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Blumenkohlgulasch – Karfiolpörkölt

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Vorab für jene, die sich nun nichts unter Karfiolpörkölt vorstellen können: Es ist ein klassisches vegetarisches Gericht aus Ungarn, das gerne zur Fastenzeit gegessen wird. Karfiol ist der Blumenkohl, so wird er auch in Österreich genannt. Pörkölt hingegen ist das, was man in Deutschland Gulasch nennt. Das heißt aber nicht, dass Gulasch in Deutschland oder in Österreich oder in Schweiz die gleiche Bedeutung haben. Aber eines wird immer damit verbunden: Gulasch kommt ursprünglich aus Ungarn. So erzählt es der Volksmund.

Kein schönes Foto, aber lecker!

Kein schönes Foto, aber lecker!

Pörkölt ist  im eigentlichen Sinn die Bezeichnung für eine Kochtechnologie. Dabei sind die  wichtigsten Geschmack gebenden Komponenten im Pörkölt das Fett (in der Regel Schmalz), die Zwiebeln (evtl. auch Knoblauch) und Fleisch oder Pilze oder Gemüse.   Zuerst werden die  Zwiebeln strohgelb gedünstet, dann wird das Fleisch oder das Gemüse darauf gegeben, und nun müssen beide unter ständigem Rühren in ihrer eigenen Flüssigkeit so lange köcheln, bis nur noch das Fett übrig bleibt und das Fleisch oder Gemüse anfängt, ohne anzubrennen, eine angeröstete Farbe anzunehmen. Diesen Punkt der Zubereitung nennt man pörkölötni. Daher der Name. Und jetzt erst kommen die Gewürze hinzu.

Wir brauchen 1 großen Blumenkohl von ca. 1 kg, geputzt und in Röschen zerteilt. Die Röschen werden kurz blanchiert und bei Seite gestellt.

Drei fein geschnittene große Zwiebeln in Fett (ich nehme 30 g Butterschmalz) anrösten, bis die Zwiebeln strohgelb sind. Nun kommen die Blumenkohlröschen dazu. Die restliche Flüssigkeit vom Blanchieren hilft nun beim Garprozess. Die ganze Zeit wird alles  immer wieder gerührt. Jetzt schneide ich eine Spitzpaprika in ganz feine kurze Streifen und füge sie dem Pörkölt hinzu. Wenn die letzte Flüssigkeit verdampft ist, der Blumenkohl fängt nun an zu rösten, ziehe ich den Topf vom Herd und gebe edelsüßes Paprikapulver, 1/2 TL Majoran, 1/2 TL Rosmarin, 1 TL Abrieb von einer halben Zitrone und Salz und Pfeffer daran. Aufpassen, denn Paprikapulver brennt sofort an. Deshalb kommt jetzt noch einmal sehr wenig (1 TL) Essigwasser dazu. Die Gewürze etwas wirken lassen. Fertig.

Serviert wird das Karfiolpörkölt mit saurer Sahne zu Nockerln, Spätzle,  Knöpfle oder Nudeln.

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10 Kommentare

  1. So wie dir mit den Süßkartoffeln geht es mir mit Blumenkohl (Karfiol klingt wesentlich besser, ändert aber nichts am Geschmack). ;-)
    Liebe Grüße,
    Eva

  2. Einen Tag zu spät. Gestern das Gemüsefach des Kühlschranks ausgeräumt und den Blumenkohl als dringend verwertungsbedürftig eingestuft. Lange hin und her überlegt und zuletzt in einem Linsensalat untergebracht. War sehr lecker, aber das Pörkölt hätte ich gerne heute Mittag ausprobiert. Weiss nämlich immer noch nicht, was ich zum Salat reichen soll. Vielleicht noch mehr Salat?

  3. Ja, das könnte ich hier auch kochen, würde vielleicht auch meiner Miao schmecken wegen der Sptzpaprika, sofern ich scharfe nähme. Wir kochen jetzt öfter doppelt, weil sie lieber mehr als ein Gericht auf dem Tisch oder dem Kantok (niedriger runder Tisch, man sitzt am Boden) hat, eigentlich „sieht“, denn oft isst sie von meinem westlichen nur eine Kostprobe.

  4. Karfiol geht an sich immer, aber ich speichere mir dein Rezept dann doch lieber ab für die Zeiten, wo es unter 30 Grad hat. ;)

  5. Hierzu kann ich nur eins sagen:
    Mach ich.
    Liebe Grüße, Ute

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