Rosenkohl – knusprig und zart

Das folgende Rezept konnte ich mir ursprünglich nicht einmal vorstellen, aber dann habe ich es ausprobiert und war begeistert. Ich gebe den geputzten Rosenkohl für ein paar Minuten in eine Friteuse. Genauer gesagt, habe ich in einer schweren Sauteuse Kokosfett erhitzt und darin den Rosenkohl ausgebacken.
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Rosenkohl ist eines von den Gemüsesorten, die nicht bei jedermann beliebt ist. Bereits im letzten Jahr habe ich experimentiert und die einzelnen Blättchen vom Rosenkohl gelöst und diese gedünstet. Das Ergebnis war so überraschend gut, dass es Rosenkohlhasser am Tisch probierten, und begeistert weiter aßen. Das Gleiche passierte mir jetzt mit dem frittierten Rosenkohl. Auf dem Teller lag einfach kein übel riechendes Gemüse, wie es schon mal bei Rosenkohl vorkommt (aber nicht muss).
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Zuerst werden die kleinen grünen Röschen geputzt, gewaschen, getrocknet und dann habe ich sie längs halbiert. Wenn sich einige der Blätter lockern und abfallen, macht das nichts. Man gibt sie einfach ein oder zwei Minuten später mit in die Friteuse. Als Gewürz habe ich nur Salz und etwas schwarzen Pfeffer genommen, wohlgemerkt: nach dem Frittieren.
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Ich habe nur soviel Kokosfett in die Sauteuse gegeben, dass der Rosenkohl so eben bedeckt war.
Ich verwendete Kokosfett. Man muss nur aufpassen, dass das Fett nicht zu heiß wird. Vielleicht frittiert man zuerst ein Röschen für sich alleine. Immer nur soviel Rosenkohl in das Fett geben, dass der Boden des Topfs bedeckt ist. Eventuell muss man in mehreren Portionen frittieren. Nach spätestens fünf Minuten haben die Röschen eine knusprige, zarte Textur.

Zutaten
500 g Rosenkohl
genügend Kokosfett
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Den Rosenkohl putzen, waschen und gut abtropfen lassen. Danach der Länge nach halbieren.
Zum Frittieren muss er sehr trocken sein, sonst spritzt das Fett.
Bei hoher Hitze in genügend Öl garen; eventuell in mehreren Arbeitsschritten. Auf Küchenpapier entfetten und mit Salz und Pfeffer würzen.

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18 Gedanken zu „Rosenkohl – knusprig und zart&8220;

  1. Rosenkohl zählt zu meinen Lieblingsgemüsen.
    Diese Art der Zubereitung kannte ich noch nicht, sie klingt sehr gut.
    Die Kochpoetin dürfte bei ihrer Vorliebe für Fritiertes begeistert sein.
    Meine Schwiegermutter legt Rosenkohl wie sauere Gurken ein, auch das finde ich köstlich.
    Ich wünsche einen geruhsamen 1.Advent.
    Herzeliges, Ute

  2. Hm, ich liebe Rosenkohl sehr sehr sehr! Gestern Abend haben wir auch welchen gehabt, allerdings dampfgegart, er war genau auf den Punkt gar und hatte noch einen schönen Biss. Frittiert habe ich ihn noch nie, das muss ich dringend ändern. :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

    1. Ich war absolut überrascht und meine Dienstagsgäste begeistert. Ich hatte eine Riesenportion zubereitet (1000 g für 4 Esser) und der Rosenkohl war eigentlich nur eine Beilage. Da blieb nicht eine Röschenhälfte übrig.
      Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
      Gerd

    1. Ja, das stimmt. Ich habe in drei Portionen frittiert und unterschiedliche Geschmacksnuancen zu bekommen. Es war interessant: wir waren vier am Tisch, und die Geschmäcker waren unterschiedlich. Während ich die mittellange Frittierzeit bevorzugte, mochte mein Son, die ganz hellen (3 1/2 Minuten) und die Gäste die lange Zeit (5 1/2 Minuten). Geschmeckt haben aber alle drei Einzelergebnisse. Je länger die Zeit war, um so mehr verlor sich der typische Rosenkohlgeschmack.

  3. mein problem mit derartigen zubereitungen: ich schüttle den kopf über die schnapsidee, rosenkohl zu frittieren, weiss aber gleichzeitig, wie grossartig das schmeckt! wie das lieblingsgericht meiner jugend ( meiner vegetarischen schwester geschuldet, die seit ihrem 14. lebensjahr fisch und fleisch von ihrem speisenplan wliminierte). : panierte bohnen!!!

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