Ein schneller Kartoffelauflauf mit Munsterkäse

In meinem heutige Beitrag haben wir es mit einem Kartoffelauflauf zu tun. Wobei ich mir auch da nicht sicher bin, ob es ein Auflauf ist, oder einem Gratin ähnelt. Auf jeden Fall ist es sehr bürgerlich und grob gestrickt. Man kann es sehr schnell zubereiten, und man könnte auch Reste dafür hernehmen.

Drei wesentliche Zutaten bestimmen den Geschmack und die Konsistenz von diesem Auflauf. Da wäre zuerst einmal die Kartoffel. Ich mag gerne die mehlig kochenden Sorten dafür, die in Verbindung mit den beiden anderen wichtigen Bestandteilen: Sahne-Milchgemisch und Käse, beim Backen wunderbar cremig werden. Eigentlich würde das an den Zutaten schon reichen. Allein je nach verwendeter Käsesorte kann man den Geschmack entscheidend beeinflussen. Bei der Kartoffel habe ich mich für die Sorte Agria entschieden und beim Käse für einen jungen Munster AOP aus dem Elsass. Der Munster ist ein Rotschmierkäse aus dem Vallée Munster in den Hochvogesen.

Die Kartoffeln mit einem Sahne-Milchgemisch gebacken, würde einen sehr milden Auflauf ergeben. Darum würze ich alles mit etwas Muskat – Muskat passt zu fast allen Kartoffelgerichten – und Knoblauchwürfeln.

Eine Besonderheit bei der Zubereitung: Ich koch die Kartoffeln vor. Sie sind dann nicht mehr roh, aber auch noch nicht gar. Das bedingt, das man die Kartoffel in der Konsistenz nicht mehr sehr feinblättrig schneiden kann. Die Mandoline bleibt an ihrem Platz, und ich schneide Kartoffeln mit einem Schälmesser längs in ca. 2 – 3 mm dicke Scheiben. Der Vorteil davon ist eine recht kurze Backzeit. Abgesehen davon kann man solch ein Gratin schon sehr frühzeitig vorbereiten und kurz vor dem Essen in die Röhre schieben. Das ist ideal, wenn man Gäste hat.

Ein Wort zum Backofen: Seit einigen Monaten besitze ich eine Heißluftfritteuse. Nicht so eine mit einem Korb, sondern mit einer Tür, Blechen und einer rotierenden Trommel. Diese Fritteuse ist äußerst praktisch, und der Backofen bleibt jetzt meistens kalt. Praktisch ist sie unter anderem, weil man darin nicht nur aufwärmen, aufbacken, backen, braten und garen kann, sondern sie funktioniert auch als Dörrgerät.

Zutaten für 2 Personen:
300 g Kartoffeln, 200 g Munster AOP, 100 ml Rahm, 150 ml Milch, 2 – 4 Knoblauchzehen, Muskat und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:
Die Kartoffeln in der Schale vorkochen, aber nicht ganz garen. Abschrecken, pellen und in Scheiben schneiden.

Den Käse in 2 mm breite Streifen schneiden.

Milch mit Sahne mischen. Den Knoblauch würfeln und in das Milchgemisch geben, mit Muskat würzen.

Eine Auflaufform abwechselnd mit Kartoffeln und Käse füllen. Ich lege beide wie ein Spirale, die sich von aussen nach innen dreht. Mit dem Milch-Gewürzgemisch übergießen.

Bei 170° C ca. 10 – 15 Minuten backen. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen schaut man nach 10 Minuten nach, prüft, wie gar die Kartoffeln sind und ergänzt die Backzeit.

Vor dem Servieren mit schwarzem, frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

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Gebeizte Lachsforelle auf Erbsencreme

Diese gebeizte Lachsforelle auf einer Erbsencreme ist eine sowohl leckere als auch dekorative Vorspeise. Man kann sie schon frühzeitig vorbereiten und nicht all zu kühl während eines größeren (und selbstverständlich auch solo) Essens servieren. Zur Dekoration ziehe ich immer wieder Erbsengrün im Blumentopf. Bereits nach 14 Tagen kann man diese ernten. Das ist mal etwas anderes als die Standard-Petersilie.

Zutaten:
pro Person 50 g TK-Erbsen, 1 EL Butter, 1 Schalotte, einige Blätter frische Pfefferminze, pro Portion einen Löffel Doppelrahm oder Crème fraîche, 1 Prise Zucker, Salz
pro Person ca. 50 g Lachsforellenfilet, Zucker, Salz, Meerrettich in Sahne, 1 Zitrone, Erbsengrün

Zubereitung
Zwei Tage vor dem Anrichten die Lachsforelle filetieren und beizen. Dazu lege ich die Filets mit der Hautseite nach unten in eine Schale und bestreue die Filets mit einer Salz- und Zuckermischung. Man kann die Forelle vorher mit Gewürzen aromatisieren, muss aber in diesem Fall nicht sein. Nach zwei Tagen die abgesonderte Flüssigkeit abgießen, die Filets mit Küchenpapier trocken tupfen und beiseitestellen. Vor dem Anrichten die Haut abziehen oder abschneiden und die Filets in mundgerechte Dreiecke schneiden.

