Chicorée gefüllt mir Birne, ummantelt mit Bauernschinken und überbacken mit Tomme Vaudoise

Mein Beitrag zum Blog-Event „Schweizer Käsesehnsucht“.
Blog-Event CII - Schweizer Käse Sehnsucht (Einsendeschluss 15.10.2014)
In diesem Rezept vereinen sich drei für sich zwei wunderbare Lebensmittel. Und in Ihrer geschmacklichen Unterschiedenheit, vereinen sie sich zu einem neuen Geschmackserlebnis.
Das eine ist die Chicoree. Ursprünglich wurde aus ihrer Wurzel der Zichorienkaffe gewonnen. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckte man, wie köstlich ihr leicht bitteres weißes Laub schmeckt.
Ungefähr zur gleichen Zeit, wird der Tomme Vaudoise erwähnt. Er ist ein Weichkäse aus der Region Genfer See. Er ist fast ein Gegenstück, wenn er jung konsumiert wird. Sein Geschmack ist rund, mild, zart schmelzend. Gereift entfaltet er ein wunderbares rustikales Aroma.
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Die Chicorèe und den Tomme Vaudoise wollte ich zusammenbringen. Dazu habe ich das Gemüse noch mit einer Scheibe Birne gefüllt, um das Ganze saftiger zu gestalten und in milden Bauernschinken (luftgetrockneter Schinken aus Westfalen) umhüllt.

Zutaten für 4 Personen:
4 Chicorèe
4 Scheiben Birne (Abate oder Alexander Birne)
4 große Scheiben Bauernschinken
200 g Tomme Vaudoise
1/4 l Weißwein
30 g Butter
2 Schalotten
1/2 TL Gewürzmischung Café de Paris
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Chicorèe putzen und in der Mitte längs teilen.
Die Hälften in dem Weißwein vor-, aber nicht durchgaren. Danach in eine Sieb legen, damit die überschüssige Flüssigkeit abtropfe.
Eine Birne in ca. 5 – 10 mm starke Scheiben schneiden und zwischen die geteilten Chicorèe legen.
Alles mit dem Schinken ummanteln, damit es nicht zerfällt.
Die Schalotten fein würfeln.
Flüssige Butter mit den Schalottenwürfeln in eine Auflaufform geben und die Chicorèe-Birnen-Päckchen darauf setzen.
Für 20 Minuten im 180° C heißen Backofen garen.
Die Chicorèe-Birnen-Päckchen herausnehmen und oben auf jeweils 50 g in Scheiben geschnittenen Tomme Vaudoise geben und unter dem Grill überbacken.
In der Zwischenzeit den ausgetretenen Saft mit der Butter und den Schalotten in einer kleinen Pfanne mit etwas Weißwein angießen. Café de Paris zugeben und so weit reduzieren, dass eine cremige Sauce entsteht. Mit wenig Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.

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Apfelklöße mit Johannisbeersauce

Klöße und Knödel spielen in der westfälischen Küche keine große Rolle. Doch Apfelklöße wurden gerne als Fastengericht serviert. Bereits Henriette Davidis hat sie in ihrem Kochbuch beschrieben. Allerdings nahm sie kein Mehl, sondern schlägt geriebenes Weißbrot vor. Wir haben daheim Apfelklöße immer als Dessert mit einer fruchtigen Sauce serviert. Das war als Fastenspeise unüblich. Als solche wurden die Apfelklöße als Hauptgang mit einem Salat oder einer Suppe aufgetragen.
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Die Menge im folgenden Rezept ist für ein Dessert gedacht. Wer es als Hauptspeise möchte, verdoppelt die Mengen der Zutaten.

Zutaten:
25 g Butter
15 g Zucker
1 Prise Salz
die abgeriebene Schale einer halben Zitrone
1 Ei
180 g Mehl
1/4 TL Backpulver
etwa 1/2 Tasse Milch
250 g Äpfel
Zucker zum Bestreuen

für die Sauce:
1/4 l Johannisbeersaft
25 g Zucker
1/2 Stange Zimt
1 Gewürznelke
10 g Speisestärke

Zubereitung:
Butter, Zucker und Salz schaumig rühren, Eie und Zitronenschale dazugeben und schließlich das mit dem Backpulver vermischte Mehl unterheben. Dann die Milch – dass muss so viel sein, dass der Teig schwer vom Löffel reißt.
Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und auf einer groben Raffel klein reiben und unter den Teig mischen.
Wasser zum Sieden bringen und mit einem mittelgroßen Löffel Klöße vom Teig abstechen und ins Wasser gleiten lassen. Wenn sie gar sind, steigen sie nach oben und werden herausgenommen.
Abtropfen lassen und mit Zucker bestreuen.

