Rosenkohl mit Kastanien, Pancetta, Senfkörnern und Olivenöl + Bamberger Hörnchen mit Rosmarin

Dieses köstliche Rosenkohl Beilagenrezept ist in seiner Zusammenstellung in meiner Familie eine traditionelle Weihnachtskombination, die auch in den vergangenen Festtagen auf den Tisch kam. Der Pancetta und die Maronen verleihen ihm eine frische italienische Note. Durch diese Zubereitungsmethode bleiben die Rosenkohlröschen schön süß und knackig.

Zutaten:
200 g Rosenkohl, geputzt und fein geschnitten, 100 g geräucherter Pancetta, überschüssige Haut und Fett entfernt und in 1 cm große Würfel geschnitten, 120 g vorgegarte Maronen, halbiert, 2 TL gelbe Senfkörner, 70 ml natives Olivenöl extra, Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Eine große Sauteuse bei starker Hitze erhitzen. Den Pancetta hinzufügen und anbraten, bis er leicht gebräunt ist und brutzelt.

Kohlsprossen und Senfkörner hinzufügen und im Pancettafett wenden. 3 Minuten garen, bis die Sprossen weich sind und die Senfkörner aufplatzen. Anschließend die Maronen und das native Olivenöl extra hinzufügen.

Die Hitze reduzieren und unter ständigem Rühren weitere 2 Minuten köcheln lassen. Würzen, mit einem letzten Schuss Olivenöl beträufeln und als Beilage zu gebratener Entenbrust oder Schinken servieren.

Bamberger Hörnchen

Dazu gibt es Rosmarinkartöffelchen. Als Kartoffelsorte habe ich eine alte fränkische Kartoffelsorte gewählt: Bamberger Hörnchen oder wie auch im regionalen Dialekt: Bamberger Hörnla. Das Bamberger Hörnchen ragt unter den alten Kartoffelsorten besonders durch seinen besonders feinen, nussigen Geschmack heraus. Diese Kartoffel gehört zu den festkochenden Sorten.

Diese Sorte nehme ich auch gerne als Zutat in einen Feldsalat (Nüsslisalat oder sonstiger Name). Gekocht und mit feinsten Speckwürfeln angebraten sind sie eine wunderbare Ergänzung.

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Cotechino auf Linsen in einer würzigen Tomatensauce

Cotechino und Linsen sind in dieser unzertrennliche Kombination das perfekte Festtagsgericht zum Neuen Jahr.

Nicht weit von meiner Wohnung gibt es einen kleinen italienischer Lebensmittelladen, der von einem liebenswerten älterem Herrn geführt wird. Ein kleiner Laden, so etwas, was man „Tante-Emma-Laden“ nennt. Selbstbedienung gibt es hier noch nicht. Das wäre auch sinnlos, denn hier findet sich nur der Inhaber selbst zurecht. Eigentlich wollte ich Lardo für ein Rosenkohlgericht holen (was ich auch tat). Er hatte schon alles eingepackt, denn beim Lardo allein blieb es nicht, da zeigte er auf eine Schachtel und sagte: „Das musst Du an Neujahr essen: Cotechino. Dazu Linsen, Du kennst meine kleinen braunen Berglinsen aus Umbrien und eine Polenta oder purea di patate.“

Cotechino ist eine herzhafte italienische Kochwurstspezialität, die zum Beispiel zum Bollito misto gehört. Zur Herstellung dieser Bauernwurst werden Schweinenacken, Schweinskopf, mageres Schweinefleisch und Schwarte mittelfein gehackt, mit Salz und Pfefferkörnern gewürzt, in Schweinedärme gefüllt und im Holzofen getrocknet sowie zugleich leicht gegart.

„Verstehst Du“, sagte der italienische Lebensmittelhändler meines Vertrauens, „diese Cotechino heißt eigentlich „cotenna“. Das ist die Schwarte vom Schwein. Die hat so viel Geschmack.“ Es brauchte nicht viel, um mich zu überreden und mit einer Cotechino, Speck und Käse machte ich mich auf den Heimweg.

