Erfrischender Gurkensalat ganz ausserhalb der Jahreszeit

Es gibt so viele Rezepte für Gurkesalat, dass man sie beim besten Willen nicht alle kennen kann. Lange Jahre war meine bevorzugte Variante ein wundervoller Gurkensalat, den wir oft an warmen Sommerabenden in Ungarn aßen. Nahe Gunaras gab es ein Gestüt mit einer Restauration, die ihn als erfrischende, kühle Vorspeise servierten. Uborkasaláta tejfölös hieß er. Das Rezept hatte ich mitgenommen und ihn oft zubereitet. Das Rezept findet sich auf der Seite www.mindmegette.hu. Es ist sehr empfehlenswert.

Doch vor einigen Tagen – ich habe ja lange kaum noch in den Foodblogs gelesen, weil ich auf dem Weg von Wal zum Aal bin – stieß ich bei der Bloggerin „For the Love of the South“ auf einen Gurkensalat, den ich mir nicht so recht vorstellen konnte. Da er aber gut in meinen Diätplan passte, habe ich ihn ausprobiert: und er war fantastisch. Eine Kleinigkeit habe ich geändert. Anstelle von Parmesanspäne habe ich Schafskäse zum Salat genommen. DenSchafskäse habe ich vorab im Dressing für den Salat mariniert.
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Ideal dafür sind kleine Freilandgurken, die großem nach Nichts schmeckenden Schlangengurken sollte man besser liegen lassen. Und ich fand sogar in dieser Jahreszeit kleine Gartengurken. Manchmal breche ich meinen Vorsatz, nur saisonales Gemüse und Salate zu kaufen. Aber ehrlich; ohne Importe würde es im Winter ja kaum etwas Grünes geben.
Die Gurke wird der Länge nach geschnitten.Zum Schneiden wäre hier eine Mandoline ideal. So eine Mandoline in der Küche ist ein wunderbares Gerät. Viele Jahre glaubte ich, so etwas haben zu müssen. Ich hatte mich auch in ein wundervolles Schneidewunder von de Buyer verguckt. Dann, eines Tages, war es einmal so weit. Kochversessene kennen das. Man kann an keinem Kücheladenvorbeigehen, ohne darin zu stöbern. In einem kleinen Kochshop in Verbania stand sie: eine De Buyer 1830 Ultra 2.0 Master. Ich habe gezögert und dann der schnelle Entschluss – sie war mein. Benutzen tu ich sie viel zu selten, sondern nehme immer noch meinen alten Käsehobel, den ich mir vor Jahrzehnten kurz nach dem Studium gekauft habe. Er ist praktisch, die Schnittstärke lässt sich verstellen und die Klinge kann man schärfen. Er ist eines der häufig benutzten Utensilien in meiner Küche. Sollte ich aber mal die Mandoline brauchen, habe ich jetzt eine.
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Zurück zur die Gurke, die der Länge nach geschnitten wird. Dabei drehe ich sie immer etwas um ihre eigene Achse, so dass das Weiche mit den Kernen aus der Mitte nicht in den Salat kommt. Danach werden die Gurkenstreifen gesalzen, nach einer Weile sollte man das Salz abwaschen und die Gurkenstreifen leicht mit der Hand ausgedrückt.
Für das Dressing brauche ich eine Zitrone, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Zuerst reibe ich von der Zitrone einen Teil der Schale ab, nehme den Saft einer halben Zitrone, mische ihn mit Olivenöl, Salz und Pfeffer und gebe jetzt die Zitronenzisten und auch gleich den klein geschnittenen Schafskäse dazu. Das Ganze lasse ich ruhen, damit der Schafskäse etwas den Geschmack der Zitrone und des Olivenöls an sich zieht. Das Besondere an diesem Salat kommt erst jetzt. Einige Blätter Pfefferminze schneide ich in schmale Streifen und mische sie zusammen mit den Gurkenstreifen und dem Dressing und dem Schafskäse zu einem Salat.
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Hier haben wir ihn: Gurkensalat mit Pfefferminze und Schafskäse. Auf Mengenangaben verzichte ich, wie ich das bisher auch oft gemacht habe. Beim Backen solle man das nicht machen, aber beim Kochen findet jeder seine eigenen Geschmacksmengen.

