Zitronenreis mit Cashewnüssen

Dieser Zitronenreis ist ein Rezept aus Puducherry in Südindien. Darin sind die typischen südindische Zutaten wie Senfkörner, Curryblätter und Cashewnüsse zu etwas ganz Besonderem verwebt – einem pikanten, würzigen Reisgericht für ein Festmahl.

Zutaten
300 g Basmatireis, 3 EL Pflanzenöl, 2 grüne Kardamomkapseln, 1 Stück Cassia, 2,5cm lang, (Zimtblüten – die Zimtblüte hat einen intensiveren Geschmack als Zimtschalen, zur Not geht auch ein 4 cm Stück Zimtschale) 2 Nelken, 1 indisches Lorbeerblatt, groß, 1 weiße Zwiebel, mittelgroß, gleichmäßig und dünn in Ringe geschnitten, 1 TL schwarze Senfkörner, 1 EL Cashewkerne, 10 Curryblätter, 1 TL gemahlener Kurkuma, 1 1/2 TL Salz, 1 Zitrone, entsaftet und abgerieben (die Schale in Streifen schneiden)

Zubereitung:
Den Basmatireis waschen wir mehrmals mit kaltem fließendem Wasser, bis das Wasser klar ist, geben ihn dann in eine Schüssel und lassen ihn 2 Stunden in frischem kaltem Wasser einweichen. (Wenn man nicht die Zeit hat, den Reis 2 Stunden lang einzuweichen, weicht man ihn vor dem Kochen so lange wie möglich ein – selbst die kürzeste Einweichzeit macht einen Unterschied.)

Den eingeweichten Basmatireis abtropfen lassen und beiseite stellen. In einer Pfanne mit schwerem Boden und Deckel das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Wenn das Öl heiß ist, die Kardamomkapseln, die Kassiarinde, die Nelken und das Lorbeerblatt in die Pfanne geben. Wenn die Gewürze nach ein paar Sekunden zu brutzeln und zu platzen beginnen, nehmen wir sie mit einem Schaumlöffel aus der Pfanne und legen Sie sie beiseite.

Mit dem gleichen Öl, in dem die Gewürze angebraten wurden, die Zwiebelringe in die Pfanne geben und unter gelegentlichem Rühren goldbraun karamellisieren. Mit einem Schaumlöffel die Zwiebeln aus der Pfanne nehmen, so viel Öl wie möglich in der Pfanne lassen, um die anderen Zutaten zuzubereiten. Die Zwiebeln zum Abtropfen auf einen Teller geben. Dabei die Zwiebelringe auf dem Teller verteilen, damit sie beim Abkühlen knusprig werden.

Bevor es weiter geht, kochen wir gut einen Liter Wasser auf. Dann sollte genug Öl in der Pfanne sein, um die Gewürze und Cashewnüsse zu braten; wenn nicht, geben wir noch 1 EL Pflanzenöl hinzu. In dieselbe Pfanne die Senfkörner geben und braten, bis sie aufplatzen, danach die Cashewnüsse und Curryblätter hinzufügen. Den eingeweichten Reis und die gemahlene Kurkuma sofort in die Pfanne geben. Eine Minute lang umrühren, um den Reis mit dem mit Gewürzen mit angereicherten Öl zu überziehen. Dann den Reis sofort mit 600 ml kochendem Wasser bedecken.

Die gebratenen ganzen Gewürze und karamellisierten Zwiebelringe in das Reiswasser geben. Salzen. Offen bei mittlerer Hitze kochen, bis das Wasser fast vom Reis aufgenommen wurde (ca. 4 Minuten)

Sobald das meiste Wasser aufgenommen wurde, die Hälfte der Zitronenschale dazugeben. Die Pfanne mit dem Deckel abdecken, die Hitze reduzieren und weitere 15 – 20 Minuten köcheln lassen. Sobald der Reis gekocht ist, gießen wir den Zitronensaft in den Reis und mischen ihn vorsichtig mit einer Gabel, um die Körner anzuheben und zu trennen.

Zum Servieren den Reis mit den restlichen Zitronenzesten aromatisieren und nach Wunsch mit einigen frischen Zitronenscheiben garnieren.

Fischmolee mit Curryblättern und Kokosmilch

Dieses Rezept stammt von Sumayya Usmani.  Es wurde vor einiger Zeit in einer Sonderbeilage des Observer (UK) veröffentlich und inzwischen mehrmals von mir nachgekocht.

Sumayya Usmani schrieb ein wundervolles Kochbuch unter dem Titel: „Summers Under the Tamarind Tree“.

Sie blogt unter dem Namen „My Tamarind Kitchen“. Ich kann ihre Kochkurse: CONTEMPORARY + TRADITIONAL PAKISTANI COOKERY CLASSES in London wärmstens empfehlen.

Der Name Molee oder auch Moilee kann mit einer Art Curry in Verbindung gebracht werden, die unter Malayali in Südindien als Moli bekannt ist. (Wikipedia)

Dies schnelle Fisch-Curry-Rezept steckt voller südostasiatischer Aromen. Kabeljau wird sanft in einer Sauce auf Kokosmilchbasis mit ganzen grünen Chilischoten und Curryblättern pochiert, um ihm Wärme und Geschmack zu verleihen.

