Gebrannte Mandeln

Advent, das ist die stillste Zeit im Jahr, wie es im Liede heißt. Es ist die Zeit der frohen Zuversicht und gläubigen Hoffnung.
Nur in der Küche ist es nicht unbedingt die stillste Zeit, wenn das Kleingebäck oder sonstige Naschereien zur Weihnacht vorbereitet wird.
In meiner Kindheit duftete es nach Wachslichtern und angesengten Tannenzweigen, nach Bratäpfeln und Weihrauch. Den Weihrauch ließ die fromme Großmutter erglimmen, kleine Stückchen der Tannenzweige durfte ich auf die Herdplatte legen, damit er seinen Duft verbreitet. Aber noch besser als die Tannenzweige oder die Wachslichter duftete das frische Spritzgebäck, die Spekulatius und der Geruch nach Vanille und Zimt. Die Gewürze brauchte die Großmutter für gebrannte Mandeln, die es sonst nur zu „Simjü“ auf der Kirmes gab. „Simjü“ ist der Festtag von Simon und Juda.
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Auf dem Weihnachtsmarkt in Überlingen gab es dieses Jahr keine gebrannten Mandeln, so musste ich sie selber machen.
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Zutaten:
400 g Mandeln
300 g brauner Zucker (weißer Zucker tut es auch)
1/2 EL Zimt
1/2 TL getrocknete, geraffelte Pommeranzenschale
das ausgeschabe einer Vanilleschote (ich nehme natürlichen Vanilleextrakt)
1 Msp. Piment d’Espelette
1 Msp. Nelkenpfeffer
1/2 Tasse Wasser
Puderzucker

Zuberatung:
Das Wasser und alle anderen Zutaten in einen Topf oder eine Pfanne geben und erhitzen. Die Mandeln dazugeben und immer wieder rühren. Weil ich faul bin, nehme ich meinen Polentatopf, der ein elektrisches Rührwerk hat. Wenn das Wasser nahezu verdampft ist, zieht der geschmolzene Zucker Fäden. Jetzt braucht es nicht mehr lange und die Mandeln überziehen sich mit der Karamellmasse.
Jetzt nimmt man die Mandeln aus dem Topf und gibt sie zum Auskühlen auf ein Backpapier, das vorher mit Puderzucker bestreut wurde. Alles noch einmal mit Puderzucker bestreuen und auskühlen lassen.
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Gobhi Gobhi – Blumenkohl nordindische Art

Das Gericht, das ich heute vorstelle, kommt aus der Region Nordindien / Pakistan. In einschlägigen Restaurants wird manchmal Alu Gobhi serviert, was wörtlich übersetzt Kartoffeln Blumenkohl heißt. Seinen Reiz erhält es durch die südasiatischen Gewürze. Gobhi Gobhi ist dagegen ausschließlich Blumenkohl, also Blumenkohl und Blumenkohl. Die Zubereitung ist relativ einfach, die Gewürze sind nicht so ausgefallen, dass man sie nicht bekäme. Alles in allem ein schnelles praktisches Gericht, dass einen indischen Flair in die Küche bringt.
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Zutaten für 4 Personen
2 EL Pflanzenöl
1/4 Teelöffel Kurkuma
1/2 TL Kreuzkümmelsamen (ganz)
1 EL frisch geriebener Ingwer
1 EL frisch geriebener Knoblauch
1 grüne Chilischote, in zwei Hälften geteilt, Samen und Rippen entfernt
2 kleine Köpfe Blumenkohl, in Röschen geteilt
Salz
1 EL Butter (weich)
1/4 Tasse gehackter frischer Koriander (ersatzweise Petersilie)

Zubereitung
Das Öl in einer großen Bratpfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Wenn das Öl simmert, Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer, Knoblauch und die Chilischote hinzufügen. Für ca. 30 Sekunden braten, bis die Gewürze duften. Jetzt geben wir den Blumenkohl dazu und würzen mit Salz.
Eine Tasse Wasser zu 2/3 gefüllt zugeben und einen Deckel auflegen. So mit Wasser bedeckt das Ganze für 10 bis 12 Minuten leicht köcheln lassen, bis der Blumenkohl weich ist.
Den Deckel vom Topfes nehmen und das Restwasser bei großer Hitze verdunsten lassen. Die Hitze reduzieren und den Blumenkohl in der trockenen Pfanne in ca. 5 bis 7 Minuten eine goldene Farbe annehmen lassen. (Dabei ab und zu die Pfanne schütteln.)
Die Butter und Koriander hinzufügen und servieren.

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Gänselebermousse

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Um Martini herum werden die Gänse geschlachtet, und auf dem Markt ist dann auch Gänseleber feil. Dieses Jahr hatte ich das Glück, noch in der ersten Dezemberwoche frische Gänseleber zu bekommen und habe sie zu einem Mousse verarbeitet. Ein Rezept, bei dem der Gewürzschrank einmal in die Vollen geben durfte!

Zutaten
500 g Gänseleber
125 g Butter
1 Prise Majoran
1 Msp. Curcuma
1 Msp. Koriander
1 Msp. Senfmehl
1 Msp. Paprika (edelsüß)
1 Msp. Ingwer
1 Msp. Zucker
1 Msp. Cardamom
1 Msp. Zimt
1 Msp. Muskat
1 Msp. Fenchel
1 Msp. Nelken (gemahlen)
1 Msp. Sternanis
1 Msp. weißer Pfeffer
1 Msp. Piment d’Espelette
20 ml Cognac
40 ml Madeira
Salz

Zubereitung
Die Gänseleber in kleinere Stücke schneiden und in der geschmolzenen Butter bei möglichst niedriger Temperatur längere Zeit garen. Die Zeit hängt effektiv von der Temepratur ab. Ich habe beim Herd die unterste Stufe gewählt und die Gänseleber ca. 45 Minuten gegart.
Die Gewürze – und hier hat jeder die Möglichkeit zu variieren – Madeira und Cognac zugeben und mit dem Pürierstab zu einem Mousse verarbeiten. Jetzt das Salz dazugeben und abschmecken. Im verschlossenen Einkochglas hält sich das Mousse für ca. 3 – 4 Wochen im Kühlschrank.

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