Gerade jetzt im auslaufenden Jahr gibt es viele Termine. Hier ist ein idealer Eintopf für so geschäftige Tage, denn er kocht für sich alleine, ohne große Vorbereitungen und Aufmerksamkeit zu verlangen. Zutaten
3-4 EL gutes Pflanzenöl
2 Zwiebeln, geschält und grob gewürfelt
2 Karotten, geschält und in Scheiben geschnitten
2 Selleriestangen, gerüstet und in große Stücke geschnitten
1 x 400 g Tomaten (ganze Tomaten aus der Dose)
1 TL zerkleinerter schwarzer Pfefferkörner
2 frische Lorbeerblätter
2 Zweige frischer Thymian
1 EL Mehl
½ TL Cayennepfeffer
500 g gewürfeltes Rindfleisch zum Schmoren
500 ml Altbier
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Das Öl in einem großen, schweren Topf auf mittlerer Stufe erhitzen.
Die Zwiebeln, Karotten und Sellerie dazugeben und 4-5 Minuten dünsten, bis sie weich, aber nicht gebräunt sind.
Dann die Dosentomaten, die zerdrückten schwarzen Pfefferkörner, Lorbeerblätter und Thymian hinzufügen und weiter kochen. Dabei regelmäßig 3-4 Minuten lang umrühren.
Das Mehl, vermischt mit dem Cayennepfeffer, zugeben und weitere 2-3 Minuten kochen lassen.
Jetzt kommt das Fleisch zur Gemüse-Mischung und das Altbier angießen.
Alles zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren bis die Mischung köchelt und das für 3 Stunden. Dabei sollte man alle 20-30 Minuten umrühren bis das Rindfleisch weich genug ist, um mit einem Löffel geteilt zu werden.
Servieren Sie den Rindfleisch- und Altbiereintopf mit dicken Scheiben vom frischen Bauernbrot oder mit Kartoffelpüree und Gemüse.
Es ist Saison für Schwarzwurzeln. Ab Mitte Oktober bis zum beginnenden Frühling finden wir dieses Gemüse im Angebot. In der Arme-Leute-Küche genoss die Schwarzwurzel den Ruf als „leckeres Essen“. Weil sie so zart ist, erhielt sie im Ruhrgebiet den Namen Bergmannsspargel. In anderen Regionen wiederum wurde sie auch Spargel des kleinen Mannes oder Winterspargel genannt. Sie teilt ihr Schicksal mit Wirsing, Graupen und noch vielen anderen Lebensmitteln, die erst in den letzten Jahren von der Feinschmeckerküche wiederentdeckt wurden und inzwischen zum „feinen Essen“ zählen.
Die Schwarzwurzeln sind in Europa und Asien weit verbreitet und gehören wie der Löwenzahn zur Familie der Korbblütler. Die Garten-Schwarzwurzel kam erst im 17. Jahrhundert nach Mitteleuropa, wo sie Herbst in den Gärten leuchtend gelb blühen. Bevor man sie als Speise nutzte und entdeckte, dass ihr weißes Innere eine Köstlichkeit ist, wurden sie bereits als Medizin verwendet. Zu Zeiten der Pest glaubte man fest an die heilenden Kräfte von Schwarzwurzeln. Ferner verwendet man sie gegen Schlangenbisse – daher kommen ihre Beinamen „Vipernwurzel“ und „Schlangengras“.
Doch bevor man sie genießen kann, heißt es schrubben und schälen. Das geschieht am besten unter fließendem Wasser oder noch besser unter Wasser. Wenn man das nicht beachtet, hinterlässt ihr Saft hartnäckige braune Flecken und klebt beharrlich an den Fingern, Händen und Schürzen. Die geschälten Wurzeln muss man gleich in gesäuertes Wasser legen, damit sie die weiße Farbe behält, denn diese Wurzeln verfärben sich sogleich wieder dunkelbraun. Ein Löffel Mehl im Wasser hilft den Klebstoff zu binden.
Beim Kaufen soll man darauf achten, dass die Stangen nicht zu dünn, aber auch nicht zu dick sind. Sind sie zu dünn, bleibt kaum etwas übrig, denn sie müssen sorgsam geschält werden und sind sie zu dick, dann kann die Schwarzwurzel holzig sein. Schwarzwurzeln lassen sich hervorragend über einige Zeit in feuchtem Zeitungspapier eingeschlagen lagern.
