Sunday Roast oder Sonntagsbraten

In meiner Kindheit war der „Sonntagsbraten“ noch eine Sitte, die in vielen Familien gepflegt wurde. Erstens gab es nicht jeden Tag Fleisch, dafür aber sicher am Sonntag und zweitens war es der freie Tag in der Woche. Man war noch nicht so mobil wie heute und Besuche mussten geplant werden und Kommunikation  geschah meist von Angesicht zu Angesicht. Das heißt, die Familie – und damit meine ich auch die weitere Verwandtschaft kam zusammen, um gemeinsam am Tisch zu sitzen und zu essen und zu reden. Nach dem Essen schloss sich meistens ein Spaziergang an.  In Großbritannien ist der  Sunday roast eine britische Institution – ebenfalls eine Zeit, um Familie und Freunde zu versammeln und ein Festmahl für alle zu kochen. Für den Sunday roast können Rind, Huhn, Lamm, Schwein oder auch Geflügel verwendet werden. Dazu gehören verschiedene Gemüse, geröstete Kartoffeln und im idealen Fall Yorkshire Pudding.

Bei mir gab es am Sonntag ein Roastbeef vom irischen Weiderind mit einer Kruste aus fermentiertem schwarzen Knoblauch, Thymian und Chipotle und natürlich gehörten Röstkartoffeln dazu. Ein „Muss“ für jeden britischen Braten. Das Ziel sind knusprige Kartoffeln, die innen fluffig sind. Und als Gemüse Fingermöhrchen, die im Bratenfett mitgegart wurden.

Perfekt wäre es noch mit Yorkshire Pudding gewesen, aber der ist misslungen, war wohl zu kurz im Ofen und fiel zusammen.

Zutaten:
1 kg Rindfleisch, 1 EL schwarzer Knoblauch, 1 TL Chipotle-Flocken, 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver, 1 Orange, geschält, 1 EL Thymianblätter, 400 g Fingemöhren, 600 g mehlig kochende Kartoffeln, Olivenöl, Salz und Pfeffer, 250 ml Hühnerbrühe, 1 Schuss Rotwein, 1 EL Mehl

Zubereitung:
Schwarze Knoblauchpaste, Chipotle, Paprika, Orangenschale und Thymianblätter vermischen, dann das Rindfleisch großzügig mit Salz und Pfeffer bestreichen und über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.

Das Rindfleisch eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur erreicht.

Die Kartoffeln 10 Minuten kochen, dann abseihen.

Backofen auf 220° C vorheizen.

Karotten und Kartoffeln in Olivenöl wenden und mit Salz und Pfeffer bestreuen.

Das Rindfleisch mit den Karotten und Kartoffeln an den Seiten in eine große Bratform legen. Die Beilagen werden im Rinderfett geröstet, was sie besonders lecker macht.

In den Ofen geben und nach 20 Minuten Braten bei 220° C Backofen auf 160° C herunterschalten und weitere 30 (rare) bis 40 Minuten (medium-rare) garen.

Aus dem Ofen nehmen und auf eine vorgewärmte Platte anrichten und mit Folie abdecken. 20 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit schnell eine Pfannensauce zubereiten. Zu den Säften in der Bratform den Wein und die Hühnerbrühe hinzufügen. Zum Kochen bringen und einige Minuten reduzieren. Bequemlichkeit halber kann man auch die Säfte erst in eine Pfanne umfüllen.

Zum Eindicken einen Löffel Mehl einrühren und köcheln lassen, um den mehligen Geschmack herauszukochen. Abschmecken und mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Rindfleisch gegen die Faser tranchieren und mit gebratenen Karotten, Kartoffeln und Soße servieren.

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Kartoffel-Lauch-Spinatsuppe mit verschiedenen Beilagen

Dieses Lauch – Kartoffel – Suppenrezept wird mit mehreren leckeren Beilagen serviert, die die bescheidene Suppe zu einem besonderen Gericht macht. Da ist geräucherter Schellfisch der in Milch pochiert wird, die dann der Suppe eine zusätzliche Geschmackstiefe verleiht, dazu hausgebeizter Lachs und für jene, die keinen Fisch mögen, gibt es kleine Fleischkrapfen.
Das kräftige Grün erhält die Suppe durch eine Handvoll Spinat.

Zutaten
120 g geräucherter Schellfisch, in 4 gleiche Portionen geschnitten, 100 ml Vollmilch, 120 g Lachs, selbst gebeizt, 4 kleine Fleischkrapfen,
für die Kartoffeleinlage:
2 große Kartoffeln, geschält, 50 g Butterschmalz, geschmolzen
für die Lauch und Kartoffelsuppe: 200 g Butter, 250 g weiße Zwiebel, in Scheiben geschnitten, 300 g Kartoffeln, geschält und gerieben, 2 Knoblauchzehen, fein gerieben zu einer Paste gemörsert, 400 g Lauch, in Scheiben geschnitten, 3 Zweige frischer Thymian, 4 g mildes Currypulver, 3 g frische Hefe, 100 g Weißwein, 650 g Wasser, 300 g Doppelrahm, 50 g Petersilie oder Spinat oder eine Mischung aus beidem, Zitronensaft, nach Geschmack

Zubereitung:
Beginnen wir damit, den geräucherten Schellfisch zu pochieren, da die übrig gebliebene Milch dann in der Suppe verwendet werden kann. Die Schellfischportionen in eine kleine Pfanne geben und mit der Milch bedecken. Auf mittlere Hitze stellen und leicht zum Kochen bringen, dann vom Herd nehmen und den Fisch in der Milch abkühlen lassen. Den Fisch vorsichtig herausnehmen und bis zum Servieren aufbewahren. Daran denken, die Milch aufzubewahren.

