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Zander auf Paprika – Rahmsauerkraut nach ungarischer Art

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Zander ist einer der schmackhaftesten Süßwasserfische, der in den Flüssen und Seen vorkommt. In Ungarn ist er vor allem am Balaton eine besondere Spezialität. Das Rezept mit Zander auf Paprika-Rahmsauerkraut bekommt durch geräuchertes Paprikapulver eine besondere Note.
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Da der Zander traditionell mit einem „Hahnenkamm“ – ein Bogen geräucherter, gegrillter Speck serviert wird, kommen hier in einem Gericht sowohl geräuchertes Paprikapulver sweet, als auch piccante zum zum Einsatz. Der Zander wird auf Paprika-Rahmsauerkraut mit Petersilienkartoffeln angerichtet.

Zutaten:
ca. 300 g rote Spitzpaprikaschoten
1 mittelgroße Zwiebel
2 EL Rapsöl
1 – 2 TL geräucherter Paprika sweet
600 g Sauerkraut
250 ml Gemüsebrühe
1 TL Maisstärke
200 g saure Sahne

600 g Zanderfilet mit Haut
Butterfett zum Braten
1 TL geräucherter Paprika sweet
2 EL Mehl

200 geräucherter Speck in Scheiben
1/2 TL geräucherter Paprika piccante

600 g Kartoffeln
Petersilie
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Zubereitung:
1. Die Spitzpaprikaschoten längs aufschneiden, den Samen herausnehmen und in Streifen schneiden.
2. Die Zwiebel schälen und grob würfeln würfeln.
3. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel und Paprika darin andünsten. Nach wenigen Minuten mit dem geräucherten Paprikapulver sweet bestäuben. Sauerkraut und Brühe zufügen, aufkochen und zugedeckt 45 Minuten langsam schmoren.
4. Backofen auf 200° C vorheizen.
5. Die Speckscheiben so einschneiden, dass sie wie ein Hahnenkamm aussehen. Auf Backpapier im vorgeheizten Backofen grillen.
6. Zanderfilets reinigen, salzen und in einem Gemisch aus Mehl und geräucherter Paprika sweet wenden.
7. Das Butterfett in einer Pfanne erhitzen und die Zanderfilets darin unter Wenden ca. 4 Minuten braten.
8. Die Maisstärke mit wenig kaltem Wasser verrühren, 120 g saure Sahne zufügen und unter das Sauerkraut heben. Unter Rühren ca. 2 Minuten weiterschmoren.
9. Die gekochten Kartoffeln in Petersilienbutter schwenken.

Anrichten:
Das Paprika-Sauerkraut auf den Tellern anrichten. Der Zander liegt auf dem Sauerkraut. Der gegrillte „Hahnenkamm“ wird mit 1/2 TL geräucherter Paprika piccante bestäubt und daneben gelegt. Zum Zander geben wir die restliche saure Sahne bestäubt mit geräucherter Paprika sweet.
Dazu servieren wir die Petersilienkartoffeln.

Warum sind die Döschen mit dem geräucherten Paprika im Bild? Der Hersteller hat mir vor einiger Zeit zwei Döschen geschickt. So ganz ohne zu fragen, ob ich sie in meinem Blog vorstelle. Das fand ich nett. Ich hatte dieses geräucherte Paprikapulver bereits vorher in der Küche verwendet und revanchiere mich jetzt im Gegenzug.

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14 Kommentare

  1. Ich gestehe, Paprika-Sauerkraut habe ich bisher noch nie gegessen. Bei uns gab es immer nur das Klassische und als gute Hessen mit Apfel und einem Schuss Apfelwein.

    Dein Rezept merke ich mir mal für nächste Woche vor, habe eine große Menge Skrei erhalten, der passt sicherlich auch ganz gut zum Paprika-Kraut, oder?

    • Das Paprikarahmsauerkraut mit saurem Rahm ist einfach großartig. Dieses Rahmsauerkraut ist von der wilden Henne, die Paprikavariante hatte ich in Ungarn gegessen.

  2. Das letzte Foto gefällt mir sehr gut! Was trinken wir denn da dazu ;-))?

    • Einen Riesling aus dem Rheingau. Es ist ein Wein aus dem Kaufhaus. Zwei Sorten werden unter dem Namen „Zwei Erden“ angeboten: Buntsandstein und Quarzit. Ich mag Quarzit lieber, er ist mineralisch und hat einen vollen Körper. Buntsandstein harmonisiert gerade mit dem cremigen Sauerkraut.

  3. Ich habe leider auch nur Kabeljau. Mal sehen, ob ich auf dem Markt einen Zander auftrieben kann, die Kombination von Kraut und Paprika klingt sehr verlockend! :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

  4. Ah, auch bei dir Zander auf Sauerkraut, aber doch ganz anders. Schon spannend, wie unterschiedliche Länder ein und dieselben Hauptzutaten ganz anders servieren. Ich hab mir nachträglich erklären lassen, mein Zander auf Sauerkraut ist die elsässische Variante gewesen. Aber die Ungarn und ihr Paprikapulver sind schon unerreicht. Wir Wiener haben ja das Glück der räumlichen Nähe, sodass wir problemlos in den Genuss von ungarischem Paprikapulver kommen.

    • Heute gibt es in Wien sicher überall gutes Paprikapulver zu kaufen. Zu meiner Zeit (vor 40 Jahren) gingen wir zum Mexikoplatz, um von den Besuchern mit Tagesvisum hausgemachtes Paprikapulver einzuhandeln. Die Elsässer Variante mag ich auch, sie entspricht fast identisch unserer badischen Art. Dann leg ich aber auch noch ein paar Hechtklößchen zum Mitgaren aufs Kraut und gare dazu ein Stück Aal in einem Roggenstrohmantel im Backofen.

  5. dieses paprika-sauerkraut ist mir zum ersten mal bei siebeck begegnet, seitdem gibts das ab und an. ich gare das kraut lediglich wesentlich kürzer als Du und meist brat ich den fisch dazu nicht an , sondern leg ihn einfach aufs heisse kraut, mach den deckel drauf und lasse ihn gar ziehen. gut schmeckt übrigens auch blutwurst dazu. wie Du würd ich einen riesling dazu trinken, wäre ich posh, gäbs einen kräftigen rose-champagner dazu, das müsst auch bombig passen!

    • Die Garzeit hängt ganz vom Kraut ab. Das feine Elsässer Kraut braucht weniger, als das Bauernsauerkraut vom Bodensee. Champagner rosé – nicht übel!

  6. Und der Wein ist gekühlt, herrlich.
    Ich komme sofort, wenn ich darf.
    Liebe Grüße, Ute

  7. Das Bild vom mise-en-place ist fantastisch gut gelungen! Schön angerichtet halt.
    Der Fisch muss sehr geschmeckt haben, schliesse ich aus Zutaten und Bild. Den geräucherten Paprika schätze ich übrigens auch sehr; meiner komt aus Spanien.
    Gruss aus dem immer noch kühlen (am Morgen) Chiang Mai, Erich

  8. mmmmhhhhhh! Da läuft mir ja das Wasser im Mund zusammen :)

    PS: Wie kann ich deinem Blog folgen? Würde sehr gern über mail benachrichtigt werden, wenn neue Beiträge hier erscheinen.
    Liebe Grüße, Suse

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