Püree von gebratener Aubergine

Es ist Fastenzeit und ich will in den nächsten Wochen mehr vegetarische Gerichte auf den Tisch bringen. Früher, als die Kinder noch nicht studierten, war das selbstverständlich. Fl. hatte schon früh angefangen vegetarisch zu leben. Anfangs dachte ich ja, das lebt sich aus, aber dann respektierte ich das und nun ist er bereits seit über 20 Jahren Vegi. Und da fallen mir jetzt wieder Gerichte ein, die ich vor vielen Jahren im Südosten der Türkei aß. Eines hieß Kozde Patlican, was so viel wie „Auberginen über Kohlen“ heißt. Wenn man es über guter Holzkohle zubereitet, hat es einen wunderbaren rauchigen Geschmack.
diyarbakir_brot
Diesmal habe ich es im Backofen zubereitet und es schmeckte auch sehr gut. Man kann es als Vorspeise nehmen oder am Abend als Hauptgericht mit frischem Fladenbrot. Am besten schmeckt es noch war.
auberginenpueree
Zutaten
1 große Aubergine
1 mittelgroße Tomaten
2 lange grüne Paprika
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 kl. Bund glatter Petersilie
1 TL Salz
1 TL gemahlener Paprika Flocken (Pul Biber)
1 EL Olivenöl
1 Zitronenspalte

Zubereitung (im Backofen)
Ich lege die Aubergine, die Paprika und Tomate auf einen Grill und gare sie bei 175° Oberhitze ca. 45 Minuten. Wenn die Aubergine weich ist, nehme ich alles aus dem Ofen und schäle die verkohlte Haut.
Dann wird alles ganz feingehackt und zusammen vermischt.
Den Knoblauch und die Petersilie fein hacken und mit den Gewürzen, Zitronensaft und Olivenöl unter die Auberginen-Paprika-Tomaten-Masse arbeiten.

Einfach, aber wunderbar!

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Satir et

satiretAuf meiner letzten Reise mit dem Auto nach Istanbul kam ich von Erdirne her. In der Umgebung von Kesan wurde ein spezielles Fleischgericht angeboten, welches Satir et heißt. Das bedeutet einfach „Hackfleisch“ und wird dort in mehreren Restaurants an der Straße verkauft. Der Geschmack des Fleisches ist wirklich köstlich und etwas ganz Besonderes.
Das Gericht und die Umgebung von Kesan sind so eng miteinander verknüpft, dass die lokale Regierung eine eigene Webseite schuf, um Satir et und die Restaurants in der Umgebung zu fördern.
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Wie dieses Hackfleisch zubereitet wird ist nicht ganz einfach. Eine ganze Milchlamm wird auf einem Spieß über Eichenholzkohle gebraten, dann in kleine Stücke zerhackt, danach in einer großen Pfanne weiter am Grill gebraten, bis sich außen eine schöne Kruste gebildet hat. Nichts anderes, nur das Fleisch mit Salz und Rauch. Jeder Bissen, saftig und würzig, war eine Offenbarung.
Daheim wird man es kaum nachkochen können. Doch sollen Sie einmal mit dem Auto in die Türkei fahren und in die Umgebung von Kesan kommen, sollten Sie Satir et versuchen.

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Micken

Micken sind eine Art Hefeteigbrötchen, einst traditionelles Sonntagsgebäck in vielen Ruhrgebietsfamilien. Sie schmecken frisch am besten, und zwar entweder „ohne alles“ oder mit Butter und Konfitüre bestrichen.
Beim Backen werden sie eng aneinander gesetzt und lassen sich so problemlos in Stücke teilen. Woher der Name kommt ist nicht ganz geklärt, denn ansonsten versteht man unter Micken entweder das Bauchfett vom Schwein oder eine kleine Astgabel. Auf jeden Fall nicht von mickerig!

Marxloh

Marxloh


Zu den Micken gibt es auch einen Abzählreim, von denen wir Kinder damals eine Unmenge kannten:

Ene mene micken macken,
eene Fru, de kunn nich kacken,
nimmt ‘n Stock,
bohrt ‘n Loch,
schit ‘n halben Heringskopp.

Zutaten
500 g Mehl
30 g Hefe
1/4 l Milch
65 g Zucker
65 g Butter
1 – 2 Eier
1/2 TL Salz
etwas Fett für die Form
30 g Butter zum Bestreichen

Zubereitung
Mehl in eine Backschüssel geben und in der Mitte eine Vertiefung eindrücken, die zerböckelte Hefe mit einem Teelöffel Zucker hineingeben, mit etwas lauwarmer Milch übergießen und mit etwas Mehl zu einem flüssigen Vorteig verrühren, der zugedeckt etwa dreißig Minuten gehen muss.
Danach mit den übrigen Zutaten zu einem glatten Hefeteig verarbeiten. Den Teig mit einem Kochlöffel schlagen, bis er sich vom Schüsselrand löst. (Mit der Hand kneten geht auch.)
Längliche Teigstücke abtrennen und formen, dicht nebeneinander in eine gefüllte Backform setzen. Nochmals gehen lassen, dann ca. 1/2 Stunde bei 200° C backen. Kurz vor Schluss mit zerlassener Butter bestreichen.

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