Für die Johannisbeersauce erhitzen wir den Saft mit dem Zucker und den Gewürzen. Die kalt angerührte Speisestärke dazugeben und die Sauce auskühlen lassen. Sie wird zu den warmen Apfelklößen serviert.
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Kabeljaufilet mit Kräuterkruste auf einem Bett aus cremigen grünen Linsen aus Le Puy

Jetzt geht der Sommer zu Ende und ich freue mich schon auf den Rücken vom Skrei, dem Winterkabeljau. Vorerst muss ich aber noch mit den jetzigen Kabeljaufilets vorlieb nehmen. Dafür nehme ich die Rückenfilets, denn diese sind praktisch grätenfrei. Kabeljau gehört eindeutig zu den Fischen, die ich sehr gerne zubereite. Das fiel mir heute auf, als ich nachschaute, welches Kabeljaurezepte ich schon verbloggt hatte.
Und ebenso gerne, wie ich Kabeljau mag, liebe ich Linsen. Kabeljau auf Linsen ist eine einfache, aber schmackhafte Kombination, die als Vorspeise oder als Hauptmahlzeit geeignet ist.
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Zutaten
4 x 200g Kabeljaufilet Rückenfilets
Kräuterkruste:
6 Scheiben Weißbrot in Scheiben geschnitten Medium
50 g ungesalzene Butter
1 TL gehackte glatte Petersilie
½ TL gehackter Dill
½ TL gehackter Schnittlauch
Salz und Pfeffer
cremig Puy-Linsen:
300 g Puy-Linsen
50 g Butter
1 weiße Zwiebel fein gewürfelt
1 große Karotte, geschält, längs geviertelt und in feine Scheiben geschnitten
1 Stange Sellerie, aufgeteilt längs in feine Scheiben geschnitten
1 Knoblauchzehe, zerdrückt 1 TL gehackter frischer Thymian 1 TL gehackte glatte Petersilie
½ TL gehackter frischer Thymian
1 Lorbeerblatt
100 ml Weißwein
200 ml Sahne

Zubereitung
Kräuterkruste:
Die Butter schmelzen
Vom Brot die Krusten entfernen und klein schneiden und in einer Küchenmaschine zu Brotkrumen zerreiben. Die zerlassene Butter und die Kräutern hinzufügen.
Es soll eine schöne homogene Masse ergeben, die wir abschmecken und dann mit einem Dressiersack auf ein Blatt Backpapier geben, ein zweites Blatt darauf setzen und auf eine Stärke von 3mm ausrollen. So kommt jetzt die Butter-Brot-Kräutermischung für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank.
Creamy Puy-Linsen:
Die Linsen mit Knoblauch, Lorbeer und Thymian in einer Kasserolle mit kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen, 10 Minuten köcheln lassen. Mit kaltem Wasser abduschen und danach abtropfen lassen. Lorbeerblatt entfernen.
In einer sauberen Pfanne 50g Butter zergehen lassen, Zwiebel, Karotte und Sellerie zufügen und bei schwacher Hitze köcheln, bis die Zwiebel weich ist. Die Linsen hinzufügen und auf kleiner Flamme für eine weitere 10 Minuten köcheln. Jetzt den Weißwein zugeben und für weitere 2 Minuten kochen, dann die Sahne hinzufügen und alles nochmals für 3 Minuten einkochen. Schließlich fügen wir die Kräuter hinzu und schmecken die Linsen ab.
Kabeljau:
Den Kabeljau parieren und auf ein gefettetes Backblech legen. Nun schneiden wir die Butter-Brot-Kräutermischung in die gleiche Größe wie die Kabeljau Filets.
Den Ofen auf 180° C vorheizen und für 10 Minuten auf der oberen Schiene des Backofens garen. Jetzt prüfen wir den Kabeljau ob das Fleisch fest und weiß aussieht.
Ist er ok, wird unter dem vorgeheizten Grill die Kruste gebräunt.
Linsen und Sauce auf Teller geben und den Kabeljau darauf anrichten..
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