Spinatsuppe mit pochiertem Ei und Kürbiskernölschaum

Hier ein Beispiel aus unserem Diätplan. Leider gibt es kein Bild.

Zutaten:
für die Suppe
1 kleines Stück Butter
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
600 g Spinat
1 l Hühnerbrühe
1/8 l Sahne
Salz
Pfeffer
Muskat
Estragon

für den Kürbiskernölschaum
50 g Butter
wenig Estragon
70 ml Hühnerfond
120 ml Kürbiskernöl
Salz
Pfeffer
1 Schalotte
120 ml trockener Weißwein

4 Eier zum Pochieren
Essig

das Tüpfelchen: einige Kürbiskerne

Für die Suppe die Butter auslassen und darin die gewürfelte Zwiebel und den Knoblauch anziehen lassen. Spinat grob gehackt dazugeben und mit der Hühnerbrühe auffüllen. Leicht köcheln lassen. Die Sahne und den Estragon dazugeben und anschließens abschmecken. Kurz mit dem Pürierstab durchgehen. Aber so, dass es nicht gleich eine homogene Masse wird.

Den Hühnerfond, Weißwein und die Schalotten samt den Gewürzen in einem Topf zum Kochen bringen. Diesen Fond auf die Hälfte reduzieren. Den Fond abseihen, einen neuen Topf in einem Wasserbad erhitzen und darin den Fond mit einem Eigelb schaumig schlagen. Die Butter und das Kürbiskernöl hinzugeben und vorsichtig mit dem Fond in der Pfanne im Wasserbad verrühren. Wenn dieser Schaum eine luftig-cremige Konsistenz angenommen hat, mit Salz und Pfeffer abschmecken und warm stellen.

Die Kürbiskerne trocken in der heißen Pfanne rösten und danach grob hacken.

Die Eier pochieren und die abgetropften fertigen Eier auf die Suppe geben. Das Ei mit dem Kürbiskernölschaum überziehen und mit den gehackten, gerösteten Kürbiskernen bestreuen.

Veröffentlicht unter Rezepte | 4 Kommentare

Kindheitserinnerungen – Der mit dem Blubb!

Den mit dem Blubb gab es bei uns nie, denn Spinat wuchs im Garten und nicht in der TK Truhe. Es gab genug kulinarische Sünden und Besonderheiten in den frühen 50er Jahren. Deutschland war noch in Zonen aufgeteilt und alles was aus Amerika importiert wurde, „Musste einfach gut sein“. Ich erinnere mich noch an ganze Hühner in Dosen – USA Import. Meine Mutter fand das praktisch und verarbeitete sie zu allen möglichen Salaten und fand, dass der Glibber (Gelatine) aufgewärmt eine gute Hühnerbrühe ergibt. Das meiste ist zum Glück nicht mehr in meiner Erinnerung. An eines erinnere ich mich aber noch gut. Ende der 50er Jahre brachte ein namhafter Puddinghersteller einen TV Spot für Instantpuddig. Ein Päckchen Puddingpulver mit Milch aufgeschlagen und ab in den Kühlschrank. ….. nach 15 Minuten holte die glückliche Köchin eine Schüssel heraus, randvoll mit leuchtend orangefarbenem Pudding. Meine Großmutter war begeistert. Sie brachte bald solch ein Päckchen Puddingpulver mit und ….. – die Schüssel die aus dem Kühlschrank kam, war nicht randvoll. Es gab keine wunderbare Vermehrung. Das schlimmste war, der Pudding schmeckte so grausam, dass ihn niemand essen wollte. Seit jenem Tag glaubte sie nie wieder einer Werbung.
ei-im-nest
Den Spinat meiner Kindheit habe ich gut im Gedächtnis. Es gab nur eine Zubereitungart: der Spinat wurde gekocht und dann durch die feine Scheibe des Fleischwolfs passiert. Dazu mehlig kochende Kartoffeln und ein Spiegelei, das auf dem Spinat ausgebreitet Ochsenauge hieß.Inzwischen habe ich ja viele feine Rezepte mit Spinat gelesen und ausprobiert. Doch immer wieder verlangt es mich nach dem alten guten passierten Spinat. Inzwischen verfeinere ich ihn aber auf verschiedene Arten. Mal gebe ich den „Blubb“ (Sahne) dazu, mal kombiniere ich die Sahne mit Gorgonzola oder auch Parmiggiano Reggiano. Meist lasse ich aber fein gehackte Schalotten in wenig Olivenöl anziehen und gebe dann den Spinat dazu. Nicht passiert, das kommt erst später. Wenn der Spinat ausgedünstet hat, nehme ich den Pürierstab und ziehe ihn durch den Spinat, den ich jetzt noch mit Salz, Pfeffer und einer Spur Muskat abschmecke. Thymian passt übrigens auch. Es gibt so viele Varianten, dass ich sie kaum aufzählen kann.

