Apfelklöße mit Johannisbeersauce

Klöße und Knödel spielen in der westfälischen Küche keine große Rolle. Doch Apfelklöße wurden gerne als Fastengericht serviert. Bereits Henriette Davidis hat sie in ihrem Kochbuch beschrieben. Allerdings nahm sie kein Mehl, sondern schlägt geriebenes Weißbrot vor. Wir haben daheim Apfelklöße immer als Dessert mit einer fruchtigen Sauce serviert. Das war als Fastenspeise unüblich. Als solche wurden die Apfelklöße als Hauptgang mit einem Salat oder einer Suppe aufgetragen.
apfelkloesse-03
Die Menge im folgenden Rezept ist für ein Dessert gedacht. Wer es als Hauptspeise möchte, verdoppelt die Mengen der Zutaten.

Zutaten:
25 g Butter
15 g Zucker
1 Prise Salz
die abgeriebene Schale einer halben Zitrone
1 Ei
180 g Mehl
1/4 TL Backpulver
etwa 1/2 Tasse Milch
250 g Äpfel
Zucker zum Bestreuen

für die Sauce:
1/4 l Johannisbeersaft
25 g Zucker
1/2 Stange Zimt
1 Gewürznelke
10 g Speisestärke

Zubereitung:
Butter, Zucker und Salz schaumig rühren, Eie und Zitronenschale dazugeben und schließlich das mit dem Backpulver vermischte Mehl unterheben. Dann die Milch – dass muss so viel sein, dass der Teig schwer vom Löffel reißt.
Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und auf einer groben Raffel klein reiben und unter den Teig mischen.
Wasser zum Sieden bringen und mit einem mittelgroßen Löffel Klöße vom Teig abstechen und ins Wasser gleiten lassen. Wenn sie gar sind, steigen sie nach oben und werden herausgenommen.
Abtropfen lassen und mit Zucker bestreuen.

Für die Johannisbeersauce erhitzen wir den Saft mit dem Zucker und den Gewürzen. Die kalt angerührte Speisestärke dazugeben und die Sauce auskühlen lassen. Sie wird zu den warmen Apfelklößen serviert.
apfelkloesse-02

apfelbaeume-im-hegau-07