einfache Mahlzeit für Hirten und von der Farbe her, war es nur weiß: Spaghetti, Speck und Käse und sonst nichts. Im Laufe der Zeit, wurde die Rezeptur verändert, und zu den Grundzutaten kamen Tomaten und Peperoni.

Amatrice Fotos - Besondere Aufnahmen
Dieses Foto von Amatrice wurde von TripAdvisor zur Verfügung gestellt

Zutaten:
400 g Tomaten in grobe Würfel geschnitten
1 große Zwiebel
150 g Lardo (geräucherter Speck ohne Schwarte)
2 – 3 rote Peperoncini
1 EL Olivenöl
1 Schuß Weißwein (trocken)
Salz und Pfeffer
Parmiggiano Reggiano
500 g Spaghetti

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
Den Speck in 8 x 8mm kleine Würfel schneiden.
Die Peperoncini fein zerhacken oder mörsern.
Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, den Speck zugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren anbraten. Die Zwiebelwürfel zugeben mitbraten, bis sie glasig sind. Die Tomaten und die Peperoncini unterrühren und den Wein dazugeben. Alles bei schwacher bis mittlerer Hitze etwa 10 Minuten offen köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Spaghetti kochen, abgießen und nur kurz abtropfen lassen. Noch feucht zur Soße in die Pfanne geben. Dazu geriebenen Parmesan servieren.
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Gebrannte Mandeln

Advent, das ist die stillste Zeit im Jahr, wie es im Liede heißt. Es ist die Zeit der frohen Zuversicht und gläubigen Hoffnung.
Nur in der Küche ist es nicht unbedingt die stillste Zeit, wenn das Kleingebäck oder sonstige Naschereien zur Weihnacht vorbereitet wird.
In meiner Kindheit duftete es nach Wachslichtern und angesengten Tannenzweigen, nach Bratäpfeln und Weihrauch. Den Weihrauch ließ die fromme Großmutter erglimmen, kleine Stückchen der Tannenzweige durfte ich auf die Herdplatte legen, damit er seinen Duft verbreitet. Aber noch besser als die Tannenzweige oder die Wachslichter duftete das frische Spritzgebäck, die Spekulatius und der Geruch nach Vanille und Zimt. Die Gewürze brauchte die Großmutter für gebrannte Mandeln, die es sonst nur zu „Simjü“ auf der Kirmes gab. „Simjü“ ist der Festtag von Simon und Juda.
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Auf dem Weihnachtsmarkt in Überlingen gab es dieses Jahr keine gebrannten Mandeln, so musste ich sie selber machen.
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Zutaten:
400 g Mandeln
300 g brauner Zucker (weißer Zucker tut es auch)
1/2 EL Zimt
1/2 TL getrocknete, geraffelte Pommeranzenschale
das ausgeschabe einer Vanilleschote (ich nehme natürlichen Vanilleextrakt)
1 Msp. Piment d’Espelette
1 Msp. Nelkenpfeffer
1/2 Tasse Wasser
Puderzucker

Zuberatung:
Das Wasser und alle anderen Zutaten in einen Topf oder eine Pfanne geben und erhitzen. Die Mandeln dazugeben und immer wieder rühren. Weil ich faul bin, nehme ich meinen Polentatopf, der ein elektrisches Rührwerk hat. Wenn das Wasser nahezu verdampft ist, zieht der geschmolzene Zucker Fäden. Jetzt braucht es nicht mehr lange und die Mandeln überziehen sich mit der Karamellmasse.
Jetzt nimmt man die Mandeln aus dem Topf und gibt sie zum Auskühlen auf ein Backpapier, das vorher mit Puderzucker bestreut wurde. Alles noch einmal mit Puderzucker bestreuen und auskühlen lassen.
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Gobhi Gobhi – Blumenkohl nordindische Art

Das Gericht, das ich heute vorstelle, kommt aus der Region Nordindien / Pakistan. In einschlägigen Restaurants wird manchmal Alu Gobhi serviert, was wörtlich übersetzt Kartoffeln Blumenkohl heißt. Seinen Reiz erhält es durch die südasiatischen Gewürze. Gobhi Gobhi ist dagegen ausschließlich Blumenkohl, also Blumenkohl und Blumenkohl. Die Zubereitung ist relativ einfach, die Gewürze sind nicht so ausgefallen, dass man sie nicht bekäme. Alles in allem ein schnelles praktisches Gericht, dass einen indischen Flair in die Küche bringt.
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Zutaten für 4 Personen
2 EL Pflanzenöl
1/4 Teelöffel Kurkuma
1/2 TL Kreuzkümmelsamen (ganz)
1 EL frisch geriebener Ingwer
1 EL frisch geriebener Knoblauch
1 grüne Chilischote, in zwei Hälften geteilt, Samen und Rippen entfernt
2 kleine Köpfe Blumenkohl, in Röschen geteilt
Salz
1 EL Butter (weich)
1/4 Tasse gehackter frischer Koriander (ersatzweise Petersilie)

Zubereitung
Das Öl in einer großen Bratpfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Wenn das Öl simmert, Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer, Knoblauch und die Chilischote hinzufügen. Für ca. 30 Sekunden braten, bis die Gewürze duften. Jetzt geben wir den Blumenkohl dazu und würzen mit Salz.
Eine Tasse Wasser zu 2/3 gefüllt zugeben und einen Deckel auflegen. So mit Wasser bedeckt das Ganze für 10 bis 12 Minuten leicht köcheln lassen, bis der Blumenkohl weich ist.
Den Deckel vom Topfes nehmen und das Restwasser bei großer Hitze verdunsten lassen. Die Hitze reduzieren und den Blumenkohl in der trockenen Pfanne in ca. 5 bis 7 Minuten eine goldene Farbe annehmen lassen. (Dabei ab und zu die Pfanne schütteln.)
Die Butter und Koriander hinzufügen und servieren.

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