Spargel auf polnische Art

Wieso jetzt „Spargel auf polnische Art“, wenn ich doch ausschließlich englische Rezepte verbloggen wollte? Nun, die Geschichte beginnt damit, dass die Wilde Henne und ich auf dem Weg zum Tee waren. „Afternoon Tea“ bei Fortnum & Mason. Wir waren etwas früh und kamen bei Hatchards vorbei. Hatchards ist ein Buchhändler seit 1795 und -natürlich neben allem anderen – eine beeindruckende Kochbuchabteilung. Hier stach mir schon einige Tage vorher ein polnisches Kochbuch ins Auge oder besser gesagt, sein Inhalt: „Honey and Rye – modern polish recipes“ von Ren Behan. Es war die Interpretation klassischer polnischer Gerichte, die mich beeindruckte.
Wenn man nun berücksichtigt wie viele polnische Immigranten in Großbritannien leben, dass es überall polnische Geschäfte und Restaurants gibt, kann man dies eventuell sogar zu einem neuen Bestandteil englischer Küche halten.
Die Bezeichnung „a la polonaise“ war mir geläufig: in Butter angebratene Brösel, vermengt mit klein geschnittenen hart gekochten Eiern vermengt. Es geht aber auch anders. Die Bezeichnung „a la polonaise“ entstand dadurch, dass die französische Küche durch viele polnische Emigraten im 19. Jahrhundert beeinflusst wurde. Man kann diese buttrigen Brösel mit Ei über allerlei Gemüse geben.

Jetzt zu meinem Rezept aus „Honey and Rye“ für 2 Personen:
Zutaten:
ungefähr 500 g frischen Spargel
50 g Butter
1 TL Rapsöl
2 Scheiben Sauerteigbrot, ein Brotkrumen zerrissen
2 Eier
2 EL Weinessig
Die Ziesten einer halben Zitrone
Salz
1 TL frische Dillspitzen

Zubereitung
Den Spargel in einem großen Topf ca. 5 Minuten kochen.
Die Butter in einer Pfanne erhitzen und darin die Brotkrumen vom Sauerteigbrot goldgelb rösten.
Die Eier in Essigwasser pochieren.

Den Spargel auf den Tellern anrichten. Mit den Zitronenzesten und dem Dill bestreuen. Die Brotkrumen darüber geben und das pochierte Ei dazu servieren.

Tipps:
Ich habe für die Brotkrumen die Butter flüssig gemacht und die Brotkrumen darin gewendet. Dann backe ich die Brotkrumen für ca. 5 – 7 Minuten auf Backpapier im 175° heißen Ofen. So werden sie gleichmäßiger braun.

Es ist ganz schön anstrengend für mehr als zwei bis drei Personen pochierte Eier so zubereiten, dass sie alle gleichmäßig werden. Jetzt nicht mehr, seit ich einen Sous Vide Stab habe. Ich pochiere die Eier portionsweise und bewahre sie bis zum Servieren in 50° heißen, gesalzenem Wasser auf. Sie garen nicht mehr nach und sind so perfekt.

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