Salat mit Clementinen, Fenchel und gerösteten Mandeln 

Zitrusfrüchte und Fenchel passen immer gut zusammen. In diesem Rezept verwende ich Clementinen aus Kalabrien.  „Kalabrische Clementinen gelten als die besten Clementinen weltweit, deshalb ist sogar ihre geografische Herkunft geschützt. Es ist das Klima an der Stiefelspitze Italiens, welches den Clementinen in den Anbaugebieten gut bekommt: Einer der sonnigsten Gegenden des Landes und doch milde, denn die Küste ist nah.“ * Mein Händler versicherte mir, dass die angebotenen Clementinen von Hand ausgewählt werden, wenn sie perfekt reif sind, um einen intensiv süßen Geschmack zu erzielen. Dieser Salat ist schnell zusammengerührt, aber wirklich beeindruckend – es ist eines meiner absoluten Lieblingsgerichte.

Zutaten:
1 große Knolle Fenchel
4 süße, vollreife Clementinen
30 g Mandelblättchen
½ EL Koriandersamen
5 EL natives Olivenöl extra
1 EL Sherryessig
1 EL brauner Zucker
1 gehäufter TL getrocknete Chiliflocken
½ kleiner Bund Petersilie, gehackt

Zubereitung:
Den Fenchel mit einer Mandoline in feine Streifen schneiden. Natürlich geht auch ein scharfes Messer oder ein Schäler, aber auf jeden Fall so dünn wie möglich. Die grünen Fenchelwedel verwahren wir für später auf-

Die Clementinen schälen und quer in Scheiben schneiden. Diese zusammen mit dem Fenchel in eine große Schüssel geben. Die Mandeln 5 Minuten lang in einer trockenen Pfanne rösten oder bis sie goldbraun sind. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Die Koriandersamen einige Minuten rösten und dann vorsichtig im Mörser zerstoßen.

In einer Schüssel Olivenöl, Essig, Zucker, Chiliflocken und eine gute Prise Salz verquirlen. Fenchel und Clementinen mit der Hälfte des Dressings, den Koriandersamen und der Hälfte der Mandeln vermengen. Die Petersilie unterheben. Den Salat auf einer großen Platte anrichten. Das restliche Dressing, die Mandeln und eine gute Prise Salz darüber träufeln. Zum Schluss die beiseitegelegten Fenchelzweige hacken und darüberstreuen.

  • Zitat aus Google
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Bratapfel-Birchermüsli

Süße und wohltuende Bratäpfel bringen fruchtige Wärme in dunkle Tage.

In meiner Küche gibt es ein Regal voll mit alten Einmachgläsern mit Schnappverschluss. Diese Gläser, enthalten Haferflocken und Sultaninen, Kürbiskerne und Mandelblättchen enthalten. Daneben steht eine Henkelflasche mit bernsteinfarbenem Ahornsirup. Aus diesen Vorräten mische ich von Zeit zu Zeit Haferflocken mit Körnern und Trockenfrüchten für Birchermüsli.  Die Mandelblättchen röste ich in einer gusseisernen Pfanne geröstet. Mandeln, die meinem Winterfrühstück ein angenehmes Knacken und Knistern verleihen.

Zutaten für zwei Portionen: (was zu viel ist, hält sich gut im Kühlschrank)
4 EL Ahornsirup
1 Becher Naturjoghurt
4 EL Mandelblättchen
4 – 5 klein geschnittene Aprikosen
80 g gemischte Getreideflocken
2 EL gemischte Körner
75 g Rosinen,
200 ml Apfelsaft,
1 kg Kochäpfel 

Die Getreideflocken weiche ich über Nacht in Apfelsaft oder Joghurt ein. Meine Vorstellung von einem Müsli würde dem verstorbenen Dr. Bircher-Benner, dem Erfinder dieses gesunden Frühstücks, ketzerisch vorgekommen. Sein Rezept für einen „kleinen Brei“ enthielt ebenso viel Apfel wie Hafer. Mein Rezept enthält gemischte Getreideflocken, getrocknete Aprikosen und gemischte Körner. Ein Teil der Zutaten werden erst spät in die Zubereitung eingerührt, damit sie ihre winterliche Knusprigkeit behalten.