Zutaten:

350 g Kabeljaurücken , ohne Haut, in große Stücke geschnitten
4 EL Pflanzenöl
1/2 TL Senfkörner
12 Curryblätter
1 weiße Zwiebel , fein gehackt
1 TL Ingwer , gehackt
3 Knoblauchzehen , fein gehackt
3/4 TL Kurkuma
1 Prise Salz
2 Tomaten , entkernt und fein gehackt
3 grüne Chilischoten , ganz, aber längs durchgeschnitten
250 ml Kokosmilch
50 ml Wasser
3 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Senfkörner, Curryblätter und Zwiebeln dazugeben und braten lassen. Sobald die Zwiebeln weich sind (nicht braun), Ingwer, Knoblauch, Kurkuma und Salz hinzufügen und 30 Sekunden kochen lassen

Die Tomaten hinzugeben und 1–2 Minuten weiter braten, dann die ganzen grünen Chilischoten hinzugeben. Als nächstes geben wir die Kokosmilch, 50 ml Wasser dazu und reduzieren die Hitze auf niedrig. Abdecken und 7 Minuten köcheln lassen

Wir nehmen den Deckel ab und geben den Kabeljaurücken dazu.  Vorsichtig weiterköcheln, bis der Fisch gar ist (ca. 3-4 Minuten), dann rühren wir den Zitronensaft unter und schmecken mit den bereits genutzten Gewürze ab.

Dazu servieren wir Basmatireis.

Chicken Tikka Masala – das englische Nationalgericht

In Indien findet man viele chinesische Restaurants, und eines der beliebtesten Gerichte ist die „Suppe nach Art der Mandschurei“ (Manchurian Soup). Das Gericht hat mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nie China gesehen, wurde aber perfekt dem indischen Geschmack angepasst und hat in Indien den Ruf als „die“ chinesische Suppe. So verhält es sich auch mit „Chicken Tikka Masala“. Es ist der Favorit an indischen Gerichten in Großbritannien. Nur ist es keineswegs indisch, denn in Indien ist es vollkommen unbekannt.
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Das sind Gerichte der Mehrkulturalität und Chicken Tikka Masala, auch gerne nur CTM abgekürzt, feiert bereits seinen 67-jähriges Geburtstag in Großbritannien. Es ist das beliebteste Gericht des Landes. Es ist Großbritanniens wahres Nationalgericht und hat Fisch und Chips auf den zweiten Platz verwiesen.

Die Ursprünge dieses Gerichts liegen im Dunkeln. Man kann aber auch einer Geschichte glauben, die berichtet, das CTM von einem Koch aus Bangladesch erfunden wurde, um einem anspruchsvollen britische Kunden zu gefallen. In den 40er Jahren öffneten die ersten Bangladeshi Restaurants in Großbritannien. Sie selbst bezeichneten sich als „indische Restaurants“ und boten meist meist eine Punjabi Küche: Huhn Makhani , Chicken Tandoori , Chicken Tikka . In solch einem Restaurant servierte man einem Kunden ein trockenes Chicken Tikka Gericht. Der Brite hielt das für einen Scherz, weil es ohne Sauce serviert wird. Der Sahib rief den Koch und brüllte: „Wo ist die Soße?“ Voll Ekel, nahm der Koch den Teller zurück in die Küche und entleert einfach eine Dose Tomatensuppe darüber, fügte ein paar Gewürze hinzu und so das „Chicken Tikka Masala“ geboren.

Heute hat sich das Rezept verfeinert und hier ist es. Ich habe das Rezept von einem befreundete Inder, der es in seinem Restaurant „Indian Palace“ in St. Gallen serviert.
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400 g Hähnchenbrüste

1 Kleiner Becher Joghurt
1 Zitrone
2 TL Kurkuma
1 EL Garam masala
1 Chilischote
1 kleines Stück Ingwer
Salz und Pfeffer

Butter
3 Knoblauchzehen
Paprikapulver edelsüß
gehackte Tomaten (aus der Dose)
Sahne
Salz und Pfeffer
20 g Mandelblättchen zum Garnieren

Die Hähnchenbrüste in mundgerechte Stücke schneiden.
Aus den Zutaten aus dem zweiten Block eine Marinade bereiten und die Hähnchenstücke darin einlegen und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Das Fleisch aus der Marinade nehmen, auf Spieße stecken und unterm Grill oder in einer Grillpfanne mit etwas Öl scharf anbraten bis das Fleisch durch ist und Farbe bekommen hat.

Die Butter in einer Sauteuse auslassen und den gehackten Knoblauch und die gehackte Chilischote kurz darin dünsten. Die restlichen Gewürze, gehackte Tomaten und Sahne und Joghurt dazu geben. Mit Salz abschmecken (evtl. eine Prise Zucker dazu geben, falls die Sauce sauer schmecken sollte) und auf niedriger Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce eine dickere Konsistenz bekommt.
Das gegrillte Hähnchen dazu geben und weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Vom Ofen nehmen und vor dem Servieren mit einigen Mandelblättchen bestreuen.