Zucchinirisotto mit Zucchiniblüten-Tempura

Es ist nicht einfach Zucchiniblüten zu bekommen, aber in letzter Zeit sie tauchen vermehrt in den Geschäften auf und wenn man auf dem Markt den Gemüsehändler seines Vertrauens fragt, sollte man sie auch bekommen können. Wie viele andere gute Dinge sind sie nicht nur delikat, sondern auch prachtvolle Schönheiten fürs Auge. Ich gebe sie in Salat, fülle sie mit Fischfarce, dünste sie oder bereite sie wie folgt zu.
Courgettes
Zutaten für das Risotto
1 l Gemüse- oder Hühnerbrühe
75 g Butter
1 Zwiebel, fein gewiegt
1 Knoblauchzehe, fein gewiegt
250 g Arborio- oder anderer Risottoreis
75 ml weißer Wein
4 kleine Zucchini, in feine Scheiben geschnitten
110g geriebener Parmigiano reggiano
Salz und schwarzer Pfeffer

Zutaten für den Backteig (Tempura)
300 ml Pflanzenöl
50 g Weizenmehl
50 g zerstoßene, ungesüßtes Cornflakes
wenig Salz
110 -150 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
4 – 8 kleine Zucchini mit Blüten

Zubereitung
Die Brühe erhitzen, 25 g von der Butter in einem separaten Topf schmelzen lassen, die Zwiebeln und den Knoblauch zugeben und für wenige Minuten köcheln, bis alles weich ist. Den reis zugeben und für eine Minute mit garen. Wenn der Reis glasig ist, den Wein zugeben und alles zum Kochen bringen. Wenn die Flüssigkeit zur Hälfte verkocht ist, wenig von der Brühe zugeben und das immer wieder, bis der Reis die Flüssigkeit absorbiert hat. Das machen wir so lange, bis der Reis al dente ist.

In einer weitere Kasserolle schmelzen wir 25 g Butter und geben die feingeschnittenen Zucchini zu bis sie weich sind. Nun kommen diese Zucchini in das Risotto. Jetzt noch die restlichen 25 g Butter und den Parmesan unterziehen und mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.

Aus dem Mineralwasser, Salz, Mehl und Cornflakes machen wir die Temura (Backteig). Vorsichtig mit dem Wasser, dass der Teig nicht zu dünn wird. Nachgeben kann man immer. Das Öl erhitzen und die Zucchiniblüten in den Backteig tauchen und dann schwimmend im Öl ausbacken, bis sie goldbraun sind.

Die Zucchiniblüten auf dem Risotto servieren.

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Christo und der Windbeutel

WindbeuteL – das Wort wird in vielfältiger Bedeutung genutzt. In erster Linie ist es ein kulinarischer Begriff. Es ist ein Gebäck aus Brandteig und heißt auch Ofenküchlein oder Brandteigkrapferl.
Andererseits bezeichnet man damit ein „Großmaul“ – trotz vieler Reden kommt nur Wind heraus. Oder aber: er, sie oder es sind Täuschungen. So wird seit einigen Jahren der „Goldene Windbeutel“ an besonders verwerfliche Produkte der Lebensmittelindustrie vergeben. Dieses Jahr geht der „Goldene Windbeutel“ 2013 für die dreisteste Werbemasche bei einem Kinderprodukt an: „Capri Sonne“. Wen das mal genauer interessiert der folge diesem Link: abgespeist.de . Da erfährt man so manches über unsere Lebensmittelindustrie. Und mitmachen lohnt sich!
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Doch genug der Windbeuteleien, denn es gibt noch weitere Windbeutel. Es ist ja nicht der Wind, der das Gebäck so luftig macht, sondern die Luft in den Hohlräumen. Und da ist die in den Windbeuteln sicher eine der leckersten. Im Gegensatz zu den Luftwerken des Verpackungskünstlers Christo. Er bläst sein neuestes „Big Air Package“ im Oberhausener Gasometer auf. Es ist eine Luftverpackung der Superlative, die Christo nun im Oberhausener Gasometer präsentiert: einen weißen Ballon aus 20 350 Quadratmetern lichtdurchlässigem Gewebe, dessen 5,3 Tonnen Gewicht von 4500 Metern Seil gebändigt werden. Zwei Gebläse erzeugen einen konstanten Luftdruck und sorgen dafür, dass aus Christos neuestem „Big Air Package“ kein schlaffer Luftsack wird.
Im Inneren des Gasometers erwartet den Besucher zunächst ein Bilderbogen des fünf Jahrzehnte umfassenden Werks von Christo und Jeanne-Claude. Hier bekommt man noch einmal eindrucksvoll vorgeführt, wie die beiden das Spektakel in die eher der Innerlichkeit zugewandte Land Art brachten. Statt ans Ende der Welt gingen Christo und Jeanne-Claude in touristisch erschlossene Gebiete, um eine Steilküste zu verhüllen, eine Schlucht zu verhängen oder einen kilometerlangen Zaun durch eine Berglandschaft zu ziehen. Regelmäßig eroberten sie die Innenstädte der Metropolen: die römische Stadtmauer, den Pont Neuf über die Seine, den New Yorker Central Park. Dabei bekam das Publikum stets eine Nah- und eine Fernsicht auf die zeitlich befristeten Landmarken geboten – ein Mehrwert, auf den man im Gasometer verzichten muss. Zwar kann man im Panoramafahrstuhl 90 Meter am „Big Air Package“ entlang in die Höhe fahren. Doch fühlt man sich oben angekommen wie auf dem Schnürboden eines Theaters, das unten gerade eine packende Aufführung zu bieten hat.
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Die große Bühne wird dem Besucher dann auch im Inneren des Ballons bereitet. Durch eine Luftschleuse gelangt man auf die zur Plattform umgebaute Gasdruckscheibe und badet geradezu im weißen Licht. Es kommt aus 60 Strahlern sowie aus den Deckenfenstern des Riesenbaus und wird durch die Außenhaut des „Big Air Package“ auf wunderbare Weise gefiltert. Und da man den Gasometer nicht umsonst eine Kathedrale des Industriezeitalters nennt, glaubt man gerne: Gott schaut gerade durchs Oberlicht herein. Ein bisschen misslich an der Sache ist, dass man die meiste Zeit mit dem Kopf im Nacken nach oben starren muss. Aber warum sollte es in einer Kunstkathedrale bequemer zugehen als auf der harten Kirchenbank.

