Toettchen

Mandarinenrisotto

| 19 Kommentare

Vor vielen Jahren sah ich in einer Zeitschrift das Rezept für ein Mandarinenrisotto. Das Rezept hatte ich nicht mehr, so schaute ich ein wenig durchs Netz und wurde natürlich fündig.
Mandarinen haben für mich einen wunderbaren Duft. All die Jahre, habe ich immer wieder an das Rezept gedacht, und mir diesen Mandarinenduft über dem Risotto vorgestellt. Der Duft der Mandarine ist so süß wie eine Süßigkeit. Leider findet man sie nicht mehr so häufig, sondern oft nur noch Clementinen.
mandarinenrisotto-01
Für mein Mandarinenrisotto habe ich erst einmal eine kleine Kiste Mandarinen besorgt. Ein Teil brauchte ich zum Kochen, den Rest zum Naschen.
Hier die weiteren Zutaten:
5 – 7 Mandarinen
pro Person 75 g Risottoreis Carnaroli
Zitronenthymian
Butter und / oder Olivenöl
1 Schalotte, gehackt
Weißwein
Hühnerbrühe
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Zuerst presse ich den Saft von vier, fünf Mandarinen aus.
In einer Sauteuse wird die Butter mit einem kleinen Löffel Olivenöl nicht zu hoch erhitzt. Darein kommt der Zweig Zitronenthymian und weiteres wird darin eine gehackte Schalotte angeschwitzt. Die Schalotte soll nicht bräunen, sondern nur glasig werden.
Jetzt gebe ich den Reis dazu und röste ihn mit. Die Temperatur ist immer noch gemäßigt, sonst wird das Reiskorn später nicht richtig cremig. Als Reissorte habe ich Carnaroli gewählt, weil er ein schön cremiges, dabei stets aber auch sehr kerniges Risotto ergibt. Bevor die erste Flüssigkeit dazukommt, nehme ich den Zitronenthymian heraus. Er hat seine ätherischen Öle ans heiße Fett abgegeben.
Mit etwas Weißwein ablöschen und so lange rühren, bis der Wein vollkommen reduziert ist. Jetzt kommt der Mandarinensaft dazu. Und ab jetzt immer rühren. Das Geheimnis eines guten Risotto ist: rühren, Flüssigkeit in kleinen Mengen, schluckweise nachgießen, rühren, nachgießen, rühren usw. Wer Risotto macht, kann nicht nebenbei ein paar andere Dinge erledigen!
Zum Nachgießen verwende ich eine leichte Geflügelbrühe.
Kurz bevor der Reis weich ist, gebe ich die Zisten von der Mandarinenschale und einige Mandarinenfilets mit in das Risotto. Das unterstützt den intensiven Mandarinengeschmack.
Zum Schluss rühre ich noch etwas Butter unter den Reis.

Auf keinen Fall jetzt noch einen Käse hinzugeben. Das Risotto serviere ich mit Mandel-Sesam-Huhn – das Rezept folgt in wenigen Tagen.

Print Friendly, PDF & Email
Share on Facebook

19 Kommentare

  1. Sehr lecker, Rezept nehm ich gleich mal mit! Und wie ich so auf das Bild schaute, noch bevor ich mit lesen begonnen hatte, dachte ich – so ein Stückchen Huhn dazu – und schon schreibst Du es im letzten Satz :D

  2. Und als hätte ich es geahnt, habe ich bereits unbehandelte Mandarinen gekauft. Jetzt warte ich gespannt auf das Mandel-Sesam-Huhn. :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

  3. fein!
    Risotto könnte ich bald täglich essen und du verhilfst mir mit deiner Variante zu einem weiteren Risottorezept. *freu*

  4. Ich bleib gleich hier und warte auf das Mandel-Sesam-Huhn, weil das Mandarinenrisotto hat mich schon restlos in den Bann gezogen.

  5. Boah, wie fein ist das denn! Wenn das annähernd so fein schmeckt wie mein Zitronen Risotto (und daran zweifle ich nicht), dann ist es extrem lecker :-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  6. Muss ich unbedingt ausprobieren. Wenn ich nur wüsste, wo ich bezahlbare Bio-Mandarinen finden kann. Bisher konnte ich sie nur in demeter-Qualität sichten, aber 18 Franken pro Kilo sind einfach jenseits von Gut und Böse. :-(

  7. Ich bin hin und weg und völlig begeistert. Das ist ein Essen bei dem mein Herz lacht. Das Huhn nehme ich gerne nich dazu…
    Meine Frau Schwiegermutter bestellt Mandarinen direkt vom Baum in Spanien und ist sehr zufrieden damit.
    Liebe Grüße, Ute

  8. Ich schliesse mich Arabella an – mir täte ein Teller Risotto auch reichen. Das Huhn würde ich dann am andern Tag mit Salat essen.

    Mich erstaunt, dass Du den Saft der Mandarinen auch verwendest. Ich habe schon ein paar Mal mit Mandarinensaft experimentiert und festgestellt, dass dieser – sobald er gekocht ist – praktisch null Geschmack mehr hat. Der Geschmack kommt eigentlich nur von der Zeste oder wenn man kurz vor dem Servieren Mandarinenschnitze unterhebt, ohne die noch zu kochen.

    • Das kann natürlich stimmen, dass der Saft keinen Geschmack bringt, aber das müsste man ausprobieren. Ich habe keine Nullvergleich gemacht und immer den Saft dazu genommen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*