An besonders kalten Tagen backe ich die Äpfel lieber im Rohr, anstatt sie roh ins Müsli zu reiben. Ich mag gerne Boskop als Bratapfel. In meiner Kindheit wurde mit dem Küchenherd geheizt und das Rohr war immer warm. Heute nehme ich die Heißluftfritteuse. Durch das Sichtfenster wehe ich, wie die Äpfel in der Hitze schäumen. Das Fruchtfleisch löffele ich aus der Schale und mische es ins Müsli.

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Linsen-Spinat-Suppe

Im ersten Buch Moses in der Bibel wird berichtet, dass Esau einst sein Erstgeborenenrecht für ein Linsengericht eintauschte. Hier bündelt sich die Heilsgeschichte dreier Weltreligionen in einer kulinarischen Banalität Ein im ersten Moment verlockender, im Nachhinein aber dummer Tausch, von dem sein Bruder Jakob profitierte. Ein Tausch, der bis heute sprichwörtlich ist.

Im Märchen muss Aschenputtel Linsen aus der Asche klauben, damit die Stiefmutter ihr erlaubt, auf den Ball zu gehen.

Sicher gibt es noch viele literarische Passagen, in denen Linsen eine wichtige Rolle spielen, denn sie gehören seit Urzeiten zum Speiseplan der Menschen. Inzwischen haben sie das Image zum „Super-Food“. Ein Geheimtipp für viele Gesundheitsbewusste. Sie sind ein hervorragender Eiweißlieferant und anspruchslos im Anbau. Um die 70 Sorten in den unterschiedlichsten Farben und Größen werden weltweit angebaut: Rote, grüne, gelbe, schwarze, groß und klein.  Im Gebiet des „Fruchtbaren Halbmondes“, das sich von der Levante über das Zweistromland bis in den westlichen Iran erstreckt, ist die Linse seit über 8000 Jahren heimisch. Gepaart mit Getreide waren Linsen das Überlebensmittel schlechthin. In den dem Himalaja angrenzenden Staaten sind sie heute das Nationalgericht. Auch in Europa, vor allem in Italien gehören sie zum täglichen Speiseangebot.

Ich liebe sie in den unterschiedlichsten Arten der Zubereitung. Darum stelle ich heute einen wunderbar einfachen Eintopf für die kalte Jahreszeit vor. Er könnte aus Italien stammen, ist aber überall gleichgut. Gehaltvoll durch die Linsen, geschmacklich angereichert mit Spinat, Chili, Rosmarin und Staudensellerie.

Zutaten:
5 EL Olivenöl, plus etwas mehr zum Servieren, 1 Zwiebel geschält und gewürfelt, 1 Stange Sellerie geputzt und gewürfelt, 1 Karotte geschält und gewürfelt, 1 kleine ganze frische oder getrocknete rote Chili, ein paar Rosmarinzweige, 1 mittelgroße Kartoffel geschält und gewürfelt, 300 g kleine braune Linsen, 300 g Spinatblätter, 1 EL Balsamico, Salz und schwarzer Pfeffer, geriebener Parmesan zum Servieren

Zubereitung:
Das Olivenöl in einer schweren Brat- oder Sautierpfanne erhitzen. Zuerst sautieren wir dann die gewürfelte Zwiebel, den Sellerie und die Karotte und den Rosmarin bei mittlerer Hitze, bis das Gemüse weich und durchsichtig ist.

Kartoffeln und Linsen dazugeben und ein bis zwei Minuten umrühren, bis jede Linse vor Öl glänzt. 1,6 Liter kaltes Wasser dazugeben, aufkochen, dann die Hitze reduzieren und 30 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Spinat dazugeben, weitere fünf Minuten köcheln lassen, den Balsamico zugeben und dann großzügig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Schüsseln verteilen und Olivenöl, rote Chilis und geriebenen Käse für jene bereitstellen, die es mögen.

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