Heute gibt es Schwarzwurzeln, leicht mit Estragon in Butter geschmort und mit Parmesan überbacken. Zutaten
500 g Schwarzwurzeln
etwas Butter
2 Schalotten
Estragon (frisch oder getrocknet)
Gemüsefond
Sahne
Muskat
Salz und Pfeffer
Parmigiano Reggiano *
Zubereitung
Die Schwarzwurzeln unter fließendem Wasser gründlich abbürsten, schälen und in fingerlange Stangen schneiden.
In einer Kasserolle die Butter erhitzen und die Schwarzwurzeln zusammen mit den fein gehackten Schalotten und dem Estragon darin andünsten. Mit dem Gemüsefond auffüllen und das Ganze etwa 20 Minuten sanft kochen lassen.
Danach die Sahne hinzufügen, mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Ganze in eine flache Auflaufform geben und mit gehobeltem Parmigiano Reggiano bedecken.
Unter dem Grill kurz überbacken, bis der Käse kleine hellbraune Bläschen wirft.
Dazu serviere ich ähnlich wie zum Spargel einen milden Schinken und kleine Kartöffelchen.
* Beim Kauf des als umgangssprachlich Parmesan bezeichneten Käse, sollte man auf Qualität achten (wie auch bei allen anderen Lebensmitteln). Der „Billigparmesan“, der unter allerlei Fantasienamen angeboten wird, darf es nicht sein. Er schmilzt zu schnell oder im schlimmsten Fall wird er hart und bröselig, auf jeden Fall wird er bitter.
Die Kumpels im Ruhrgebiet, die Bauern im Münsterland, ja eigentlich alle Westfalen waren fromme Menschen. So erfolgten die Zeitangaben meiner Urgroßmutter stets in Gebeten. Der Rührkuchen musste fünf „Vater Unser“ und fünf „Gegrüßet seist du Maria“ gerührt werden. Laut gebetet – damit man den Finger nicht in den Teig stecken konnte.
Ihr Glaube war bodenständig und so gestaltet, dass die Menschen ihn sich vorstellen konnten. In der Soester Kirche St. Maria zur Wiese zeugen die Kirchenfenster davon. Das letzte Abendmahl wird so dargestellt, wie es für einen Westfalen gewesen sein muss: mit einer Kanne Bier, mit einem Schweinskopf und einem Schinken auf dem Tisch.
Abendmahldarstellung in der Soester Kirche St. Maria zur Wiese
Ein traditionelles Gericht in Dortmund ist der Dortmunder Rosenkranz. Bratwürste mit Schieben. Die Bratwürste ersetzen sinnbildlich die Perlen dieser Gebetskette. Schieben, das sind die gebratenen Kartoffelscheiben. Manche Volkskundler glauben, dass der Name vom abendlichen Rosenkranzgebet der Familie stammt. Nach dem Gebet kam das Essen auf den Tisch. Kann auch stimmen, da ja auch noch andere Beziehungen zwischen leiblichen Genüssen und christlichem Glauben nachzuweisen sind. So sprach mein Urgroßvater vom Kornbranntwein stets als „das reine Wort Gottes“.
Dortmund Rosenkranz mit Schieben
Der Rosenkranz auf Dortmunder Art besteht aus geräucherten Mettendchen im Stück, mit denen man die Pfanne kreisförmig auslegen kann. In anderen Gegenden des Ruhrgebietes hält man sich an frische Mettbratwürste.
Zutaten
750 g speckig kochene Kartoffeln als Pellkartoffeln, am Tag vorher gekocht
1 Ring Bratwürste, geräuchert oder frisch
1/8 l Fleischbrühe
2 – 3 Zwiebeln
Salz
Zubereitung
Bratwurstring kreisförmig an den Rand einer großen Deckelpfanne legen und im heißen Fett anbraten, dann wenden, ihn kurze Zeit weiterbraten.
Kartoffeln abpellen und in dünne Scheiben schneiden, in die Mitte der Pfanne geben.
Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden, auf den Kartoffeln verteilen und 10 Minuten unter gelegentlichem Wenden anbraten, dann die heiße Fleischbrühe angießen, den Deckel fest verschließen und die Wurst mit den Kartoffeln garen.
In der Pfanne servieren.
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