Walisische Kuchen

Eine Spezialität aus Wales, die nicht nur zur Weihnachtszeit serviert wird, aber gut passt und eventuell passend gemacht wird. Diese Küchlein werden nicht im Ofen, sondern in der Pfanne gebacken und sind ein schnelles, einfaches, aber sehr leckeres Gebäck.

Zutaten

225 g Mehl und 1 TL Backpulver
1 Prise Salz
100 g Butter oder Margarine, plus extra zum Kochen
50 g Puderzucker, zusätzlich zum Bestreuen
50 g Korinthen
1 Ei, geschlagen mit 3 EL Milch

Jetzt zur Weihnachtszeit kann man ein viertel TL Lebkuchengewürz dazugeben.

Alternative kann man auch es mit fein gehacktem Dörrobst oder tropischen Früchten probieren. Etwas geriebene Zitrone oder Orangenschale eignen sich ebenfalls. Die Welsh Cakes werden mit wenig Orangensaft mit Schalenabrieb und Streuzucker, sowie mit etwas weicher Butter serviert.

Ich habe etwas Orangenmarmelade vermischt Cointreau verwendet.

Zubereitung

In einer großen Schüssel Mehl und Salz vermischen und die Butter einreiben. Den Zucker und die Johannisbeeren hinzufügen und gut umrühren.

Das Eier-Milch-Mischung hineingeben und vermengen, bis ein fester Teig entsteht

Den Teig auf einem leicht bemehlten Brett bis zu einer Dicke von 5 mm ausrollen und mit einem Gebäck- / Keksschneider ausstechen

Die Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen,  bis sie heiß ist. Mit wenig Butter einfetten. Die Pfanne sollte so heiß sein, das einige Spritzer Wasser, die man auf die Backfläche spritzt, in in kleinen Kugeln springen und verdunsten. Eine schwere Gusseisenpfanne ist dafür ideal. Die Kuchen für ca. 3 bis 4 Minuten auf jeder Seite backen, bis sie goldbraun sind und leicht gestiegen sind.

Noch warm mit mehr Zucker bestreuen und sofort servieren.

Bread and Butter Pudding

Das ist ein typisches englisches Familiendessert, beliebt bei Jung und Alt. Der bekannteste Liebhaber von „Bread and Butter“ Pudding in Deutschland dürfte Inspektor Barnaby, aus der gleichnamigen Krimiserie sein. Mehrmals wird dies in der Serie erwähnt. Und Tom Barnaby kocht auch – ab und zu. So endet eine Folge mit dem Dialog zwischen seiner Tochter Cully und Troy mit den Worten: (Troy) „What’s new from the front?“ und Cully antwortet: „He’s doing coq au vin with bread and butter pudding.“

Es gibt sicher so viele Rezepte für diese wundervolle Nachspeise, wie es Hausfrauen in England gibt. Meines kann mit allen möglichen Zutaten verändert werden. Ich mag es aber am liebsten ganz einfach – und dann dazu rote Johannisbeermarmelade.

Zutaten:
100 g ungesalzene Butter, weich
1 große Prise frisch geriebener Muskatnuss
1 großer TL  Zimt
8 x 1 cm Scheiben Weißbrot
Sultaninen (Menge nach Geschmack)
4 große Bio-Eier
120 g Zucker
250 ml Milch
250 ml Rahm
1 Vanilleschote, aufgeschnitten und ausgekratzt
4 Esslöffel Johannisbeermarmelade

Zubereitung:
Zuerst buttern wir eine Auflaufform aus.

Den Zimt und die geriebene Muskatnuss in die Butter einarbeiten.

Vom Weißbrot die Kruste entfernen und jede Scheine auf einer Seite dünn mit der Gewürzbutter bestreichen, dann schneiden wir sie in Dreiecke.

Wir ordnen nun die Brotdreiecke mit der Butterseite nach oben auf dem Boden der Auflaufform und streuen zwischen jede Schicht einige Sultaninen, bis  das ganze Brot verbraucht ist.

