Schweinebäckchen

 

 

 

 

 

 

 

Schweinebäckchen mit Wurzelgemüse, Staudensellerie und Linsen

Zutaten für 4 Personen:
8 Schweinebäckchen (das ist reichlich)
Butterschmalz
Verjus (in meinem Fall aus der Kartause Ittingen)
ein herber Weißwein
1 Bund Bratenkräuter
1 große Zwiebel
2 Möhren
2 Petersilienwurzeln
1 kleine Sellerieknolle
1 Pastinake
1/4 Staudensellerie
Linsen (vorgekocht mit Suppenkräutern)
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Schweinebäckchen im heißen Butterfett anbraten, die grob geschnittene Zwiebel und das Gewürzsträußchen dazugeben und mit etwas Verjus und Wein aufgießen und langsam (ca. 3 Stunden) schmoren. Eventuell muss man zwischendurch etwas Wein nachgießen.
Nach den drei Stunden habe ich das gerüstete, in Stücke geschnittene Wurzelgemüse dazugeben und alles noch 30 Minuten garen lassen. Ganz zum Schluss kamen die vorbereiteten Linsen hinzu.
Jetzt musste ich nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu gab es Drillinge mit Kümmel und grobes Salz in Butter geschwenkt.

 

Der Traum vom Kochbuch oder „Gesehene Sehnsucht: Baba au rhum“

Kurz nach dem Studium trat ich meine erste Arbeitsstelle in Basel an. Das war auch die Zeit, in der ich die Studentenkochgewohnheiten ablegte und nach neuen Inspirationen suchte. Bis heute haben sich allerdings einige dieser „kulinarischen Genüsse“ meiner Studentenzeit gehalten. Dann rümpft die Wilde Henne die Nase, aber versteht es liebevoll, dass ich alle viertel Jahr eine Schnitte Bauernbrot mit Bratensoße getränkt und einem oder zwei Spiegeleie(er) darauf brauche. Nun begann ich aber alle möglichen Kochzeitschriften zu lesen. Mein Lieblingslektüre war die Zeitschrift „Marmite“, der ich bis heute treu geblieben bin. Mein Traum aber war das Kochbuch “ Der große Pellaprat – Die moderne französische & internationale Kochkunst “ von Henri Paul Pellaprat. Und das kaufte ich mir von meinem ersten Gehalt. Leider hat es sich ein böser Mensch ausgeliehen und nie wieder zurückgegeben. Inzwischen habe ich wieder ein Exemplar, wenn auch nicht das selbige Buch. Einige Ausgaben früher. Es enthält leider noch nicht das schöne Foto eines „Baba au rhum“ der späteren Ausgabe – und in dieser Ausgabe heißt der baba au rhum auch noch savarin au rhum.
Ursprünglich wurde das berühmte Rezept vom „baba“ für den polnischen König und lothringischen Herzogs Stanislaw Leszczynski kreiert. Das Originalrezept aus dem Jahr 1850 wurde von verschiedenen renommierten Konditoren im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Wikipedia mutmaßt, dass der Name dieses französischen Kuchens vermutlich vom russischen Babuschka, kurz Baba für ‚Großmutter‘ entlehnt wurde.
Eine andere Legende* sagt: der russische Bäcker Nicolas Stohrer hatte 1725 eine Brioche aus Polen mit nach Hause gebracht. Leider trocknete die Brioche aus, weshalb er sie mit Malaga Wein begossen hat und mit Crème Pâtissière und Rosinen füllte. Der Kuchen wurde dem König Stanislaw serviert und nach dem Kosten nannte er ihn l´Ali Baba genannt. Übrigens die Tochter vom König Stanislaw heiratete Louis XIV und der Bäcker folgte ihr nach Versailles. Später eröffnete er seine Bäckerei in Paris. Mit der Zeit ist der Ali Baba ein Baba au rhum geworden. Er besteht nicht mehr aus Crème Pâtissière sondern wird mit Crème Chantilly (Schlagsahne) bedeckt und ist meistens ohne Rosinen. Quelle: leckereien-aus-frankreich.de/index.php/2013/01/28/baba-au-rhum.
Von diesen Geschichten gibt es verschieden Varianten. Eines bleibt in allen gleich, der erste baba wurde für den polnischen König gebacken. Der Name dieses leckeren „Etwas“ tauchte dann viel später wieder in den Asterix-Comics auf, wo ein Römerlager Babaorum heißt.
Nun sind viele Jahre vergangen, seit ich den Baba in jenem Buche sah und ich habe viele Varianten in verschiedenen französischen Cafés gegessen. Die beste von allen aber, bekam ich vor zwei, drei Wochen vom Vater der Wilden Henne serviert. Und nun habe ich mich selber ans Werk getraut.
In einem ersten Schritt bereitet man eine Hefeteig. Wenn er fertig gebacken ist – idealer Weise in einer Savarinform – bleibt er im optimalen Fall für 1 – 3 Tage liegen, damit er noch etwas austrocknet.
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Diese Savarinform fehlt noch in meinem Küchensammelsurium, aber muss nicht sein. Eine ganz normale Napfkuchenform tat gut ihren Dienst.
In einem zweiten Schritt bereitet man einen Zuckersirup mit Rum und Gewürzen nach Gusto zu, mit dem der Kuchen getränkt, oder besser, in dem der Kuchen ertränkt wurde.
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Damit ist der Baba au Rhum schon fertig. Vor dem Servieren gibt man noch Schlagsahne und idealerweise frisches Obst dazu.

