Endiviensalat mit Grammeln

Die Endivie gehört zu den wenigen Salatpflanzen, die auch lauwarm gegessen werden können. Dieser Salat ist reichhaltig und ein komplettes kleines Gericht zum Mittag, zur Vesper oder zum Abend.

Zutaten:
200 g steirische Grammeln
50 g Schweineschmalz
1 Endiviensalat
600 g Roggen-Vollkornbrot
1 Knoblauchzehe
1 TL Kümmelsamen
3 EL Apfelessig
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:
Den Salat putzen, die Blätter abtrennen, waschen, trockenschleudern und in Streifen schneiden. Das Brot in dünne Scheiben schneiden und in 30 g Schmalz goldbraun braten. Herausnehmen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.

Den Knoblauch schälen, zusammen mit dem Kümmel hacken und in einer Pfanne mit 20 g Schmalz anrösten. Für 1 Minute die Grammeln dazugeben, damit sie warm werden. Mit dem Essig ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Endiviensalat mischen. Den lauwarmen Salat mit den Brotscheiben, dem Schmalz und den Grammeln servieren.

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Dibbelabbes und Geheirade

Geheirade mit Endiviensalat

Im Saarland wissen die Menschen gut zu leben.

Doch es ging den Menschen nicht immer so gut wie heute. In vergangenen Zeiten arbeiteten im Saarland viele Männer vor allem in den Kohlegruben oder auf den Feldern. Diese körperlich harte Arbeit verlangte nach deftigem Essen.

Es waren immer die Frauen, die für die Mahlzeiten der Familie sorgten. Neben vielen anderen Aufgaben gehörte das Kochen zur täglichen Pflicht. Aber es blieb nicht viel Zeit dafür. Ein Haushalt zu führen und nebenbei noch den Hausgarten pflegen, der den Speiseplan ergänzte, war in jenen Tagen eine zeitraubende Tätigkeit. So schufen sie schmackhafte und nahrhafte Gerichte, die auch noch preiswert waren und schnell zubereitet werden konnten. Im Saarland ist das bekannteste davon sicher der Dibbelabbes. Heute ist es das saarländische Nationalgericht. In anderen Landen wurde er in Variationen unter anderem Namen zubereitet. So heißt er im Rheinland Döppekuche, in Hessen Dippedotz, in der Pfalz Schales und in Lippe und im Bergischen Land ist der Pickert ein naher Verwandter.

Hauptzutat ist die die Kartoffel, zu der man im Saarland „Grummbiere“ sagt. Aus fein geraffelten Kartoffeln, Speck, Lauch und Eiern buk man in einem gusseisernen Topf einen dicken Kartoffelpfannkuchen. Dieser Topf war der „Dippe“. Gegart wurde der Dibbelabbes im geschlossenen Topf und echte Kenner nahmen kurz vor Ende der Garzeit den Deckel ab, damit sich eine schöne Kruste bildete. Dann wurde der Dibbelabbes mit Apfelmus oder Salat zur Tisch gebracht.

Die „Geheirade“ (oder auch Verheirade) ist ebenfalls ein Arme-Leute-Essen aus der Pfalz. Kartoffeln und Mehlklößchen werden zusammen in einer Mehlschwitze serviert. Darüber gab es in Butter angerösteten Semmelbrösel. Wer es sich leisten konnte, gab einen Löffel ausgelassenen Speck dazu. Und weil beides gut zusammenpassen, findet die Hochzeit auf dem Teller statt. Im Saarland heißen sie Mählkneppcha mit Grumbiere.

Und wenn einer die Kartoffeln oder die Mehlklößchen bei Seite schob, weil er eines von beiden bevorzugte, dann sprach man von den „Geschiedene“.

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Penne mit Creme aus karamellisierten Zwiebeln

Dieses Rezept für Pasta mit Zwiebeln haben wird von italienischer und französischer Kochkunst inspiriert. Penne Rigate mit einer Pastasauce mit karamellisierten Zwiebeln, Sahne und Parmesan, deren Zubereitung und Geschmack an den französischen Klassiker Soupe à l‘Oignon – Zwiebelsuppe – erinnert. Die Süße von Zwiebeln und Sahne harmoniert dabei hervorragend mit dem salzigen Käse, etwas Apfelessig und frischer Thymian geben weitere aromatische Komponenten dazu.

Penne ist eine der bekanntesten und beliebtesten Pastaformen Italiens. Der Name erinnert stark an das englische Wort für Schreibstift: pen. Der röhrenförmige Schnitt mit abgeschrägten Enden ist vom Federkiel einer alten Schreibfeder inspiriert. Es ist eine perfekte Teigware für alle Gerichte mit Saucen.

Zutaten:
350 g rote Zwiebeln
120 g Butter
70 g brauner Zucker
90 ml Apfelessig
50 ml Weißweinessig
1 Lorbeerblatt
Pfeffer
80 ml frischer Rahm
60 g geriebener Parmigiano Reggiano
Salz
400 g Penne Rigate

Zubereitung:
Für die Zwiebelsauce: Den braunen Zucker in 100 g Butter goldgelb erhitzen, die in Scheiben geschnittene Zwiebel und das Lorbeerblatt hinzufügen und 5 Minuten lang anschwitzen.

Mit einer Mischung aus den Flüssigkeiten (Apfel- und Weißweinessig), Lorbeer und Pfeffer bedecken. Fast vollständig einkochen lassen.

Die restliche Butter, den Rahm und den Parmesan zu den Zwiebeln geben. Erhitzen und mit einem Pürierstab pürieren.

Die Pasta kochen, kurz in der Zwiebelcreme schwenken und in kleinen Portionen auf den Tellern anrichten.

Mit ein paar Thymianblättern und einigen – ein paar Minuten in Essig gekochten – Zwiebelstückchen garnieren.

Das Rezept wurde von Davide Oldani, Sternekoch aus Mailand, entwickelt. In seinem Restaurant wird die italienische Küche modern interpretiert.

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