
Ruchanki, Racuchy, Liwanzen, Plinzen, Crumpets und Struwen – alles aus der Pfanne.
Ich war zuerst in Versuchung diese verschiedenen Leckereien Gebäck zu nennen. Macht man wohl gerne, weil es aus eine Mehlspeise ist, die man backen könnte. Doch außer dem Teig aus Mehl, Eiern und Hefe hat jedes von Ihnen hat seine Eigenarten und gleichzeitig viel Gemeinsames. Vor allem haben sie eins gemeinsam: der Teig enthält Hefe und sie werden alle in einer Pfanne zubereitet, so ähnlich wie Pfannkuchen.
Ruchanki sind eine polnische Spezialität aus der kaschubischen Küche. Einst bereitete man sie aus übrig gebliebenem Brotteig zu. Man kann sie ganz einfach als süßes Frühstück oder als Nachmittagssnack servieren. Sie schmecken zu jeder Tageszeit köstlich! Besonders lecker sind Apfelruchanki. Sie werden warm mit Puderzucker serviert

Zutaten:
500g Mehl, 400 ml Milch, 3 Eier, 70 g Butter, 1 EL Zucker, Trockenhefe, 2 Äpfel, eine Prise Salz, 2 EL Butterschmalz (zum Backen), 2 EL Puderzucker
Zubereitung:
Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit Zucker, Hefe und Salz vermischen.
Die Butter in Stücke schneiden und bei schwacher Hitze in einem Topf schmelzen. Die Milch hinzufügen und auf Zimmertemperatur erwärmen.
Die warme Milch, Butter und Eier mit den trockenen Zutaten gut vermischen und 5 Minuten lang kneten. Der Teig ist recht flüssig, daher kann man ihn mit einem Mixer oder einem Löffel verrühren. Mit einem Tuch abdecken und eine halbe Stunde gehen lassen.
Die Äpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Apfelscheiben zum aufgegangenen Teig geben und gut vermengen. Der Teig wird sehr klebrig sein.
Kleine Pfannkuchen (etwa einen Esslöffel Teig) in heißem Öl goldbraun braten – etwa 1 1/2 Minuten pro Seite. Die Ruchanki auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit Puderzucker bestreuen und heiß servieren.

Racuchy sind handtellergroße Hefeeierkuchen und gehören zur traditionellen polnischen Küche.
Liwanzen oder Dalken sind ein traditionelles Gebäck der böhmischen Küche uns enge Verwandten der Rachunky.
Plinzen ist im Ostmitteldeutschen ein runder Eierkuchen, der beidseitig goldgelb bis braun gebacken wird. Wenn man Quark in den Teig gibt, spricht man auch von „Quarkplinsen“.
Crumpets sind die englische Variante der Ruchanki.
Struwen auch Struven oder Strüvken, Püfferchen oder Püffelkes sind ein traditionelles Karfreitagsessen im Münsterland.

Hallo, wieviel Hefe kommt in den Teig?
Dank und Gruß
LM
Hallo Frau Müller,
Sie haben mich gerade noch erwischt, denn ab morgen bin ich vier Wochen in Böhmen und Mähren unterwegs und schaue nach neuen alten Rezepten.
Ich rechne bei der Hefe immer 10% vom Mehlgewicht. 300 g Mehl = 30 g Hefe. Diese Würfel haben ja 42 g und sind genau auf 500 g Weizenmehl abgestimmt.
Das gilt aber nur für Kuchen im Backformen. Rachunky vertragen etwas mehr Hefe, weil sie nicht alt werden und etwas mehr aufgehen.
Mit herzlichen Grüßen
Toettchen
Hallo – Dank für die Infos. Ihnen wünsche ich eine erfolgreiche Reise. Freue mich auf „alte“ Rezepte, an denen ich stets interessiert bin.
Gute Reise und viele Grüße – LM