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Herbstliches Gemüse mit pochiertem Ei und Mohnbutter

Auf dem „Weg vom Wal zum Aal“ muss man sich manches mal etwas Neues einfallen lassen, um ordentlich und genussvoll zu essen. Viele der Ratgeber vergraulen mir schon die Laune, wenn ich die Rezeptvorschläge lese. Darum stelle ich heute ein Mittagessen vor, dass ich in den letzten Tagen hatte.
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Hauptzutat sind Schwarzwurzeln, die ich ohnehin über alles liebe. Kaum werden sie auf dem Markt angeboten, bereite ich sie zu. Leider haben sie nicht nur gute Eigenschaften, sondern sie sehen ersten grausig aus und zweitens verhalten sich grausig beim Schälen. Vielleicht trifft man sie deshalb wohl selten an, obwohl sie die Königin des Wintergemüses ist. Es gibt verschiedene Methoden nicht verklebte Hände oder Messer zu haben. Zum Beispiel kann man sie in der Schale in Wasserdampf garen und danach leicht schälen, doch für dieses Gericht, dass ich vorstelle, sollte der köstliche weiße Kern sich nicht verfärben und gleichzeitig roh bleiben. Profis benutzen Latexhandschuhe die ich nicht so gerne mag. Ich wasche die schwarzen Wurzeln erst ehr gründlich, denn ihnen haftet oft viel Sand an und danach lege ich sie in eine Schüssel mit handwarmen Wasser und schäle sie, unter Wasser. Die geschälten Wurzeln kommen danach in frisches Wasser mit etwas Zitrone. Der Zitronengeschmack zieht nicht ein und ist später verflogen.
Bei mir daheim wurden die Schwarzwurzeln auch Bergmannsspargel genannt. Ich glaube nicht, dass sie dem Spargel ähneln, weder in der Form noch im Geschmack. Sie wuchsen in fast jedem Garten. Natürlich gab es sie in einer dicken weißen Einbrennsoße. Aber dass war wohl eher zum Satt machen.
Bei meinem Gericht kombiniere ich die Schwarzwurzeln mit Wirsing. Das ist ebenfalls ein Wintergemüse, dass ich sehr gerne mag. Kurz blanchiert, in feine Streifen geschnitten röste ich ihn in sehr wenig Butterfett. Dann ist er noch herrlich herb und eine wunderbare Ergänzung zu dem mildern, nussigen Schwarzwurzeln. Die Wurzeln blanchiere ich nicht, sondern gebe sie zuerst in das Butterfett. Dabei werden sie oft gerührt oder in der Pfanne geschwungen. Der Wirsing kommt erst dazu, wenn die Schwarzwurzeln zwar noch Biss haben, aber gleichzeitig eine leichte Röstbräune ansetzen.
Dazu gibt es pochiertes Ei mit Mohnbutter. Die herbe Bitterkeit des Mohns harmoniert wunderbar mit der Sanftheit des Eis. Guten Appetit!

Zutaten:
Schwarzwurzeln
Wirsing
Ei
Butter
Mohn

Zubereitung:
Schwarzwurzeln in diagonale Scheibchen schneiden, Wirsing kurz blanchieren und ebenfalls in feine Streifen schneiden.
Butter erhitzen und die Schwarzwurzeln darin garen, so dass sie noch Biss haben. Den Wirsing vorher zugeben, halbe Garzeit wie die Schwarzwurzeln.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf einem Teller anrichten.
Ei pochieren und auf das Gemüse geben.
Butter auslassen und darin gemahlenen Mohn aufschäumen.
Wenig salzen und über das pochierte Ei geben.
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Spinatsuppe mit pochiertem Ei und Kürbiskernölschaum

Hier ein Beispiel aus unserem Diätplan. Leider gibt es kein Bild.

Zutaten:
für die Suppe
1 kleines Stück Butter
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
600 g Spinat
1 l Hühnerbrühe
1/8 l Sahne
Salz
Pfeffer
Muskat
Estragon

für den Kürbiskernölschaum
50 g Butter
wenig Estragon
70 ml Hühnerfond
120 ml Kürbiskernöl
Salz
Pfeffer
1 Schalotte
120 ml trockener Weißwein

4 Eier zum Pochieren
Essig

das Tüpfelchen: einige Kürbiskerne

Für die Suppe die Butter auslassen und darin die gewürfelte Zwiebel und den Knoblauch anziehen lassen. Spinat grob gehackt dazugeben und mit der Hühnerbrühe auffüllen. Leicht köcheln lassen. Die Sahne und den Estragon dazugeben und anschließens abschmecken. Kurz mit dem Pürierstab durchgehen. Aber so, dass es nicht gleich eine homogene Masse wird.

Den Hühnerfond, Weißwein und die Schalotten samt den Gewürzen in einem Topf zum Kochen bringen. Diesen Fond auf die Hälfte reduzieren. Den Fond abseihen, einen neuen Topf in einem Wasserbad erhitzen und darin den Fond mit einem Eigelb schaumig schlagen. Die Butter und das Kürbiskernöl hinzugeben und vorsichtig mit dem Fond in der Pfanne im Wasserbad verrühren. Wenn dieser Schaum eine luftig-cremige Konsistenz angenommen hat, mit Salz und Pfeffer abschmecken und warm stellen.

Die Kürbiskerne trocken in der heißen Pfanne rösten und danach grob hacken.

Die Eier pochieren und die abgetropften fertigen Eier auf die Suppe geben. Das Ei mit dem Kürbiskernölschaum überziehen und mit den gehackten, gerösteten Kürbiskernen bestreuen.

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