Linsensalat mit gebeiztem Lachs und Onsenei

Ein elegantes kleines Abendessen für Freunde. Dazu ein Glas Orange Wein. Orange Wein liegt im Trend und führt gleichzeitig zurück zu den Wurzeln des Weins. Schon vor mehr als 6000 Jahren wurde in Georgien „Orange Wine“ hergestellt. Quasi die Ur-Form der Weinbereitung. Der Traubensaft samt Traubenschalen und Kernen wurde in Tonamphoren, die in der Erde eingegraben waren, gefüllt und gelagert.

„Heute ist Orange Wein ein schalenvergorener Weißwein, der durch die lange Gärung der weißen Trauben mit ihren Schalen eine natürliche orange Farbe und komplexe Aromen erhält. Er wird wie ein Rotwein vinifiziert, wobei die Schalen und Kerne länger mit dem Saft in Kontakt bleiben und Tannine sowie Farbstoffe extrahieren. Dieser Prozess verleiht ihm eine besondere Farbe (oft von hellgelb bis kupferfarben) und Aromen, die von erdigen und kräuterigen bis hin zu nussigen Noten reichen können.“ (Google KI)

Zutaten:
1 Flasche Orange Wein

Sauerteigbrot mit aufgeschlagener Butter (siehe den Link)

Pro Person 100 – 125 g Lachs, eine Mischung aus halb und halb Zucker und Salz, Dillspitzen, einen guten Pfeffer, Honig, Senf, dunkle Sojasauce

100 g grüne Linsen aus Le Puy, 1 Tomate (nur das Fruchtfleisch), 1 Stück rote Spitzpaprika, 1 Schalotte, Olivenöl, neutrales Öl, Essig, Senf (Dijon), Salz und Pfeffer, 1 Prise Zucker, Petersilie, feingewürfelte Conference Birne, feingewürfelte getrocknete weiche Aprikose, pro Person ein Ei

Zubereitung:


Den Lachs zwei Tage vorher säubern, mit grobem Pfeffer und Dillspitzen einreiben, in eine tiefe Form geben und ganz mit der Zucker-Salzmischung bedecken. Nach zwei Tagen, den Lachs aus der Beize nehmen, erneut reinigen.

Aus dem Senf, Honig und der Sojasauce rühren wir eine zweie Beize an, die auf das gebeizte Lachsteil aufgetragen wird. Nach ca. 12 Stunden kann man den Lachs aufschneiden.

Das Onsenei ist eine japanische Spezialität und der Namen weist darauf hin, dass diese Eier ursprünglich in heiße Quellen gelegt wurden, in denen diese lange gegart wurden. Mit einen Sous vide Stab oder Dampfgarer kann man es auch sehr einfach daheim zubereiten. Ich bevorzuge eine Garzeit von 60 Minuten und eine Temperatur von 66° – 68 ° C. Das Eigelb wird cremig und das Eiweiß ist noch nicht ganz durch. Bei 70° C würde es gerinnen.

Die Linsen ca. 18 – 20 Minuten bissfest kochen und abschrecken.
Das Tomatenfleisch und die rote Spitzpaprika feinwürfeln. Ebenso verfahren wir mit der Birne und der Aprikose. Petersilie fein hacken.

Wir mischen das Olivenöl mit einem Teil neutralem Öl, um den Geschmack mild zu halten und mit Essig, Senf und Gewürzen bereite ich das Dressing. Ich bevorzuge milde Essigsorten, z.B. mische ich gerne Weinessig, Madeiraessig und einen Spritzer Balsamico.

Alle Zutaten zum Salat gut mischen und schließlich mit dem Dressing vermengen. Gut eine Stunde anziehen lassen und mit dem gebeiztem Lachs servieren.

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Altböhmische Lepenice mit Kraut und Grieben 

Lepenice ist ein altes tschechisches Gericht aus Kartoffelstampf mit Sauerkraut und Röstzwiebeln. Am häufigsten wird es als Beilage serviert, beispielsweise zu Fleischdereispezialitäten oder geräuchertem Fleisch. Diese Variante mit Grieben kann jedoch auch als eigenständiger Gang serviert werden. Ich habe es etwas abgeändert und auf den Kartoffelstampf verzichtet. Dafür habe ich eine den Rösti ähnliche Kartoffelgrundmasse zubereitet und mit dem Kraut gemischt, um alles in einer Pfanne, wie eine Rösti zu backen. Das Rezept ist ein typisches Beispiel der herzhaften, schlichten, aber sehr schmackhaften altböhmischen Küche, die seit Jahrzehnten beliebt ist.

Zutaten:
500 g Kartoffeln, 1/2 Teelöffel ganzer Kümmel,1 Teelöffel Salz, 1 gehäufter Esslöffel Schweine-schmalz, 1 Zwiebel, 1 Stück rote Zwiebel, 500 g Sauerkraut, 100 ml Schwarzbiere, 70 g Schweinegrieben

Die Kartoffeln am besten am Vortag kochen und pellen. Auf einer Röstiraffel grob reiben. Da tut es natürlich auch jede andere grobe Raffel.

Inzwischen die gehackte Zwiebel in einem Esslöffel Schweineschmalz anbraten, das gehackte Sauerkraut und etwa 100 ml Schwarzbier (helles Bier oder ein Schuss Kochwein gehen natürlich auch) dazugeben. Umrühren, abdecken und etwa 10 Minuten köcheln lassen.

Die Röstimasse mit dem gedünsteten Sauerkohl und die Zwiebeln untermischen. Mit Kümmel würzen und salzen. in Schweineschmalz in einer Pfanne backen. Beim Wenden einen Teller benutzen. Die Technik, wie man eine Rösti backt, ist hier genau beschrieben.

