Toettchen

Feldsalat mit Speck-Krautstrudel und Kräutersauerrahm

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Feldsalat ist eines der wunderbaren Lebensmittel, die nur in der kalten Jahreszeit gut sind. Um Missverständnissen vorzugreifen: er heißt je nach Region auch Nüsslisalat oder Rapunzel. Es gibt noch viele weitere Bezeichnung, wie ich bei Wikipedia gesehen habe. Am besten gefällt mir der Name dafür aus der Eifel: „Mäuseöhrchensalat“.
Für mich ist er der typische Wintersalat mit einem leicht nussigen, aber mildem Geschmack. Er ist vitamin- und mineralienreich und gerade daher ideal für die dunkle, kalte Jahreszeit.
krautstrudel
Feldsalat eignet sich hervorragend als Begleitung zu einer Beilage. Ich habe mich für eine Tranche von einem herzhaften Speck-Krautstrudel entschieden. Den Teig kaufe ich fertig.
Vor Jahren habe ich einmal eine Wette gehalten und einen Strudelteig tischgroß ausgezogen. Die Wette habe ich gewonnen und sogleich den Entschluss gefasst, dass der gekaufte Strudelteig ebenso gut ist.
Gefüllt wird der Strudel mit Weißkohl und Speckstreifen. Hier die Zutaten für den ganzen Salatteller:

Feldsalat
wenig Essig und Öl für eine leichte Sauce
Salz und Pfeffer

eine Packung Strudelteig
700 g Weißkohl in ganz feine Streifen geschnitten
100 g durchwachsener, geräucherter Speck, in feine Streifen geschnitten
1 große Zwiebel, in feine Streifen geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
etwas Butterfett
2 TL Speisestärke
Kümmel
1 Msp. Piment, gemahlen
Salz und Pfeffer
2 TL Zucker
1 Tasse Gemüse- oder Fleischbrühe
1 Ei

Soure Creme oder saure Sahne
Kräuter, alles was der Garten oder die Fensterbank noch hergibt – zur Not greift man in die Tiefkühltruhe
1 feingeschnittene Schalotte
1 Prise Piment d’Espelette

Zubereitung
Den Speck und die Zwiebel in heißem Butterfett anrösten. Den Knoblauch dazugeben und dann das fein geschnittene Kraut. Unter Rühren andünsten. Wenn es etwas zusammengefallen ist, eine Tasse Brühe dazugeben. Jetzt die Gewürze und zum Schluss den Zucker.
Langsam köcheln lassen, bis fast die Flüssigkeit verdampft ist.
Die Speisestärke mit etwas Wasser verrühren und zum Weißkraut geben.
Wieder etwas köcheln lassen, bis die Masse anzieht und cremig wird. Jetzt muss man abschmecken und die Masse auskühlen lassen.
Die abgekühlte Kohlmasse auf den Strudelteig streichen und diesen aufrollen. Mit Eigelb bestreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 150° ca. 25 – 30 Minuten backen.

Die saure Sahne mit den fein gehackten Kräutern vermischen und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Piment d’Espelette abschmecken.

Den Salat putzen und durch die leichte Salatsauce ziehen. Auf einem Teller anrichten, eine Tranche Strudel dazulegen und einen Klecks Kräutersauerrahm.

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16 Kommentare

  1. „Mit Speck fängt man bekanntlicherweise die Mäuse“ – und mich.
    Der Strudel ist „gekupfert“, die restlichen Zutaten passen 1:1 und werden mit serviert. Danke für das leckere Rezept !

  2. Ich stelle gerade fest, dass ich viel zu lange nicht gestrudelt habe. das wird umgehend geändert! Und Feldsalat? Ja, bitte. Es darf auch eine extragroße Portion sein. :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

  3. Für Feldsalat bin ich auch zu haben, vorallem mit ein paar Speckwürfel drin :)
    Und so ein Strudel dazu hört sich sehr gut an und sieht auch so aus :D

  4. Feldsalat, das ist eine dieser Winterfreuden :-) Gerne mit etwas Speck – und mit Kartoffeldressing.

  5. Dieser Strudel ist etwas vom Besten, was ich an Kohlgerichten gegessen habe. Sowas von ausgewogen gewürzt, und die Konsistenz des Kohls – so richtig fein… seeehr, sehr lecker.

  6. Bei uns heißt er Rapunzeln, wird mit Zucker und Zitrone angerichtet und leidenschaftlich gern verputzt.
    Liebe Grüße, Ute

    • Rapunzel, lass Dein Haar herunter. Als Kind musste ich immer an das Märchen denken, als es Feldsalat gab. Der hieß in Westfalen nämlich auch so.

  7. Für Krautstrudel mit Speck würde ich sonst was tun! :D
    Ganz hervorragend klingt diese Variante.

    Was mir auffällt: Euer Strudelteig scheint deutlich dicker als der österreichische. Oder täuscht das am Foto?

  8. Dieser Strudel zieht mich in seinen Bann! ist ja auch eine Art Pie, oder?

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