Winterdrinks nach Nigel Slater aus dem „Wintertagebuch“

Als Abonnent des Guardian lese ich täglich unter der Rubrik „Life style“ die dort vorgeschlagenen Rezepte. Unter den Kolumnisten schätze ich besonders Rachel Roddys italienische Gerichte, Ravinder Bhogals indische Küche. Aber vor allem mag ich die genialen einfachen Rezepte von Nigel Slater.

Nigel Slater ist mein Favorit und nicht nur im Guardian. Ich glaube ich habe inzwischen alle seine Bücher gelesen. Sie sind nur im entfernten Sinn Kochbücher, da er seine Rezepte in Geschichten einfließen lässt. Eines seiner schönsten Bücher, ist das Wintertagebuch. Es ist begleitet mich von November bis gegen Ostern durch die Winterzeit und von Zeit zu Zeit koch ich einige Rezepte nach.

Dieses Jahr habe ich mich entschlossen drei Rezepte für das Jahresende auszuprobieren: Drei Winterdrinks aus Trockenfrüchten die zeitig angesetzt bis zu den Weihnachtsagen reifen können.

Aprikosen, Orange und Anis

500 g getrocknete Aprikosen werden zusammen mit den Zesten einer Orange, 4 Sternanis 150 g Zucker in 300 ml Brandy aufgekocht und so lange gerührt, bis der Zucker sich gelöst hat. Dann ich ein sterilisiertes Einmachglas füllen und mit 300 ml süßem Wein aufgießen.

Feigen mit Ahorn Sirup und Anis

250 g Zucker mit ½ Teelöffel Anis und 100 ml Ahornsirup mischen, die Feigen halbieren, dazugeben und Anis und 750 ml trockenem Weißwein verrühren. Aufkochen lassen, die Temperatur herunternehmen und 20 Minuten köcheln lassen, bis die Feigen prall mit dem Sud gefüllt sind. In ein Einmachglas umfüllen und mit 250 ml Wodka auffüllen.

Muskateller Dörrpflaumen

250 g Dörrpflaumen mit 125 g goldgelben Sultaninen in 750 ml Muskatellerwein geben und mindestens 4 Wochen ziehen lassen.

Feigen und Gorgonzola

Die alten Römer liebten sie und wir auch – die süße, frische Feige ist eine der aufregendsten Früchte des Herbstes.  Sie passt fast zu jedem Anlass, von Käsebrettern bis zu Torten. Ihr intensiver Geschmack lässt sie mit allem gut harmonieren, egal ob sie in süßen als auch in herzhaften Speisen verwendet wird.

Ihr intensives Farbspiel passt zum Herbst: Zu den schönsten gehört das tiefe Blau, vermischt mit rot und dem violett der Feigen. Aufgeschnitten präsentiert sie uns ein leuchtendes Rot in einem hellen Ramen.

Das folgende Rezept habe ich als einfachen Snack zum Abend zubereitet. Es ist ein  total einfache Rezept, das die komplementären Aromen für sich sprechen lässt.  Garniert wird es mit gerösteten Mandeln, Honig und Balsamico.

Zutaten:
2 Feigen, reif
1 EL Akazienhonig
1 EL Puderzucker
2 Zweige Zitronenthymian
60 g blanchierte Mandeln, grob gehackt
Olivenöl
Meersalz
160 g Gorgonzola Dolce Latte
Akazienhonig , zum Besprenkeln
1 Schuss Balsamico-Essig
1 Handvoll Rauke

Zubereitung:

Zuerst die Mandeln in eine große Pfanne mit einem großzügigen Spritzer Öl und einer großzügigen Prise Meersalz geben. Bei mittlerer Hitze rösten, bis die Mandeln leicht gebräunt sind und das Öl absorbiert haben.

Probieren und eventuell bei Bedarf weitere Gewürze hinzufügen. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen, bis die Mischung benötigt wird.

Die Feigen halbieren und mit der Schnittseite nach oben auf ein Backblech legen. Gleichmäßig mit Honig beträufeln und den Puderzucker bestäuben

Den Zitronenthymian auf ein Brett legen und vorsichtig mit einem Messerrücken zerquetschen. Dann über die Feigen streuen.

Diese legen wir nun bei sehr schwacher Hitze unter einen Grill. Erhitzen, bis die Feigenoberseiten weich werden, leicht anschwellen und Honig und Zucker aufnehmen. Vom Herd nehmen und beiseite stellen.

Zum Servieren den Gorgonzola in 4 gleiche Portionen teilen und neben den Feigen auf Teller legen. Mit etwas mehr Honig und einem Schuss Balsamico beträufeln. Mit den Mandeln und einigen gewaschenen Rucola-Blättern garnieren. Sofort servieren.