Die Grieben in einer Pfanne erhitzen und anschließend über die Kartoffel-Krautmasse heben. Noch einmal abschmecken und sofort servieren.

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Knusprige Rösti, gebratene Pilze, Birnen, Wirsing und Käse

Es ist Herbst geworden, die Zeit für deftige Gerichte. In Norddeutschland kommen jetzt öfters Bohnen, Birnen und Speck auf den Tisch. Ein Gericht, dass ich sehr liebe. Nun lebe ich aber schon viele Jahrzehnte am Bodensee, der auch meine Speisen beeinflusst. Am jeseitigen Ufer des Sees liegt die Schweiz, genauer gesagt der Kanton Thurgau. Hier findet man noch alte Birnensorten, die sich nur zum Kochen eignen. Diese Birnen sind klein, hart und auch nicht so süß wie Tafelbirnen. Sie werden erst durch das Kochen genießbar. Die Sorten haben Namen wie Wein-Bergamotte-Birne, Griese Bern oder Bürgermeisterbirne und etliche andere.

Vor über 10 Jahren habe ich in diesem Blog das thurgauer Traditionsgericht „Birre und Stock“ vorgestellt. Das gehört in die bäuerliche Küche der Ostschweiz. In den viele Jahren, seit ich blogge, habe ich manches dazugelernt, zum Beispiel, das man mutiger beim Kombinieren von Speisen sein kann, vor allem, wenn man die Tradition dabei nicht aus dem Blick verliert. Darum kombiniere ich diesmal Kartoffeln, Wirsing, Pilze, Birnen und Käse. Man könnte auch ohne weiteres Speck dazunehmen. Muss nicht sein, aber eine Kleinigkeit davon findet sich im Wirsing.

Die Kartoffeln werden nicht zum „Stock“ oder auf Hochdeutsch „Kartoffel-Püree“ verarbeitet, sondern zu einer Rösti bebacken. Rösti, ist nicht gleich Rösti. Vor allem nicht das, was man so in der deutschen Gastronomie bekommt. Aber auch darüber habe ich mich schon ausführlich ausgelassen. Wenn es der oder dem geneigten Leser(in) gefällt, kann sie / er es hier nachlesen. Der Wirsing ist für mich der edelste und äußerst schmackhafte Herbstkohl. Pilze, weil es noch die Jahreszeit für Pilze ist – zur Not tun es auch gekaufte Champignons. Und die bereits erwähnte Birnen werden mit Käse überbacken. Ich nehme dafür Thurgauer Tilsiter, einer der beliebtesten Käse der Schweiz, weil er so schön ausgewogen im Geschmack ist. Jeglicher Raclettkäse oder ein Munster eignen sich ebenfalls hervorragend. Auf jeden Fall muss erwähnt werden, dass schweizer Tilsiter nichts mit dem deutschen Original aus der Stadt Tilsit zu tun hat. Der deutsche Tilsiter hat mehr Charakter und Würze und eignet sich nicht so gut zum Überbacken.

Röstiraffel

Zutaten:
500 g überwiegend festkochende Kartoffeln, eine Hand voll Wirsingblätter, 1 Zwiebel in Würfel geschnitten, 10 g Butter, 30 g Würfel vom Räucherspeck, 200 g Pilze nach eigener Wahl, Petersilie fein gehackt, 1 Prise Muskat, 1 Msp. Mehl und 1 EL Rahm, Birnen, Zucker, Butter, Butterschmalz, Raclettkäse, Salz und schwarzer Pfeffer grob gemahlen.

Zubereitung:
Die Kartoffeln am Vortag kochen und nach dem Abkühlen pellen. Über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Durch die nächtliche Ruhe verwandelt ein Teil der enthaltenen Stärke seine Struktur. Die Kartoffel hält länger satt und wir nehmen weniger Kalorien aus ihr auf. Die Zwiebelwürfel anrösten und einen EL unter die Kartoffelmasse geben.

Den Wirsing in feinste Streifen schneiden, kurz, sehr kurz blanchieren und zum Abtropfen beiseite stellen.

Die Pilze putzen. Es ist übrigens eine inzwischen nachgewiesene Tatsache, dass man Pilze mit Wasser reinigen kann und sie dabei nur unerheblich Wasser aufnehmen. Halbieren, große Pilze vierteln.

Die Birnen halbieren und in Zuckerwasser oder wahlweise in Butter garen, beiseite stellen.

Die Kartoffeln auf einer Röstiraffel reiben und in heißem Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne backen. Mit einem Spatel immer wieder andrücken, damit eine Haftung entsteht. In einer Kasserolle die Zwiebeln in heißem Butterschmalz anrösten, dann die Pilze dazugeben und braten. In einer separaten Kasserolle (oder Pfanne), die Wirsingstreifen mit den zuvor in Butter angebratenen Speckwürfelchen scharf anrösten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Jetzt die Rösti auf einen geölten Teller geben, so dass die Bratseite oben ist. Frisches Butterschmalz in die Pfanne geben, die Rösti hineingleiten lassen und die andere Seite goldgelb backen.

Es ist Zeit die Birnenhälften unter einem Grill mit dem Käse überbacken. Die Pilze sollten jetzt gar sein, die Petersilie dazugeben mit Mehl bestäuben, durchschwenken und den EL Rahm dazugeben und mit Salz, Muskat und Pfeffer abschmecken.

Die Röste auf eine Platte gleiten lassen, salzen, die Pilze und den Wirsing dazu anrichten, daneben die überbackenen Birnen, die zum Schluß eine gute Portion groben gemahlenen schwarzen Pfeffer als Schärfe bekommen.

Guten Appetit!

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