Scones – traditionell englisch oder „im Café bei Schwarzenbach” (Zürich)

Direkt neben Zürichs altehrwürdigem „Colonialwaren“  Laden Schwarzenbach mit seinen in tausend Schublädchen gestopften Schätzen sowie exotischen Gewürzmischungen und getrockneten Früchten, liegt das Café-Lokal „Schwarzenbach“. Hier kann man Kaffeespezialitäten und Dutzende von Teesorten degustieren. Für den kleinen Hunger gibt es neben etlichen Gebäckvariationen Scones. Leider findet man die auf dem Kontinent  viel zu selten. Dazu kann ich einen Kaffee aus Jamaica Blue Mountain 1st Grade Bohnen empfehlen.

Hier das Rezept zum Nachbacken:
Zutaten:
225 g Mehl
55 g kalte Butter
2 Pck. Backpulver
1/2 Teelöffel Salz
150 ml Milch
1 Ei verquirlt mit etwas Milch

Mehl und Backpulver vermischen und zusammen mit Butter, Salz und Milch verkneten, bis der Teig geschmeidig ist.
Nun den Teig auf ca. 2 cm Dicke ausrollen.
Mit einer runden Form oder einem Glas die Scones ausstechen.
Die Scones auf ein eingefettetes Backblech legen und mit der Ei/Milchmischung bestreichen.
Das Blech auf die mittlere Stufe schieben und für ca. 15 min bei 180° backen. Jedenfalls so lange, bis die Scones gut aufgegangen und goldbraun sind.
Die fertigen Scones sollten gut auskühlen, bevor sie mit Erdbeermarmelade und Clotted Cream serviert werden.

Da es schwierig ist „Clotted Cream“ zu bekommen, stelle ich diese ersatzweise aus zwei Teilen Vollmilch mit 1 Teil Crème double vermischt her. Diese Mischung sanft erhitzen und über Nacht kühl stehen lassen. Den geklumpten Rahm schöpft man von der Oberfläche ab.

Am Nachmittag am Ufer der Limmat:

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Kartoffelstampf mit Löwenzahn, Speck und Schalotten

In Holland stand ich ratlos im Supermarkt vor dem Regal mit Fertiggerichten. Da gab es so viele Dinge, die mir sehr fremd waren – unter anderem Andijviestamppot. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, was das sein sollte. Am selben Abend fand ich es auf der Speisekarte eines Landgasthofes am Niederrhein. Also so etwas probiere ich aus? Und wie schon Schnuppschnüss in ihrem Blog schreibt: „Ein überraschend schmackhaftes Hauptgericht“ – Kartoffelbrei, mit Endiviensalat und Speckwürfeln (Das Originalrezept findet man auch in seinem Blog).
Inzwischen habe ich damit experimentiert und dies ist die Variante, die ich letztens zubereitet habe:

Zutaten:
1 kg mehlig kochende Kartoffeln
½ kg Löwenzahn (Zuchtlöwenzahn, der wilde Löwenzahn ist im späten Mai bereits zu bitter)
3 Schalotten
250 g Bacon in feine Streifen geschnitten
50 g Butter
Salz
Pfeffer
Muskat
200 ml Milch

Die gewürfelten Kartoffeln kochen, abgießen, ausdampfen lassen.
Den Löwenzahn gut gewaschen in feine Streifen schneiden.
Den Speck in der Butter mit den feingewürfelten Schalotten anrösten, bis der Speck knusprig ist und die Schalotten Farbe angenommen habe.
Die Speck-Butter-Schalotten zusammen mit der Milch auf die Kartoffeln geben, den feingeschnittenen Löwenzahn dazugeben und mit einem Kartoffelstampfer einen Brei bereiten, der gesalzen mit weißem Pfeffer und Muskat abgeschmeckt wird.
Und meine Gäste fanden es außergewöhnlich gut.

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Schweinebauch mit Pflaumensauce

Das Rezept stammt aus Norddeutschland. Es könnte auch aus dem asiatischen Raum, speziell aus China kommen.

Zutaten für den Schweinebauch
250 g Schweinebauch vom Freilandschwein (Mangalitzer, Bentheimer Landschwein, Schwäbisch-Hällisches  …) pro Person
1 Möhre, geschält und in große Stücke geschnitten
1 Stange Lauch
1 Zwiebel, geschält und in große Stücke geschnitten
1 Stück Sellerie, geschält und in große Stücke geschnitten
2 Lorbeerblätter
1 Msp. Piment d‘ Espelette
1 kleiner Bund Thymian
3 Knoblauchzehen
10 Pfefferkörner
1 Blättchen Muskatnussblüte
1 Liter Wasser
½ Fl. trockener Cidre
16 Backpflaumen
etwas Zuckerrübensirup
6 Wacholderbeeren
1 kleiner Bund Rosmarin

Zutaten für die Sauce
½ Flasche körperreicher Rotwein
4 cl Aprikosenbrand
pro Person 4 eingeweichte getrocknete Pflaumen, feingeschnitten
2 EL Honig oder Johannisbeergelee
1 TL Senf
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Das Gemüse putzen, in grobe Stücke schneiden und auf den Boden eines möglichst gusseisernen Bräters legen. Die Gewürze zugeben, das Wasser und den Cidre angießen und alles kurz aufkochen, das Bauchfleisch oben auflegen, die Haut sollte so eben unter die Flüssigkeit kommen und bei 150° für ca. 2 ½ – 3 Std. garen.
Danach die Haut mit Zuckerrübensirup bestreichen (ich kann mir auch eine Honig-Senf-Mischung vorstellen) und das Fleisch in das Backrohr geben (180°), damit die Haut knuspriger wird.

Inzwischen den Bratensaft vom Gemüse trennen. 1 /2 Flasche körperreicher Rotwein, 12 entsteinte Backpflaumen, 2 EL rotes Johannisbeergelee oder Honig und 1 TL scharfen Senf zugeben und die Sauce reduzieren. Zwischendurch mit dem Zauberstab alles aufmixen und dann mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.

Wenn die Sauce fertig ist, zum aufgeschnittenen Fleisch servieren.

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