Toettchen

Gemüsecremesüppchen mit Kalbsbratwurst oder „Was hat es noch im Kühlschrank?“

| 15 Kommentare

War da nicht etwas so ähnliches vor ein paar Tagen bei „Bonjour Alsace„?
Stimmt! Das Rezept was durchgereicht war (eigentlich stammte es ja von „Schöner Tag noch„), hatte es mir angetan. Doch erst ein Lob den Blogrolls. Ohne den Hinweis von Bonjour Alsace hätte ich ja nie den Blog „Schöner Tag noch“ nie gefunden. Jetzt werde ich ihn beobachten und schauen, was Gutes von hier kommt.

gemuesecremesuppe

Nun kann man mein Gemüsecremesüppchen eher als Reste-Verlegenheitssuppe bezeichnen. Am Morgen bot mir der Spargelbauer letzte Reste an: Bruchspargel, alles Spitzen und ein paar Stangen grüner Spargel. Die Spargelspitzen habe ich noch einmal gekürzt und die ganz kleinen Spitzen zur Seite gestellt. Der Blick in den Kühlschrank offerierte mir eine Möhre, eine kleine Stange Lauch, zwei Frühlingszwiebel und Selleriereste. Das hab ich erst einmal geputzt und klein geschnitten und zusammen mit den Spargelabschnitten und einer Zwiebel (in der Schale), einem Lorbeerblatt, 2 Nelken und einigen schwarzen Pfefferkörnern zur Suppe aufgesetzt. Die letzteren Zutaten, inklusive der Zwiebel gebe ich immer in eine riesige Drahtkugel. So muss man später nicht „fischen“.

Nachdem ich den Eindruck hatte, jetzt ist alles gar, kam der Pürierstab zum Einsatz. Unter Zugabe von einem Rest Sahne (2 – 3 EL) habe ich alles sorgsam püriert und dann noch einmal auf kleiner Flamme weiter köcheln lassen. Vorher habe ich die Spargelspitzen hinein gegeben, etwas später eine gebrühte Kalsbratwurst in Scheiben geschnitten. Um genau zu sein, es war eine Oberländer*. Schließlich habe ich alles mit Salz, weißem Pfeffer und Muskat abgeschmeckt und mit frischer Petersilie serviert.

* Die Oberländer ist mit der Münchner Weißwurst verwandt. Sie wird auch auch Nackerte, Geschwollene oder Geschlagene genannt. Sie enthält weniger Schwarten und keine Petersilie. Die Wurstmasse wird anschließend nicht in Därme gefüllt, sondern direkt mit einer Tülle in kochendes Wasser gespritzt, etwa zehn Minuten bei mäßiger Temperatur gegart und anschließend abgeschreckt, was den „nackten“ Würsten eine weiche „wollige“ Oberfläche gibt. (Wikipedia)

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15 Kommentare

  1. Sehr interessant ist die Nackerte ohne Haut, wie ein grosses langes Brätkügeli, eine Brätstange. Welche Form hat denn diese hautlose „Wurst“? Wie ein Adrio ohne Netz? Oder doch wie eine Stange? Gekrümmt ist sie wohl kaum, da meines Wissens der darm die Wurstkrümmung verursacht, was vielleicht nicht zutrifft.
    Gruss aus Thailands Norden, Erich

    • Das ist wohl eher ein großes langes Brätkügeli und schnurgerade.
      Hast Du meinen Beitrag zur Appenzeller Siedwurst auf alleskartoffel.de gelesen? Der müsste doch Dich speziell ansprechen.
      Mit Grüßen vom Untersee Gerd

  2. Nicht mein Essen, aber allein für das schöne Essig-Öl-Ensemble hat sich das reinschauen gelohnt.
    Freundlich grüße ich und danke für die feinen Zeilen zum Jasmin.
    Ute

  3. Oh, ich hätte jetzt bitte gern ganz dringend einen Teller. Bin soo hungrig und es ist kein Brot mehr im Haus…
    Liebe Grüße,
    Eva

  4. Wie, Du kanntest Julianes Blog noch nicht??? Da ist dir ja etwas entgangen! Offensichtlich ging es dir aber so ähnlich wie mir und diese Suppe mit der Einlage hat dich nicht mehr losgelassen ;-)

  5. Hach … was können Resten fein sein :-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  6. Julianes Blog ist toll. Das hat wirklich Sinn, den in die Blogroll aufzunehmen.
    Bei uns kommt am Wochenende auch der letzte Spargel auf den Tisch, allerdings habe ich schon einen anderen Plan damit, so sehr diese Suppe zum derzeitigen Wiener Wetter passen würde.

    Und wieder einmal ziehe ich den Hut vor deinem Fachwissen. Mir fällt gerade keine Wurstsorte ein, von der ich so genau wüsste, ob da jetzt Petersilie drinnen ist oder nicht.

  7. Nettes Süppchen, passt ja auch perfekt zum Thema Rumfort! Und witzigerweise heißen diese total leckeren Würstl bei uns auch noch „Wollwurst“!

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