Es hat 37° C im Schatten – und das in der zweiten Juniwoche. Alles ist schlapp, ich am meisten. Ich würde ja nur ein großes kühles Glas trinken und vielleicht etwas vom Erdbeer-Capaccio mit Basilikumsorbet. Nun kommt aber meine liebe Freundin Marija und da will ich doch etwas „ordentliches“ richten.
Kurzentschlossen entscheide ich mich für Backhendl aus dem Heißluftherd mit diversen Salaten. Zutaten für 2 Personen:
4 Unterschenkel vom Freilandhahn (aus dem Tiefkühler)
etwas Mehl
1 Ei
Semmelbrösel
Kokosfett (ausgelassen)
Würzmischung aus Paprika edel-süß + Paprika scharf, Salz, schwarzer Pfeffer, Piment, Muskat, etwas gerebbelter Estragon mit 1 TL Öl
Zubereitung:
Den Backofen auf 150° C vorheizen.
Aus der Würzmischung eine Paste herstellen und die Hühnerschlegel damit einreiben. 30 Minuten die Gewürzmischung einziehen lassen.
Die Schenkelchen panieren, mit dem flüssigen Kokosfett beträufeln und in den vorgeheizten Backofen legen.
Nach 15 Minuten die Temperatur auf 100 ° herunterfahren und je nach Größe der Schenkel noch 25 – 30 Minuten backen.
Als Salate gab es Gurke mit Dill und Sauerrahm – ein schneller Kartoffelsalat – Tomaten mit Basilikum und Vinaigrette
Shakshuka, die berühmte nordafrikanischen Eierspeise in der Pfanne, wird traditionell mit einer kompakten, gut gewürzten Tomatensauce gemacht. Was ich an Shakshuka schätze, ist seine Vielseitigkeit. Man kann so ziemlich jedes Gemüse anbraten, Eier darüber geben und man hat eine schnelle köstlich Mahlzeit. Für diese leichte grüne Version habe ich die Tomaten gegen verschiedene sautierte grüne Gemüse ausgetauscht. Ich kann mir auch vorstellen, dass es gut mit Pilzen oder Auberginen schmecken würde.
Ideal ist für dieses Gericht eine guss- oder schmiedeeiserne Pfanne, da man sie leicht von der Herdplatte direkt in den Ofen geben kann.
Spinat und Mangold kurz blanchieren, den Lauch und Sellerie anbraten, den Knoblauch und das blanchierte Gemüse dazu in der Pfanne erhitzen, den Feta zerbröckeln und dazugeben, die Eiern darüber schlagen und ab in den Ofen. So einfach und so lecker.
Dieses Rezept war eigentlich für den Sonntagsbrunch gedacht, andererseits ist es eine schnelle Mahlzeit sowohl am Abend als auch Mittags während der Woche. Mit einem guten Stück Brot ist es eine komplette Mahlzeit. Grüner Shakshuka
Zutaten für 4 Personen
1 EL Olivenöl
2 Stangen Lauch, längs halbiert und in dünne Scheiben geschnitten
1 Stange Sellerie, in Scheiben geschnitten
3 Knoblauchzehen, gehackt
1 grüne Peperoni
1 Bund Mangold, in 1/2 cm schneiden Bänder
1 Tasse Spinat
1/2 Zitrone
1/2 Esslöffel getrockneter Oregano
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer
1/4 Tasse zerbröckelte Feta-Käse
4 Eier
Zubereitung
Ofen auf 180° C. vorheizen
Das Olivenöl bei mittlerer Hitze in der Pfanne erhitzen. Den geschnittenen Lauch und Sellerie ca. 5 Minuten schmurgeln. Den in Scheiben geschnittenen Knoblauch und die grüne Peperoni für weitere 3 Minuten mit anbraten.
Das blanchierte Blattgemüse, das in feine Würfel geschnittene Fruchtfleisch der Zitrone, Oregano und Kreuzkümmel zufügen und mit Salz und Pfeffer. Vorsicht mit dem Salz, denn der Feta , der noch kommt, ist ebenfalls salzig. Kurz alles anziehen lassen und dann den zerbröckelte Feta über diese grüne Gemüsemischung geben und vorsichtig die Eier aufschlagen und mit etwas Abstand voneinander hineingeben. Jetzt kann man noch etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer darüber geben.
Die Pfanne in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 7 bis 10 Minuten backen. Mit Fetabröckchen bestreuen und sofort mit frischem knusprigem Brot servieren.
Die Zeit zum Grillen im Garten hatte begonnen und zur Saisoneröffnung fand dazu eine Weinprobe im kleinen Kreis stattfinden. Das Wetter war dieses Jahr sehr zeitig warm und alles stand schon in Blüte. Der Tisch wurde festlich gedeckt und Fliederblüten fürs Dessert, die schon am Nachmittag vom Waldrand geholt wurden, warteten darauf, zum Dessert verarbeitet zu werden. Ihr Duft durchzog das Haus und wetteiferte mit den Gartenblumen.
