Nachgebacken: Milchreiswaffeln

Vor ein zwei Wochen fand ich das erste Mal den Weg zum Blog von Schlammdackel. Im Selbstverständnis schreibt sie: „Ich bin ein Food-Nerd. Morgens denke ich als erstes daran, was ich am Abend kochen kann und abends lese ich im Internet nach, was die anderen so gekocht haben.“ Irgendwie sind wir Seelenverwandte. Inzwischen gehört dieser Blog zu meinem täglichen „must“. Hier ein herzliches Dankeschön an Schlammdackel.
Begonnen hatte alles mit den Milchreiswaffeln. Ich habe sie sofort ausprobiert. Einfach wundervoll. Wieso bin ich nie selber auf diese Idee gekommen? Gestern gab es sie zum zweiten Mal. Hier das Rezept (wie ich sie backe):
reiswaffel
Zutaten
175 g Milchreis
750 ml Milch, eventuell etwas mehr
1 Prise Salz
3 Eier
50 g brauner Rohrzucker
80 g Mehl
3/4 TL Backpulver
1 EL Vanilleextrakt
1 Msp. Zimt
wenig Butter für das Waffeleisen

Zubereitung
Die mit Salz und Zucker Milch auf den Siedepunkt erhitzen, aber nicht aufkochen. Milchreis hineinrühren. Bei schwacher Hitze quellen lassen und dabei immer mal wieder umrühren. Eventuell etwas Milch dazugeben, falls er zu fest wird.
Danach lasse ich ihn auf der (abgeschalteten Herdplatte) nachquellen und auskühlen.
Wenn er ausgekühlt ist, arbeite ich das Mehl, die Eier und den Zimt unter den Milchreis.

Ich habe mit einem belgischen Waffeleisen gebacken. Die sind von der Fläche her größer, und dann ergibt die Menge ca. 8 Waffeln.

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Quarkklößchen mit Spinat und Salbeibutter

Ein wunderbar leichtes Gericht für den Frühling (der hoffentlich bald kommt). Und ein schnelles Gericht, dass auch Kinder, die ansonsten Spinat ablehnen, mögen.

Vor allem sollte man dafür trockenen Topfen bekommen. Trockener Topfen ist im Prinzip Quark, der viel Flüssigkeit verloren hat. In Ungarn, Österreich und auch weiteren Teilen der Alpenländer findet man ihn beim Milchhändler. Um ihn selber herzustellen, kaufe ich Magerquark, den ich in ein Tuch eingeknotet über Nacht über einer Schüssel hängen lasse. So verliert er einiges an Flüssigkeit. Wenn ich eine höhere Fettstufe wünsche, rühre ich später Sahne unter. Aber auch hier heißt es erst einmal beim Einkaufen aufgepasst. Es muss Quark sein und nicht eine Quarkzubereitung. Ja, dass sieht man nicht unbedingt auf den ersten Blick, da verschweigen die Hersteller gerne. Quarkzubereitungen haben oft Wasser, Magerjoghurt und ähnliches als „Streckmittel“, um ihn cremiger zu machen, aber auch Bindemittel, damit die Flüssigkeit sich nicht absetzt. Generell gesagt: Müller-Milchprodukte und Co. nimmt am besten nicht. Auch hier empfehle ich generell Demeterprodukte. Sollte man wirklich echten Ricotta bekommen, kann man den natürlich auch nehmen. Aber auch hier gibt es Ricotta und Ricotta und man sollte genau lesen, was hinten so kleingedruckt auf der Packung steht. Ich persönlich schätze Frischkäse aus Russland, der einem guten Ricotta sehr nahe kommt und den ich hier verwendet habe.
frischkaese-und-spinat
Zutaten
500 g trockener Topfen
250 g Spinat
2 Eier
Mehl ca. 75 g (das kommt immer auf die Saugfähigkeit des Mehls an)
Salz, Pfeffer und Muskat
Parmigiano Reggiano gerieben – soviel man mag
Butter
frischer Salbei
quark_spinat
Zubereitung
Der Topfen, die Eier und das Mehl zu einem Teig verarbeiten, der nicht allzu weich sein sollte. Den Spinat blanchieren, fein hacken und feste, ganz feste auspressen. Dann den Spinat unter die Teigmasse heben. Den teig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und abschmecken.
Wasser erhitzen (große Töpfe sind immer von Vorteil) und leicht salzen. Vom Quarkteig Klößchen abstechen und im leicht simmernden Wasser ziehen lassen, bis sie oben schwimmen. Mit dem Schaumlöffel herausheben, gut abtropfen lassen.
Die Butter erhitzen, leicht salzen und die Salbeiblätter darin leicht braten und über die Quarkklößchen geben.

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Ramen – und noch einmal Suppe

Bereits vor wenigen Tagen habe ich über den japanischen Kultfilm „Tampopo“ geschrieben. Wie es der Zufall wollte, fand ich frische „Ramen“.
ramenkombi
Ramen (jap. ラーメン) sind eine japanische Nudelsorte. Sie stammen ursprünglich aus China und kamen erst im 19. Jahrhundert nach Japan. Dort sind sie seitdem ein fester Bestandteil vieler Gerichte. Das bekannteste ist das gleichnamige Ramen, einer Brühe mit Ramen und verschiedenen anderen Zutaten.
Die Nudeln werden aus Weizenmehl, Salz und Wasser hergestellt. Meist wird ihnen auch noch Kansui beigemischt. Das ist besonders Kalium- und Natriumcarbonat haltiges Wasser, welches den Nudeln ihre Farbe und ihren besonderen Geschmack verleiht.
ramen_suppe
Als Suppengrundlage habe ich eine Brühe aus Huhn, Rinderknochen und Wurzelgemüsen verwandt, die mit Sojasauce von Kikoman gewürzt wurde. Für die Einlage habe ich gebratenen Chinakohl, feine Zwiebelscheibchen und Mongobohnensprossen genommen. Weitere Einlagen waren doppelt gebratenes Schweinefleisch in dünnen Scheiben und (eher zu Dekoration) kurz gebratene Scheibchen einer roten Spitzpaprika sowie etwas Grün von der Staudensellerie.

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