Für die knusprige Kartoffelgarnitur einen Backofen auf 180° Cvorheizen. Die Kartoffeln schälen und in ca. 1 x 1cm große Würfel schneiden (die übrig gebliebenen Kartoffelreste können für die Suppe verwendet werden. Aufpassen, dass sie gerieben oder fein gehackt sind). Mit dem Butterschmalz vermischen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ca. 10 – 12 Minuten knusprig und goldbraun backen. Mit Salz bestreuen und nach dem Abkühlen bis zum Servieren in einem luftdichten Behälter aufbewahren.

Für die Suppe einen großen Topf mit der Butter auf mittlere Hitze stellen. Sobald die Butter größtenteils geschmolzen ist, fügen wir die in Scheiben geschnittene Zwiebel hinzu und lassen sie einige Minuten garen, bis sie glasig ist. Dann die geriebenen Kartoffel, den Knoblauch, das Currypulver, den Thymian und die Hefe hinzugeben. Unter regelmäßigem Rühren weitere 8 – 10 Minuten garen.

Den Lauch dazugeben und weitere 5 – 8 Minuten garen. Sobald er weich ist, 4 TL Lauch entfernen und zum Garnieren beiseite stellen. Mit Wein aufgießen und auf die Hälfte reduzieren. Das Wasser und die reservierte Milch vom Pochieren hinzu geben und weitere 4 Minuten kochen.

Zum Schluss Sahne, Petersilie und / oder Spinat hinzugeben und noch ein paar Minuten kochen lassen, dann in einen Mixer geben. Gut ein paar Minuten glatt und samtig pürieren, mit Salz und Zitronensaft abschmecken. So schnell wie möglich abkühlen, wenn man es nicht sofort serviert, um die hellgrüne Farbe zu erhalten.

Zum Servieren die Suppe und den Schellfisch einige Minuten im Ofen erhitzen, bis sie heiß sind. Den reservierten gekochten Lauch und die knusprigen Kartoffelwürfel auf den Boden jeder Servierschüssel geben. Die Suppe vorsichtig in Schalen am Tisch gießen.

Den Schellfisch, Lachs und die Fleischkrapfen separat servieren.

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Sauer scharfe Suppe

Wer kennt sie nicht, diese etwas glitschige sauer-scharfe Suppe, die in allen asiatischen Restaurants und Imbissstuben serviert wird.Die Zutaten sind etwas geheimnisvoll, was vielleicht auch daran liegt, dass man ständig eine andere Variante serviert bekommt.Ich habe ja lange geglaubt, dass diese Suppe eine Art Resteverwertung ist, doch dem ist nicht so.

Ich habe einfach mal nachgefragt und ein interessantes und sehr nahrhaftes Rezept bekommen. Dies ist vielleicht nicht die Originalvariante (falls es so etwas überhaupt gibt), aber man kann den Geschmack nach Belieben anpassen. Je nach Lust und Laune wird sie dann etwas säuerlicher oder etwas schärfer.

Als Basis dient eine Hühnerbrühe, das Fleisch vom Huhn (ohne Haut) kommt dann später kleingeschnitten in die Suppe. Die zweite wesentliche Zutat ist ein Päckchen tiefgekühltes asiatisches Pfannengemüse. Bei den besseren Sorten ist bereits vom Shitake Pilz bis zu den Bambussprossen alles drin, was die Suppe braucht. Um diese besondere Konsistenz zu erhalten, sollte man Süeisestärke in die Suppe einrühren. Darauf habe ich verzichtet und statt dessen feine Glasnudeln in Wasser eingeweicht, fein geschnitten und in der Suppe mitgekocht.

Zutaten für Grundsuppe:
1 Suppenhuhn, 1 Möhre, 1 Stange Lauch, Sellerie, 1 Zwiebel, 1 Lorbeerblatt, 1 Nelke,
Zutaten für die Suppeneinlage:
1 Packung TK Asia Pfannengemüse (aufpassen, da gibt es große Qualitätsunterschiede), Das Fleisch vom Huhn, ausgelöst und fein geschnitten, Glasnudeln (fein), 2 Eier,
Gewürze:
Reisessig nach Geschmack, Chiliöl nach Geschmack, Sherry nach Geschmack, Szechuan-Pfeffer, Gewürznelken, Zimt, Sternanis, Fenchelsamen, Salz

Zubereitung:
Zuerst kochen wir die Hühnerbrühe. Wenn das Fleisch vom Suppenhuhn weich ist, nehmen wir es aus der Brühe heraus. Das Suppengemüse nehme ich ebenfalls heraus und ich esse es bei Gelegenheit.

Die Glasnudeln 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen, klein schneiden und in die Suppe geben. Je länger die Glasnudeln in der Suppe mitköcheln, um so intensiver binden die Nudeln die Suppe.

Das Fleisch vom Huhn von der Karkasse ablösen, die Haut wegnehmen und das Fleisch in ganz kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem tiefgekühlten Suppengemüse in die Suppe geben. So lange garen, bis das Gemüse gar ist, aber noch etwas Biss hat.

Jetzt kann man die Suppe nach Geschmack würzen. Da kann jeder mit dem Sherry, Reisessig, Sojasauce und Chiliöl variieren, wie es ihm gefällt. Die Kombination von Szechuan-Pfeffer, Gewürznelken, Zimt, Sternanis und Fenchelsamen wird im Handel auch als fertiges chinesisches fünf-Gewürze-Pulver fertig angeboten.

Zum Schluss schlage ich die Eier auf und gebe sie unter beständigem Rühren in die siedende Suppe.

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