Rücken vom Kabeljau mit Beurre blanc

Es ist Winter und es gibt wieder diese wunderbaren Kabeljaurücken. Kabeljaurücken in Butter gebraten an einer Beurre blanc. Die Soße ist schwer, aber hoch aromatisch, und wegen der deutschen Essgewohnheiten gehört sie für Normalesser hierzulande verboten. Besteht sie doch aus 90 Prozent Butter und 10 Prozent Fond und Noilly Prat. Doch die Beurre blanc ist eine wunderbare Sauce, in der der Fisch ja nicht schwimmen soll, sondern sie mag ihn ergänzen. Soßen sind generell nichts, worin Speisen schwimmen sollten. Auch wenn unser aller Schlaraffenland-Reflex etwas anderes sagt. Auch und gerade beim Essen gilt: Es sind die raren Dinge, die unsere Sehnsucht und Leidenschaft befeuern.
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Um den Charakter der Beurre blanc zu beschreiben, greife ich auf eine Erklärung von Vincent Klink zurück:
Bei der Zubereitung Konzentration und viel Butter. Wenn man glaubt es sei zuviel/zu stark, noch ein bisschen mehr. Auf dem fertigen Gericht: sparsam. Wenn man in ernsthafter Sorge ist, es sei viel zu knapp bemessen, noch ein bisschen weniger.
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Dazu serviere ich eine kleine Auswahl an Gemüse, nur kurz in Butter gegart.

Zutaten für die Beurre blanc für zwei Personen
1 EL reduzierter Hühnerfond
1 MSp sehr fein gehackter Schalotten
1 EL Noilly Prat (Wermut)
Butter

Zubereitung
Den Hühnerfond mit einer Messerspitze sehr fein gehackter Schalotte in einem kleinem Töpfchen erhitzen. Wenn er fast vollkommen reduziert ist, einen Esslöffel Noilly Prat dazu geben. Nun nach und nach, bei größtem Feuer, Butter mit dem Schneebesen unterschlagen bis der Fond sämig bis dicklich ist. Faule können auch einen Pürierstab benutzen.

Zum Kabeljau: Die Rückenstücke gut reinigen, salzen und mit einer Spur weißem Pfeffer rundum in Butter anbraten. Dann für 5 Minuten in den vorgeheizten Backofen bei 220° C garen. Vor dem Servieren mit einem Esslöffel Beurre blanc überziehen.

Für das Gemüse jungen Spinat 1 Minute blanchieren, grob hacken und gut abtropfen lassen. Eine Schalotte fein würfeln, in Butter anziehen lassen und die halbierten Kräuterseitlinge und die Kirschtomaten dazugeben. Einige Blättchen frischen Thymian zufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Eine fein gehackte Knoblauchzehe in Olivenöl anziehen lassen, den Spinat dazugeben und ausdünsten lassen. Mit Salz und einer Prise Muskat abschmecken.
Die Kirschtomaten und die Pilze auf dem Spinat zum Fisch anrichten.

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Weihnachtspause

Fängt es im Winter zu schneien an,
so schneit es nichts als Marzipan,
Rosinen auch und Mandel.
Und wer sie gerne knabbern mag,
der hat `nen guten Handel.

Ringelnatz

Ich wünsche allen, die meinen Blog lesen eine besinnliche Weihnacht und ein gutes Neues Jahr.

Aus persönlichen Gründen lege ich eine Blogpause ein.

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Ein Teller geht auf Reisen – Schwarzwälder Eistörtchen mit Gewürzkirschen

Der weitgereiste Teller, den Petra vom Blog Foodfreak im Mai 2013 auf Reisen geschickt hat, ist zurück in Deutschland. Er kam aus der Schweiz von der Wilden Henne. Ganz ausgezeichnete Gerichte wurden inzwischen auf ihm kreiert. Er war in Frankreich und der Schweiz, und vor wenigen Tagen passierte er dann wieder die Grenze und kam zu mir an den Bodensee. Eine Übersicht der bisherigen Rezepte findet man auch auf Pinterest, die Spielregeln für „Ein Teller geht auf Reisen“ findet man hier.

Inzwischen sollte es Winter sein, aber der Frost oder gar Schnee wollen nicht so recht kommen. Vor wenigen Tagen schien noch die Sonne. Jetzt ist der Himmel bedeckt und die Straßen glänzen regengrau. Ein weihnachtliches Gefühl stellt sich jetzt vor allem in der Küche ein. Es wird geplant, gebacken und vorbereitet. Nein, nicht mehr so wie in alten Zeiten, aber trotzdem spürt man die Vorfreude. Die Luft ist geschwängert von Gerüchen nach Vanille und Zimt. Es ist die Zeit der wohlriechende Gewürze.
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Ich habe mich auf ein badisches Weihnachtsmenü eingestellt und werde es Schritt für Schritt in den nächsten Tagen vorstellen. Hier aber erst einmal das komplette Menü:

Feldsalat mit Speck-Krautstrudel und Kräutersauerrahm
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Badisches Kartoffelschaumsüpple mit geschmortem Sauerkraut
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Spanferkelrücken mit Honig-Senfkruste, Wintergemüse und Weckklößle
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Schwarzwälder Sauerrahmeis mit Gewürzkirschen

Nun passt zum „reisenden Teller“ am besten ein Dessert. So empfinde ich das. Darum stelle ich auch das Menü in umgekehrter Reihenfolge vor.
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Schwarzwälder Sauerrahmeis mit Gewürzkirschen
Zutaten
600 g Sauerrahm
80 g Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
½ Zitrone (Saft und Schale davon)
200 ml Sahne
1 TL Speisestärke

1 großes Glas Sauerkirschen
1 Vaillestange
1 Zimtstange
1 Sternanis
1 TL Zucker
2 cl Schwarzwälder Kirschwasser

Sahne
Schokotopping

Zubereitung
Sauerrahm mit Puderzucker, Vanilleextrakt, Zitronensaft und -schale verrühren. Sahnen mit Stärke verrühren, im Kochtopf aufkochen lassen, in Rührschüssel umfüllen und abkühlen lassen. Sauerrahm unterrühren und in Eismaschine 30 – 40 Minuten gefrieren lassen. Anschließend im Gefrierfach in Förmchen weiter einfrieren.
Die Kirschen mit den Gewürzen im eigenen Saft langsam erhitzen und auskühle lassen. Wer mag, kann sie mit etwas Stärke binden. Wenn die Kirschen abgekühlt sind, mit einem Gläschen Schwarzwälder Kirschwasser parfümieren.

Die Förmchen in warmes Wasser stellen, das Eistörtchen nach 2 Minuten stürzen. Die Kirschen um das Eistörtchen anrichten und alles mit Sahne und Schokoladensauce anrichten.

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