Dorles Zwetschgenkranz

Wie jedes Jahr war es wieder einmal so weit und Dorle feierte Geburtstag. Dorle heißt mit ganzem Namen Dorle Ferber, ist eine liebe Freundin von mir und eine geniale Musikerin. Wer sie kennen lernen möchte, geht am besten auf ihre Webseite. Ihre Repertoire reicht von Musik mit Kindern über Mittelaltermusik bis zum Soloprogramm. Hier ist eine Kostprobe aus ihrem Programm: „Sommerlichter“.

Ich – der schon seit Ewigkeiten nicht mehr gebacken hat, beschloss, einen Zwetschgenkranz zu backen. Im Prinzip ist das ein einfacher Hefekuchen, den ich aber einmal anders gestaltete. Den Teig in einzelne Streifen ausgerollt, dass er gerade die Höhen einer Springform erreicht. Dann werden die Streifen dünn mit Mohnmasse bestrichen. Den Mohn habe ich selbstverständlich vorher gemahlen und in Milch aufgekocht. Dann habe ich am Anfang des Streifens eine halbe Zwetschge gelegt und den Streifen aufgewickelt. Sobald die Zwetschge im Teig verschwand, kam eine neue dazu, und so fort.
zwetschgenkranz_02
Diese Rollen habe ich senkrecht in eine Springform gestellt, bis der Kranz sich geschlossen hat. Jetzt kommt Bastelarbeit: Die Ränder der Teigrollen habe ich mit einer Schere alle zwei Zentimeter etwas eingeschnitten und gezupft. Das Ergebnis seht Ihr oben. Und wie der Kuchen von Innen aussah, sieht man unten.
zwetschgenkranz_01
Ein Rezept gibt es nicht dazu. Wie auch? Den Hefeteig habe ich nach Gefühl zubereitet und der Rest erklärt sich von selbst. Ah, zum Schluss mit Puderzucker verschönern. Das Knubbelchen in der Mitte war restlicher Teig mit zwei Zwetschgen drinnen.

Veröffentlicht unter Rezepte | Verschlagwortet mit , , , | 16 Kommentare

Verlorene Eier in Passata mit Merguez und Feta

Sonntags gibt es zum Frühstück immer eine besondere Eierspeise. Heute habe ich ein Rezept vom Blog monambelles.de nachgekocht, einige kleine Änderungen vorgenommen und war zufrieden damit. Die Autorin des Blogs (im übrigen bleibt sie anonym) hat einen besonderen Bezug zu Griechenland und der griechischen Küche. Bei ihr habe ich die ersten griechischen Rezepte gefunden, die mir gefielen, und von denen ich einen Teil nachkochte. Bis dahin war mir die griechische Küche fremd, weil ich das, was in den sogenannten „griechischen Tavernen“ in Deutschland serviert bekam nicht mochte.
Jetzt ist gleich das erste Rezept, das ich aus diesem Blog hier vorstelle nicht von der Bloggerin, sondern aus dem Buch: „Smashing Plates“ von Maria Elia. Aus ihrer Beschreibung zum Buch gefiel mir besonders ein Satz, der hier in der letzten Zeit öfters gepasst hätte. „Smasching Plates“ – Teller zerschlagen, dass gehört wohl zum griechischen Lebensgefühl und gilt immer noch als eine Sitte bei ausgelassenen Feiern.
tomaten-ei-feta
Zutaten
4 EL Olivenöl
2 Merguez – Original werden Loukaniko (griechische Schweinswürste) genommen
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Prise Chili Flocken
½ TL Kreuzkümmel
1 l Tomatenpassata
8 Eier
100 g Feta, in Stücke gebrochen
2 EL Basilikum (in Originalrezept wird Minze genommen)
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Die Hälfte vom Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Die Merguez in kleine Stücke schneiden und anbraten, bis sie Farbe angenommen haben. Den gehackten Knoblauch dazu geben und bei milder Temperatur dünsten, bis er aromatisch zu duften beginnt.

Die Gewürze zu der Wurst und den Knoblauch in die Pfanne geben und alles gut umrühren. Alles mit Passata auffüllen, umrühren und 15-20 Minuten simmern lassen, bis die Sauce eindickt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun habe ich die Masse in Auflaufförmchen gegeben und in jede jeweils ein Ei versenkt. Feta über die Tomaten-Eier streuen. Bei 180 ° C im vorgeheiztem Ofen so lange backen, bis das Eiweiß gestockt ist. Herausnehmen, fein gehackte Basilikumblättchen darüber streuen und mit Brot servieren.

Veröffentlicht unter Allgemein, Rezepte | Verschlagwortet mit , , , | 14 Kommentare

Asiatischer Reisnudelsalat mit Steak

Heute wird es mal fernöstlich – oder jedenfalls kann das Gefühl aufkommen. Ich bereite ein leichtes, aber sättigendes Abendessen aus Gurke, Möhren und Reisnudeln mit mariniertem Steak zu. Welches Steakfleisch man nimmt bleibt jedermann überlassen. Ich bevorzuge Flanksteak. Das Flank Steak wird auch Flankensteak genannt. In Deutschland ist dieses Rindfleisch auch unter dem Begriff Rinderlappen bekannt. Die Franzosen nennen es Bavette.
Wenn man das Marinieren nicht mitrechnet, ist das ein ganz flotter Salat: Zubereitungszeit 10 Minuten, Kochzeit 10 Minuten
reisnudelsalat
Wer es gerne würziger liebt, kann einem Löffel asiatischen Chile-Knoblauch-Sauce der Marinade zufügen!
Beim Steak die dicke Stellen quer zur Faser in Scheiben schneiden
Es müssen nicht Reisnudeln sein. Es gingen auch sehr dünne Spaghetti oder Engelshaar
Wenn es aber Reisnudeln sind, muss man beachten, dass sie sehr schnell garen.

Zutaten:
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 kleines Stück von frischem Ingwer, gerieben
2 EL Sojasauce
4 Teelöffel gerösteten Sesamöl
1 TL brauner Zucker
300 g Steak nach Wahl (Flanksteak, Roastbeef)
1 EL Reisessig
1 Limette, entsaftet (1 Esslöffel)
1 TL Zucker
1 EL Sesam
1 Tasse geraspelte Möhren
1 große Salatgurke, in feine Streifen geschnitten
1 Paket Reisnudeln
1 Tasse gehackte Erdnüsse

Zubereitung:
1. Aus dem gehackten Knoblauch, dem geriebenen Ingwer, 1 EL Sojasauce, Sesamöl und dem braunen Zucker bereiten wir eine Marinade. Die geben wir in einen wieder verschließbaren Plastikbeutel und die Steaks dazu. Soviel Luft wie möglich herausdrücken und das ganze 12 Stunden, oder besser über Nacht marinieren.
2. Für das Salat-Dressing mischen wir die restliche Sojasauce, den restlichen Knoblauch, Reisessig, Limettensaft, Zucker und Sesamsamen. 2 EL Wasser zugeben und sehr gut mischen.
3. Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Abtropfen lassen. Probieren, um sicher zu stellen, dass sie so ok sind.
4. Die Steaks für 4 Minuten auf den Grill legen und danach 5 Minuten ruhen lassen. Quer zur Faser in dünne Scheiben schneiden.
5. In jede Schüssel geben wir eine Portion Nudeln, Karotten, Gurken und Steakscheiben. Dann kommt das Dressing darüber. Mit gehackten Erdnüssen bestreuen.

Veröffentlicht unter Rezepte | Verschlagwortet mit , , , , , , | 10 Kommentare