Bis Neujahr wollte ich nicht warten und so gab es dieses Wurst auf einem Linsenragout mit Kartoffelpüree am zweiten Weihnachtstag. Und wie immer hat mich die Empfehlung nicht enttäuscht.

Zutaten:
1 Cotechino (im Kochbeutel)

Umbrische Berglinsen (50 g pro Person), 1 Bouquet garni, 1 Möhre, Sellerie, Zwiebeln, Knoblauch, 50 g Lardo, Olivenöl, 1 kleine Flasche 200 ml Passata, Rotwein zum Ablöschen, Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Für das Kartoffelpüree habe ich Kartoffeln der Sorte „Institut de Beauvais – die Königin des Kartoffelschnees“ genommen. Es ist eine alte französische Sorte, die es bereits seit 1856 gibt. Butter und Milch, eine Spur Muskat und Salz.

Zubereitung:
Die Cotechino nach Anleitung auf der Verpackung im Kochbeutel garen.

Die Berglinsen mit dem „Bouquet garni“ in leicht siedendem Wasser vorgaren.

Den Lardo in feine Streifen schneiden und aus Möhren, Sellerie, Zwiebel, Petersilie und Knoblauch eine Brunoise herstellen – oder wie man in diesem Fall besser sagt: ein Soffritto, das in viele italienische Ragouts gehört.

Den Lardo in Olivenöl kurz anrösten, das Soffrito dazugeben und rühren – es darf nicht braun werden. Nach zwei, drei Minuten die vorgegarten Linsen dazugeben, mit Rotwein und Passata auffüllen und unter regelmäßigem Rühren garen.

Das Kartoffelpüree beschreibe ich nicht extra, das bereitet man zu, wie man es gewohnt ist. Nur ein Hinweis: Man kann bei diesem Püree nie zu viel Butter dazugeben.

Die Cotechino auf dem Linsenragout anrichten, und schon kann das Neue Jahr beginnen!

Reste vom Weihnachtsessen am Neujahrsmorgen neu sortiert

Croissant – Kopfsalat – Tomates – Räucherlachs – pochiertes Ei und grüner Spargel

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Hackfleisch Bohnen Kartoffeln

Ein ganz einfaches Rezept. Ohne Geschichte dazu! Schnell zubereitet. Etwas lange Garzeit, aber arbeitsmäßig schnell und leicht. Das Gericht gehört zu meinem Soul-Food Repertoire.

Zutaten:
500 gemischtes Hackfleisch, 2 altbacken Brötchen, heiße Milch, 1 große Zwiebel, einige Speckwürfel, 1 Ei, Salz, Pfeffer, 1 TL Tomatenmark, Thymian, Muskat, 2 altbacken Brötchen, heiße Milch, 3 – 4 Streifen Bacon
1 Dose oder 1 TK Beutel Brechbohnen, Bohnenkraut, Knoblauch (nach Geschmack)
Kartoffeln – in diesem Fall die eigene Lieblingssorte nehmen.

Zubereitung:
Die altbackenen Brötchen zerkleinern und in der heißen Milch weichen.

Die Zwiebel grob schneiden, in Butterfett anbraten, die Speckwürfel dazugeben.

Das Hackfleisch mit den eingeweichten Brötchen, Ei, Salz und Pfeffer gut vermischen. Die angebratenen Zwiebeln mit den Speckwürfeln dazugeben. Jetzt abschmecken, ob gebügend Salz an der Masse ist. Muskat und Thymian dazgeben und alles vermengen.

Die Baconstreifen in eine tiefe verschließbare Auflaufform oder ein entsprechend andereesw Kochgeschirr auslegen, den Hackbraten zu einem Leib formen und auf die Baconscheiben legen.

Den Knoblauch in feine Würfel schneiden. Die Brechbohnen (bei Dosenbohnen das Wasser abschütten) mit Bohnenkraut und Knoblauch vermengen und alles auf den Hackbraten schütten.

Bei 170 ° C im Rohr für ca. 90 bis 120 Minuten garen.

Rechtzeitig die Kartoffeln kochen, dass sie mit dem Bohnen-Hackbraten gar sind.

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