Der klassische Windbeutel
Zutaten
400 ml Wasser
100 g Butter
1 Prise Salz
200 g Mehl
5 – 6 Eier
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Zubereitung
Die Zubereitung ist ganz einfach: Butter, Wasser und Salz in einen Topf geben, aufkochen, das Mehl dazugeben und bei niedrigster Hitze kräftig mit einem Löffel rühren, bis der Teig zu einem Kloß geworden ist und sich leicht vom Boden des Topfes löst.

Nun den Topf vom Herd nehmen und nach und nach die Eier einzeln unterrühren.
So lange rühren, bis sie sich jedes Einzelne vollständig mit dem Teig verbunden hat.
Die Brandteigmasse nun mit einem Spritzbeutel auf ein gut gefettetes oder mit Backpapier belegtes Backblech spritzen. (Abstand halten, die gehen auf!)

Bei 220° C bei Oberhitze backen. Sie können sowohl süß, als auch pikant gefüllt werden.

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Gebratenes Huhn in würziger Zitronensauce

Einst schenkte mir eine liebe Freundin das Buch: „Wenn schöne Frauen morgens sich erheben“ und darin sind Bilder von Rudi Hurzlmeier; unter anderem ein Zitronenhuhn. Das animierte mich, solch ein Zitronenhuhn zu basteln, zu fotografieren und zu photoshoppen!
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Das Rezept kommt aus Kalifornien und ist von Hugh Carpenter. Als ich vor nahezu 30 Jahren bei ihm aß, nahm ich dies Rezept mit. Er demonstriert, dass die amerikanische Küche nicht nur aus Steaks und Hamburgern besteht. All die Jahre lag es in einer Mappe mit Rezepten – wie das so ist. Jetzt bin ich wieder einmal darüber gestolpert und habe es nachgekocht. Und was ist aus Hugh Carpenter geworden? frug ich mich sofort. Inzwischen gibt es das Internet und ich fand ihn auch. Auf seiner Internetpräsentation www.hughcarpenter.com las ich dann: „Hugh Carpenter is one of the most popular and entertaining cooking teachers in America. In 37 years of teaching, more than 100,000 students have attended his classes in cooking schools across North America.“ Stimmt, es war ein Erlebnis ihn und seine Küche kennen zu lernen.

Im Originalrezept nimmt er Wildhühner. Aber wo bekomme ich die her? Ich nahm Stubenküken, die ungefähr die gleiche Größe haben.

Zutaten
4 Stubenküken oder kleine Hühner
4 Zitronen
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
100 Butterflöckchen
2 EL Stärkemehl
2 Knoblauchzehen, fein gewiegt
1 EL fein gewiegter,frischer Ingwer
etwas Dill zum Garnieren

für die Sauce:
120 ml Hühnerbrühe
2 TL fein gewiegte Zitronenschale
80 ml Zitronensaft
80 g Zucker
60 ml trockener Sherry
2 EL helle Sojasauce
1/2 TL chinesische Chilisauce
1/4 TL zerstoßener Szechuan-Pfeffer
1/4 TL Salz

Zubereitung
Den Ofen auf 220° vorheizen und die Stubenküken hineinlegen. Die Zitronen halbieren und über jedem Huhn eine Hälfte ausdrücken. Danach die ausgedrückte Schale in die Bauchhöhle schieben. Etwas salzen und pfeffern, mit den Butterflöckchen belegen und ca. 30 Minuten im Backofen braten.
Dabei sollten die Hühner ca. 3 x begossen werden.
Sie sind gar, sobald das Fleischthermometer 75° abzeigt und der austretende Saft hell und durchsichtig ist.

Für die Sauce die Zutaten in einer Schüssel verrühren und beiseite stellen. In einer anderen Schüssel das Stärkemehl mit der gleichen Menge Wasser anrühren und ebenfalls beiseite stellen.

Die garen Wildhühner auf einem Teller anrichten, das Fett im Bräter bis auf einen EL abgießen und dann Knoblauch und Ingwer darin kurz sautieren. Die Sauce zugeben und zum Kochen bringen, dabei den Bratensatz lösen. Mit dem angerührten Stärkemehl leicht binden und über die Hühner schöpfen.
Mit Dill garnieren.

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