Die Zutaten für den Teig:
250 g Mehl
70 g Butter
10 g Hefe
3 Eier mittelgroß
5 g Salz
20 g Zucker
90 g Vollmilch

150 ml Wasser
150 g Zucker
die Schale einer Bio Orange
eine dicke Zitronenscheibe mit der Schale
2 Sternanis
1 Zimtstange
1 Messerspitze Vanillemark (Oder man lässt eine bereits ausgeschabte Vanilleschote mitkochen)
75 g Rum
25 g Cointreau

Zubereitung:
Die Butter schmelzen und wieder so abkühlen lassen, dass sie noch flüssig ist.
Mit dem Mehl, der Milch und der Hefe ein „Dampferl“ bereiten.
Mit der Küchenmaschine unter Zugabe von Milch, Eier, Zucker und Salz einen Teig rühren.
Die Butter nach und nach zugeben, bis der Teig geschmeidig ist.
Der Teig soll nicht fest sein.
Einmal gehen lassen und noch einmal kurz kneten, dann in eine Savarinform oder Napfkuchenform füllen.
Hier erneut gehen lassen.
Bei 180° C ca. 35 – 45 Minuten backen. Die genaue Zeit ist von der Größe der Kuchenform abhängig.
Idealerweise backt man den Teig mindestens 24 Stunden vor dem Verzehr, besser noch ein bis zwei Tage früher.

Das Wasser mit den Gewürzzutaten und dem Zucker aufkochen.
Die Gewürze entfernen und den Zuckersirup, der entstanden ist, abkühlen lassen. Jetzt die Spirituosen zugeben.
Den Kuchen in diesen Sirup legen, eventuell nach einer Stunde einmal drehen, damit er sich vollsaugt.
Nachher auf einem Rost abtropfen lassen.

Vor dem Servieren Schlagrahm und frisches Obst dazugeben.

Spiegeleier auf Käsekruste – oeufs en croute nach Tante Melanie

Ein schnell und leicht zuzubereitendes Gericht sind Spiegeleier auf Käsekruste. Tante Melanie servierte sie als Vorspeise. Das ist aber ganz schön mächtig, und ich denke, dass diese Eier mit einem Salat eine kleine Mahlzeit ergeben.
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Zutaten:
125 g Semmelbrösel (Paniermehl)
125 g Butter (geschmolzen)
125 g Emmentaler (gerieben)
2 Eigelb
Salz und Pfeffer

Doppelt so viele Eier, als Esser vorhanden sind. Die Mengen im Rezept beziehen sich auf 4 Personen.

Zubereitung:
Bis auf die ganzen Eier verrühre man alle Zutaten gut und gibt es in eine flache feuerfeste Schüssel oder auf eib Backblech, je nachdem, was einem mehr behagt.
Im Ofen bei 180° C backen, bis die Masse goldgelb-bräunlich wird. Jetzt gibt man die Eier auf die Käsekruste, slazt nur den Dotter und besteut diesen mit wenig geriebenem Käse. Alles wird so lange gebacken, bis der Käse auf dem Dotter geschmolzen ist.

Nachgekocht aus „Die Küche meiner Tante Melanie“ von Manuel Gasser