Die Butter auslassen und die TK-Erbsen darin garen. Die Minze Blättchen mit köcheln lassen.

Die garen Erbsen mit den Minzeblättchen in einen Food Prozessor geben, den Doppelrahm zugeben und alles fein pürieren. Natürlich geht das auch mit einem Pürierstab, aber die Erbsenmasse wird nicht so fein. Eventuell durch ein feines Sieb streichen und mit Salz und Zucker abschmecken.

Die Erbsencreme in eine Schale oder tiefen Teller geben. Darauf die Stücke von der Lachsforelle anrichten. Eine Zitrone in dünne Scheiben schneiden, die Filets auslösen und auf den Fisch legen. Dazu ein kleiner Klecks Meerrettich in Sahne geben, mit Erbsengrün garnieren.

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Cremiges Linsen-Lauch-Ragout mit Kabeljau

Linsen sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden.  Sie sind reich an Proteinen und Ballaststoffen und sind einfach zuzubereiten. Linsen sind nicht nur etwas für Gesundheitsbewusste. Die Vielseitigkeit und die erdigen Noten der Hülsenfrucht machen sie weltweit zu einer beliebten Zutat, und sie werden auf vielfältige Weise mit einer Vielzahl von Fleischsorten, Brühen, Gemüse und Gewürzen zubereitet.

Vor kurzem habe ich hier ein Brezel Soufflé vorgestellt. Da gab es Belugalinsen auf Lauch als eine der Beilagen zu den Rinderbäckchen an einem Burgunderjus. Diese Linsen haben mich nicht mehr losgelassen und so habe ich mich an diesem Wochenende an einem cremigen Linsen-Lauch-Ragout versucht. Ein in der Pfanne gebratener Kabeljaurücken in einem Gewürzmantel und dazu Grenadille-Kartoffeln aus der Heißluftfritteuse rundeten das Ganze ab.

Zutaten: Pro Person 120 g Kabeljau loins, ein sogenannter mediterraner Dip bestand aus getrockneten Tomaten, Zwiebeln, Rosmarin, schwarzer Pfeffer, Chili, Thymian, Fenchel, Salbei, Basilikum, Majoran, Oregano und Salz, Olivenöl, Butterschmalz, Aceto Balsamico dickflüssig und Aceto Balsamico mit mehr Säure

Beluga Linsen (40 g pro Person), 1 Möhre, Petersilienwurzel, Sellerie, Zwiebeln, Petersilie, 1 Stange Lauch, 1 großer Löffel Crème fraîche, Fleur de Sel und schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Grenadille-Kartoffeln

Zubereitung: Für das Linsenragout habe ich das Gemüse in so feine Würfel geschnitten, wie die Linsen ihren Durchmesser hatten. Die Lauchstange wurde in feine Rädchen zerteilt.

Die Linsen habe ich 20 Minuten in Gemüsebrühe vorgegart und dann das gewürfelte Gemüse zugegeben. Die Gemüsebrühe war so bemessen, dass sie jetzt fast ganz eingekocht war, darum muss man gegebenenfalls etwas Brühe nachgießen. Dann kam der Lauch dazu und alles köchelte vor sich hin.

Jetzt wurde es Zeit für den Kabeljau, der in einem Butter-Öl-Gemisch in der Pfanne gebraten wurde.

Die Crème fraîche unter das Linsen Ragout ziehen. Ein wenig dickflüssiger Aceto Balsamico und ein junger Balsamico Säurebalancieren Süße und Säure aus.  Der dickflüssigen Balsamico hat einen fein ausbalancierten Geschmack und erinnert an den fruchtigem Duft von Erdbeeren und Aprikosen). Um Missverständnisse zu vermeiden: dickflüssiger Balsamico ist keine Balsamico Creme. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Der Kabeljau, der inzwischen einmal in der Pfanne gewendet wurde, bekam einige Spritzer Zitronensaft und kam nach 6 – 8 Minuten für 5 Minuten in das warme, aber nicht heiße Rohr, so dass er noch glänzend war.

Dazu gab es Grenadille-Kartoffeln in Olivenöl geschwenkt, mit groben Meersalz bestreut 15 Minuten bei 180° C in der Heißluftfritteuse gegart.

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