Das „mit dem Blubb“ aus der TK ist ja wohl auch nur ein Gag der Lebensmittelindustrie. Hatte man doch das Gefühl etwas Besseres zu haben. Naja, wenn ich auf Fertigbackmischungen lese, dass man noch ein (in Zahlen „1) Ei dazugeben muss, weiß ich, dass manche Hausfrauen das Gefühl brauchen, selber zu backen.
ei-im-nest-roh
Zu meinem Spinat gab es eine optisch hübsche, aber kulinarisch enttäuschende Eierspeise. Das Eiweiß habe ich steif gesalzen, steif geschlagen und auf ein Backblech gesetzt. Das Eigeld kam oben in eine Vertiefung hinein und dann alles für 7 Minuten bei 150° C in den Backofen. Das solle man vielleicht mit Käse im Eiweiß machen – ich experimentiere weiter. Heute wäre mir ein Ochsenauge lieber gewesen.

Veröffentlicht unter Rezepte, vegetarisch | Verschlagwortet mit , | 16 Kommentare

Gartenleben und gegrilltes (Suppen-) Siedfleisch

Es war ein kühler Tag, den wir nach der Hitzewelle unbedingt brauchten. Gegen Abend wurde es sogar sehr kühl. Trotzdem, Grillen war angesagt. Ich hatte eine Experiment vor. Vor mehr als einem Jahr las ich in einem amerikanischen Blog über gegrillte Querrippe vom Rind. Federstück heißt das in der Schweiz, bin ich inzwischen belehrt worden, und Riedhüfel oder dicker Spitz in Österreich. Bisher hielt ich dieses Teil immer für ein ideales Fleisch zur Suppe.
Ich war beim Metzger meines Vertrauens (Denzel in Singen am Hohentwiel (D))und bekam nun ein wirkliches schönes Stück, wie aus dem Bilderbuch. Just als ich das Fleisch gekauft hatte, brachte die W.H. eine schweizer Zeitschrift mit einem Rezept, in dem ebenfalls Querrippe gegrillt wurde. Vorher wurde sie aber im Niedriggarverfahren gegart. So ganz gefiel mir das Rezept nicht, vor allem nicht die Kombination Petersilie und Schnittlauch als Kräuterkruste. Das ist aber für den versierten Foodbloger kein Problem. Die Querrippe (gut 1200 g) kam in einen Bratschlauch zusammen mit einigen Zweigen Rosmarin, Oregano, Thymian und Salbei. 6 Stunden bei 80° C im Backofenund das Fleisch war zart wie Butter.
querrippe-01
Bevor es auf den Grill kam habe ich das Fleisch rundherum mit einer Paste aus Olivenöl, Senf aus Dijon, Knoblauch und den selben Kräutern wie im Bratschlauch, diesmal fein gehackt, eingepinselt. Nun kam es für 5 Minuten auf den sehr heißen Grill. Gewendet und wieder eingepinselt, nach 5 Minuten und nach 3 Minuten wiederholt. Es hatte sich eine wundervolle Kruste gebildet. Durch das herabtropfende Fett schlugen die Flammen hoch, aber das verfeinerte noch den Geschmack, weil ich es immer wieder aus den größten Flammen herauszog.
querrippe-02querrippe-03
Es war so mit das Beste, was wir an Rindfleisch gegessen hatten – beurteilten auch die Gäste. Als Vorspeise gab es gebratene Weinbergpfirsiche mit roten Zwiebeln. Zum Fleisch reichte eine frühsommerliche Gemüseplatte.
weinbergpfirsich-mit-roten-zwiebelnsommerliches-gemuese

Veröffentlicht unter Allgemein, Fleisch, Rezepte | Verschlagwortet mit , , | 16 Kommentare