Zander mit Kräuterrisotto, gerösteten Kirschtomaten und Wintergemüse

Für dieses zarte Kräuter-Risotto kommt für mich nur eine Reissorte in Frage: ein Reis der Sorte Carnaroli der im Piemont in der Umgebung der Städte Vercelli und Biella angebaut wird. Es ist der Acquerello Il Riso, angebaut auf der Tenuta Colombara, im Herzen der Reisfelder von Vercelli. Carnarolireis ist bekannt für seine Fähigkeit, Brühe und Wein aufzunehmen und dennoch seinen charakteristischen Biss zu behalten.

Beim Acquerello wird durch eine sorgfältige Reifung von ein bis drei Jahren und eine schonende Schälung von Hand die Qualität jedes Reiskorns bewahrt. Mit einer patentierten Technik wird der Reis anschließend mit seinem nährstoffreichen Keim ummantelt. Der Geschmack ist nussig, die Konsistenz perfekt.

Die Ebenen von Vercelli sind eine Umgebung, die sich historisch schon immer mit dem Reisanbau beschäftigt hat. Immense Wasserflächen, die die Landschaft spiegeln, verwandeln die Umgebung in eine magische und bezaubernde Landschaft, die viele Künstler und Dichter inspiriert hat. Genau hier wird der Acquerello im Einklang und im Respekt mit der Umwelt angebaut. Dazu gehört, dass beim Anbau der Wasserspiegel hochgehalten wird. Dies ermöglicht das empfindliche Ökosystem intakt zu halten. Das ist für das Reisfeld, wie auch für die typische Fauna in einem Reisfeld wichtig. Frösche, Libellen und Reiher haben hier ihre Heimat.

Zutaten:
4 Zanderfilets mit einem Gewicht von jeweils 150 g
Meersalz

Für das Kräuterrisotto
50 g ungesalzene Butter
1/2 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, geschält und fein gewürfelt
150 g Canaroli-Risottoreis
1 Schuss Weißwein
400 ml Hühnerbrühe
50 g Parmesan, gerieben
75g Mascarpone
1 EL Estragon, frisch gehackt
1 EL Kerbel, frisch gehackt
1 EL Petersilie, frisch gehackt
weißer Pfeffer, frisch gemahlen

Für die gerösteten Kirschtomaten
200 g Kirschtomaten am Stiel
Olivenöl
Meersalz

Für das Wintergemüse
Knollensellerie
2 Frühlingszwiebeln
Rosenkohl
Schwarzwurzeln
Butter
Möhren

Zubereitung:
Für das Kräuterrisotto die Butter in einer Pfanne mit breitem Boden schmelzen, die Zwiebel und den Knoblauch dazugeben und ohne Farbstoffe 2 Minuten leicht anbraten.

Den Reis dazugeben und gut umrühren, sodass die Körner mit Butter bedeckt sind. Mit einem Schuss herben Weißwein ablöschen.

Die Brühe nach und nach unter ständigem Rühren hinzugeben, damit der Reis gleichmäßig kocht und nicht klebt, bis die Brühe aufgebraucht ist.

Parmesan und Mascarpone dazugeben und gut vermischen. Mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken, die Kräuter dazugeben, nochmals vermischen und beiseitestellen.

Von den Kirschtomaten die Ranke mit einer Schere abschneiden und die Tomaten in vier gleiche Portionenteilen. Mit Olivenöl bestreichen und mit Salz würzen. Vier Minuten lang bei 220° C in den Ofen stellen, bis sie schön karamellisiert sind.

Für das Wintergemüse den Rosenkohl putzen und in Butter langsam ca. 20 – 25 Minuten garen. Danach ist er außen dunkelbraun bis schwarz und innen cremig. Sellerie, Möhren und Schwarzwurzeln putzen und in Stäbchen schneiden. Kurz blanchieren, danach 30 Minuten ruhen lassen. Den Rosenkohl aus der Butter nehmen, warm stellen und die Gemüsestäbchen, sowie die Frühlingszwiebel in der Butter anrösten. Mit einer Prise Salz abschmecken.

Den Zander zunächst mit Meersalz würzen. Mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen und mit reichlich Olivenöl beträufeln. Unter einem heißen Grill 4–5 Minuten garen, bis die Haut knusprig und das Fleisch durchgegart ist

Das Risotto noch einmal mit etwas Brühe erhitzen, um den Reis aufzulockern. Den gegrillten Zander mit dem warmen Kräuterrisotto, den gerösteten Tomaten und mit dem Wintergemüse anrichten.

