Mandel-Sesam-Huhn

Dieser Tage flatterte mir unverhofft ein goldgelbes Huhn auf den Tisch. So richtig geflattert ist es nicht, denn es entbehrte bereits jeglicher Federn. Und trotzdem kam es unverhofft. Am frühen Morgen traf ich einen mir gut bekannten Bauern mit Demeterlandwirtschaft. Er klagte, er habe so schöne Masthühner geschlachtet und auf dem Markt auf Laufkundschaft gehofft. Die kam dann aber nicht und so hatte er noch einige Exemplare übrig. Und auf seine Frage: „Willst Du nicht eines nehmen, ich geb Dir Rabatt!“, bin ich gleich mitgegangen. Ich liebe Rabatt und ich liebe gute Masthühner.
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Das Huhn wog satte 2,78 kg und wäre für ein Gericht viel zu viel und auch zu schade gewesen. So habe ich es zerlegt und die Brust, einen Schlegel und einen Flügel zubereitet. Der Rest fand Obdach im TK.
Ein Huhn, so überraschend, erfordert ein besonderes Rezept. Mit viel Mühe habe ich die Haut an vielen Stellen eingestochen und Mandelstifte unter die Haut geschoben. Zur Würze mischte ich Salz, schwarzen Pfeffer, eine Spur Muskat und Rauchpaprikapulver mit zwei EL Traubenkernöl. Da gab ich dann noch etwas fein geschnittene Petersilie und Sesam dazu. Das Huhn darin wenden, diese Würzmischung vorsichtig in die Haut reiben und etwas liegen lassen.
Jetzt den Ofen auf 180° C vorheizen und das Huhn in einer Bratform offen braten. Nach ca 1 Stunde war es wunderbar durch,braun und knusprig.
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Auf die Zutatenliste verzichte ich jetzt. Die Mengen wählt man nach seinem eigenen Geschmack.

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26 Gedanken zu „Mandel-Sesam-Huhn

  1. Ich suche noch nach einem Weihnachtsgericht für meine Enkelin. Ich glaube ich hab es hier gefunden. Zwar kein ganzes Huhn….. aber auch als Filet kann ich mir es gut vorstellen. Ich habe Glück. Hier bei uns auf dem Markt fliegen die Viecher rum.

    Liebe Grüsse aus meiner Küche

    • Das man die Mandelstifte unter die Haut schiebt, liegt wohl daran, dass sie nicht verloren gehen. Ich habe diese Methode in einem chinesisch-indonesischen Restaurant in Nijmwegen kennengelernt. Das Restaurant hieß „Kota Radja“ und existiert leider nicht mehr. Heute ist dort das Gasthaus zum Goldenen M. Dort bin ich fast ein Jahr zwei bis dreimal pro Woche essen gegangen. Die hatten ein wunderbares Mandelhuhn mit halbierten Mandeln. Daran hatte ich mich orientiert.
      Liebe Grüße
      Gerd

  2. Fast drei Kilo, das ist aber auch ein stattliches Huhn gewesen. Für gute Qualität gebe ich gerade auch bei Huhn sehr gern Geld aus, und mit Rabatt… ein Träumchen! Sehr lecker sieht es nach Deiner köstlichen Behandlung im Solarium aus, so würde ich das auch gern essen.

    Ich muß auch mal wieder Huhn machen…

    Dickes Drückerle, Tanni

  3. Ahhh, da ist ja das Hendl! Bin ich dir im Weg herumgesessen, dass du es so schnell gepostet hast? ;)

    Die Sache mit den Mandeln find ich gut, weil die wirklich immer abhanden kommen und ganz unten irgendwo herumdümpeln.
    Und ich frag mich immer, bitte was macht ihr in Deutschland mit euren Hendln, dass sie so groß werden? Im Leben krieg ich kein so großes Viech zu kaufen. Die Kochpoetin Eva macht mich schon immer so kribbelig, wenn ich lese, dass bei ihr die Hühnerbrust mehr wiegt wie bei mir ein ganzes Hendl.

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