Nun erhitzen wir in einer Kasserolle vorsichtig bei schwacher Hitze die Milch und die Sahne. Die ausgeschabte Vanille. sowie die Schote gebe ich mit in die Milch. Das Gemisch soll nicht kochen. Und zum Schluss nicht vergessen, die Vanilleschote wieder herauszunehmen.

Die Eier werden mit  drei Viertel des Zuckers aufgeschlagen und dann in die warme Milch-Sahne-Mischung eingerührt. Die Mischung kommt über die vorbereiteten Brotschichten. Danach lässt man diese 30 Minuten stehen, damit sich das Brot gut vollsaugen kann.

Den Backofen auf 175° vorheizen. Den restlichen Zucker (ich bevorzuge dafür braunen Rohzucker) über den „Pudding“ geben und danach geht alles für 35 – 45 Minuten in den Backofen. Da muss man schon mal schauen, wie weit der Pudding ist, weil das vom verwendeten Brot abhängt. Die Oberseite sollte goldbraun sein.

Zum Servieren gebe ich rote Johannisbeermarmelade dazu.

Lemon Posset

Lemon posset ist ein in England sehr beliebtes und wunderbares Dessert. Und genau so wunderbar ist die Geschichte dieses Desserts. So berichtet uns bereits Shakespeare davon in verschiedenen seiner Werke: Lady Macbeth hat Duncans Wachen mit «drugg’d» possets vergiftet. Und in den lustigen Weibern von Windsor (The Merry Wives of Windsor) läßt er Mistress Quickly sagen: «Go; and we’ll have a posset for’t soon at night, in faith, at the latter end of a sea-coal fire». Der Begriff posset erlebte im Laufe der Jahrzehnte einen enormen Wandel. Ursprünglich bezeichnete man damit eine besondere Tasse. Später war es der Inhalt, vorzugsweise Kakao, der vor der Nachtruhe genossen wurde. Bis vor einigen Jahrzehnten verstand man darunter ein wärmendes Getränk.

Dann kamen die Jahrzehnte, in denen Posset aus Milch mit Alkohol oder Zitrussaft hergestellt wurde. Besonders beliebt war er mit Sherry. Mitte des 18. Jahrhunderts fügte man der Mischung gemahlenen Mandeln, zerkleinerten Kekse oder Eigelb hinzu, um sie zu verdicken. Schließlich wandelte sich Posset zu einer süssen Speise aus Sahne und Wein, die über einer Bain Marie mit Eigelb angedickt wurde. Nun sind wir bereits nahe beim modernen posset,
Das ausschließlich aus Rahm, Zucker und einem Geschmacksstoff besteht. Und trotz der langen Geschichte, wird es in keinem der alten klassischen englischen Kochbücher erwähnt.
Ich habe viele Rezepte gelesen, um das perfekte Posset zu finden. Im wesentlichen glichen alle einander. Sahne – Zucker – Zitronensaft, dazu manchmal Zitronenzesten. Jamie Olivier beschreibt ein Posset mit zusätzlichem Orangensaft und Orangenzesten, das gefiel mir. Weil ich noch Pomeranzenzesten hatte, kamen diese zum Einsatz. Hier also das Rezept:

Zutaten:
600 ml Sahne (mindestens 32 %)
150 g Zucker
100 ml Zitronensaft
die Zesten von zwei nicht behandelten Zitronen
1 TL Pomeranzenzesten
Himbeeren (oder etwas anders) und Minzblätter zur Dekoration.

Zubereitung:
Die Sahne mit dem Zucker unter stätigem Rühren erhitzen und 3 Minuten simmern lassen.
Vom Herd nehmen, den Zitronensaft, die Zitronen- und Pomeranzenzesten zugeben und gut einrühren.
In Gläser füllen und mindestens 3 Stunden kalt stellen
Mit Himbeere und Minzblatt vor dem Servieren dekorieren.