Eine Weinprobe mit Grill – diverse italienische Weine, Entrecote vom irischen Weiderind, dazu Portweinschalotten und kleine junge Kartöffelchen. Später gab es Holunderstrauben gebacken mit Holundersorbet. Zum Abschluss eine Käseauswahl. Beim Rezept für die Portweinschalotten hielt ich mich ganz an Vincent Klink, der in seinem Buch „Meine Küche“ so schön sagt:
„Bei Portwein gibt es enorme Unterschiede, auch im Preis. Für die Schalotten genügt ein junger preiswerter Portwein. Sehr gut harmoniert es dagegen, wenn man beim Kochen einen alten Vintage dazu trinkt“.
Zutaten für die Portweinschalotten für 4 Personen:
4 Zweige Thymian
8 Schalotten
2 EL Olivenöl
Salz
4 EL Himbeeressig
1 Lorbeerblatt
1/4 l Portwein
Zubereitung:
Den Thymian waschen und trocken schütteln. Die Blättchen abstreifen. Die Schalotten schälen, und wenn sie sehr groß sind, etwas zerkleinern.
Die Schalotten in Olivenöl andünsten und salzen. Himbeeressig, Lorbeerblatt, Thymian und Portwein zufügen. Die Flüssigkeit aufkochen und so lange einkochen lassen, bis die Schalotten von einer Art Sirup umgeben sind. Das Lorbeerblatt entfernen. Die Weine der Weinprobe
Zur Begrüßung gab es im Stehen ein Glas Prosecco von Bisol. Dieser Prosecco Crede Cru ist von glanzklarer, heller strohgelber Farbe; feines, reichhaltiges und besonders nachhaltiges Perlage, sagt der Prospekt. Genau das empfanden wir auch. Er zeichnet sich durch eine angenehme Fruchtigkeit und Harmonieaus und wurde allseitig gelobt.
Danach folgten zwei Rotweien aus dem Piemont von Michele Chiaro.
Zuerst ein Barbera: La Court Barbera d’Asti Superiore Nizza Jahrgang 2011.
Das Weingut La Court liegt in Castelnuovo Calcea, inmitten des Herzstücks del “Nizza”-Appellation. La Court ist der piemontesische Name für eines der drei zum Gut gehörigen Gehöfte mit den beiden magischen Hügeln, auf deren Gelände der Kunstpark “Orme su La Court” geschaffen wurde.
Der Winzer selber schreibt: „Der Barbera “Nizza” La Court entsteht nur in Jahrgängen, die wird als hervorragend erachten.“ – erwarteten wir auch entsprechenden Wein, der uns dann nicht enttäuschte. Im Glas entfaltete sich ein ein komplexes, delikates, umhüllendes Duftvergnügen. Anklänge an Kirschen, schwarzen Beerenfrüchten, Schokolade und Kaffee. Der Wein war ein ansprechender Tropfen, von dem wir gerne mehr degustiert hätten.
Der zweite Rote des Abends war dann ein Barolo Cerequio von 2010. “Die im Gebiet um Cerequio schönste Ansammlung außergewöhnlicher Lagen, die die Langa vorzeigen kann.” schreibt der Atlante delle vigne di Langa, herausgegeben von Carlo Petrini – Slow Food Editore,1990. Cerequio steht im Ruf, einer der“ganz Großen“ unter den historischen Crus der Langa zu sein. Alle Klassifizierungen – Fantini 1880, Ratti 1961, Slow Food Editore 1990, Veronelli 1996 – platzieren ihn an die Spitzen der Barolo-Weinlagen. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen.
Der Wein sprach an, die Farbe war ausgeglichen und der Duft intensiv. Aber er hätte gut noch einige Zeit lagern können, um die nicht unangenehme Säure besser zu kompensieren.
Beim Käse wechselten wir zu einem Amarone Valpolicella Classico D.O.C. Jahrgang 2010 aus dem Weingut Villa Girardi. Wenn man sich in der Qualität im Laufe des Abends steigern sollte, so haben wir es hiermit getroffen. Im Glas ein intensives Rubinrot mit purpurnen Reflexen. Ein besonders feiner Duft mit Noten von reifer Kirsche und Pflaume und am Gaumen samtig, vollmundig mit einer ausgeprägten Rosinennote, wie man es von einem guten Amarone erwartet. Dieser Wein ließ keine Wünsche offen und erfüllte alle Erwartungen.
Der Abend war lang und es war schon sehr kühl, als wir uns zum Abschied auf einen Espresso noch einmal im Haus zusammenfanden. Resümierend ist zu sagen: Ein angenehmer Abend.
Kennt Ihr den DUT? Das ist der "Digitale Unabhängigkeitstag".
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Bei mir läuft inzwischen LINUX!
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