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Rosenkohlrisotto mit knusprigem Salbei

Dieses Rosenkohl Risotto-Rezept ist ein perfektes Wohlfühlessen an einem winterlichen Abend. Sowohl langsam in Butter geröstete Rosenkohlblättchen als auch frische, rohe Sprossen werden unter den cremigen Reis gehoben. Vor dem Servieren wird das Risotto mit knusprigem Salbei garniert.

Die Menge Butter, die für dieses Rezept benötigt wird, ist nichts für schwache Nerven. Aber ehrlich gesagt, es lohnt sich, den Rosenkohl darin zuzubereiten! Außen verkohlte, knusprige Blätter und innen schmelzend klebrig, außerdem erhält man als zusätzlichen Bonus etwas nussige braune Butter, die man am Ende unter das Risotto rühren kann. Das Hinzufügen der zerkleinerten rohen Sprossen vor dem Servieren sorgt für die nötige Frische und einen schönen Farbtupfer.

Zutaten:
140 g Butter
600 g Rosenkohlröschen, alle verfärbten Außenblätter werden entfernt
2 Zweige Salbei
1 EL Olivenöl + 1 Stich gesottene Butter
1 große Zwiebel, gewürfelt
3 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
300 g Carnaroli-Risotto-Reis oder Arborio-Reis
200 ml Weißwein
600 ml warme Brühe, je nach Vorliebe vom Huhn oder Gemüse
50 g Parmesan, fein gerieben
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Wir nehmen 400 g vom Rosenkohl und schneiden die einzelnen Röschen in zwei Hälften.  In einer großen Pfanne 100 g Butter schmelzen. Sobald die Butter schäumt, die halbierten Sprossen und die Salbeiblätter dazugeben und auf mittlere bis niedrige Hitze reduzieren. Während wir das Risotto zubereiten, lassen wir das Gemüse langsam in der schäumenden Butter garen. Gelegentlich muss man alles umrühren.

Die restlichen rohen Sprossen fein schneiden und beiseitestellen.

Das Olivenöl mit einem Stich gesottene Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebel mit einer Prise Salz hinzufügen. Anschwitzen, bis die Zwiebel weich und glasig ist (ca. 5 Minuten). Den Knoblauch die letzte Minute hinzugeben,

Den Reis hinzufügen und einige Minuten lang umrühren, bis er zu rösten beginnt. Zu diesem Zeitpunkt den Weißwein hinzufügen und unter ständigem Rühren kochen, bis der Reis die ganze Flüssigkeit aufgenommen hat.

Nach und nach immer wieder eine Kelle warme Brühe hinzugeben.  Der Reis soll jedes Mal die Brühe aufsaugen, bevor die nächste Kelle hinzugegossen wird. Regelmäßig umrühren, um die Stärke aus dem Reis zu lösen und so ein cremiges Risotto zu erhalten.

Man sollte sich keine Gedanken machen, wenn die Rosenkohlsprossen beim Garen eine ziemlich dunkle Farbe annehmen – sie sollten außen knorrig und knusprig und innen butterweich sein.

Den Reis ab und zu probieren, um zu prüfen, ob er gar ist – möglicherweise benötigt man nicht die gesamte Brühe. Wenn der Reis perfekt ist, heben wir die zerkleinerten rohen Rosenkohlsprossen unter und rühren die restlichen 40 g Butter mit dem Parmesan unter. Die gegarten Sprossen und den knusprigen Salbei zusammen mit der restlichen gerösteten braunen Butter vorsichtig unterheben, dann mit einem Deckel abdecken und vom Herd nehmen und vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.

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Spaghetti cacio e pepe mit Insalata di Cedro

Spaghetti Cacio e Pepe ist eine der schönsten Grundzubereitungen für italienische Pasta. Man braucht nur drei Zutaten, cacio (Käse) und zwar Pecorino romano, pepe (Pfeffer) und eben Spaghetti. Trotzdem findet sich das Gericht selten auf Speisekarten oder in Kochbüchern. Für die Zubereitung brauchen die Nudeln viel Aufmerksamkeit, was im Restaurant oft nicht möglich ist. Aber zuhause sollte jeder ab und zu Spaghetti Cacio e Pepe kochen.

Das Rezept ist so einfach, dass es bei der Zubereitung auf jede Kleinigkeit ankommt. Die Spaghetti sollen viel Stärke ans Kochwasser abgeben, denn das leicht gebundene Kochwasser wird zur Basis der Käsecreme. Dafür eignen sich nur Pastasorten mit einer rauen Oberfläche. Die bekommen die Nudeln, wenn der Teig durch eine Lochscheibe aus Bronze gepresst wird, um die Spaghetti zu formen. Diese Nudeln bekommt man inzwischen überall. Auf der Packung steht: »trafilato al bronzo«.

Im Ristorante „Pepe et Maria“ in Ghislarengo hörte ich vom Koch das erste Mal, raue Nudeln sind typische Winternudeln. Ich hatte noch nie darüber nachgedacht, ob es so etwas wie Sommer- und Winternudeln überhaupt gibt, aber er hat völlig recht: Pasta aus der Bronze-Scheibe ist ideal für alle cremigen, gemütlichen Pasta-Rezepte, die gut zu einem Glas Rotwein am Kaminfeuer passen.

Auch der Käse soll natürlich schmecken, zusätzlich muss er aber cremig schmelzen, statt grieselig zu verklumpen. Ist der Pecorino zu hart, also sehr lange gereift, dann schmilzt er nicht mehr richtig. Ist er zu jung, schmeckt er nach nichts. Eine Reifezeit von etwa zehn Monaten scheint mir gut geeignet zu sein. Und es muss natürlich Pecorino romano sein, nicht etwa Schafskäse von der Konkurrenz aus Sardinien, denn das Rezept stammt aus Rom. Schwarzer Pfeffer ist wichtig für den Feinschliff: gewöhnlicher oder gar vorgemahlener Pfeffer macht die Pasta vor allem scharf. Ein aromatischer Pfeffer gibt den Nudeln eine zusätzliche Dimension. Der einfachste Trick, um sofort eine Klasse besser zu kochen ist oft ein guter schwarzer Pfeffer in der Pfeffermühle – bei cacio e pepe wird der Pfeffer noch wichtiger.

In der Küche geht dann alles darum, aus Kochwasser und Käse eine schöne Creme zu zaubern, dabei wird erstaunlich viel vom Kochwasser tatsächlich verbraucht. Zu Beginn gleich mal weniger Kochwasser nehmen, damit die Pastastärke schon das Wasser im Topf gut binden kann. Auch weniger stark salzen, damit das Kochwasser beim Einkochen nicht zu salzig wird. Den geriebenen Käse mit heißem Kochwasser verrühren, gleich mit den Spaghetti vermengen und auf keinen Fall noch einmal aufkochen. Während der letzten Minuten werden die Spaghetti wie ein Risotto behandelt, der elegante italienische Ausdruck dafür lautet »risottare la pasta«.

Als Cedro bezeichnen die Italiener die Zitronatzitrone. Auch wenn sie mit ihrer knorrigen Schale auf den ersten Blick nicht sofort für Bewunderung sorgt, so überzeugen doch der intensive Duft und der aromatische Geschmack der handballgroßen Frucht. 

Der Ursprung der Zitronatzitronen wird in Südostasien oder an den Füßen des Himalayas vermutet. Fest steht, dass die Cedro neben der Mandarine und der Pomelo eine der ältesten Zitrusarten ist. In historischen Aufzeichnungen findet man die Früchte an verschiedenster Stelle wieder: In Schriften von Alexander dem Großen wird die Cedro während der Eroberung des Altpersischen Reiches entdeckt und kategorisiert. Im Zuge der Eroberung Jerusalems fanden die Zitronatzitronen ihren Weg dann nach Europa, indem Migranten Pflanzmaterial nach Spanien und Südeuropa brachten. Später siedelten sich einige der Migranten in Kalabrien und Sizilien an, wo auch heute noch eines der Hauptanbaugebiete der Cedri ist.

Im Buddhismus und Judentum wird den intensiv duftenden Früchten eine rituelle Bedeutung zugeschrieben. Während Juden zum Laubhüttenfest makellose Zitronatzitronen als Etrog verwenden, geben Buddhisten die Früchte der Sorte Buddhas Hand Altargaben hinzu. Im chinesischen Brauchtum steht die Cedro für Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und wird häufig an Neujahr verschenkt.

Für den in Süditalien sehr beliebte Cedri-Salat werden die Früchte gründlich gewachsen und in dünne Scheiben geschnitten. Die Scheiben werden mit Salz, Pfeffer und hochwertigem Olivenöl beträufelt. 

Zutaten:
1 Cedri
Olivenöl
Salz
Pfeffer
½ Bund Petersilie

Zubereitung:
Die Frucht wird gründlich gewaschen und die ganze Frucht in feine ca. 2 mm dünne Scheiben geschnitten.

Olivenöl, Salz und Pfeffer verrühren, über die Scheiben geben und alles ca. 30 Minuten marinieren.

Jetzt die Petersilie waschen, gut abtropfen lassen, schneiden und zu den marinierten Scheiben geben.

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