Man sagt, der Advent sei die stillste Zeit des Jahres. Das trifft heute leider nicht mehr zu. In meiner Umgebung verfallen die Menschen in eine kollektive Hektik. Auf der Jagd nach Schäppchen, die schlussendlich oft keine sind, und Weihnachtsgeschenken, versinken wir in einen Trubel des Konsums und vergessen dabei, dass der Advent eine Zeit der Besinnung sein soll, eine Zeit der inneren Einkehr.
Der Advent war auch eine Zeit zum Fasten, bevor die opulenten Weihnachtsgerichte auf den Tisch kamen. Darum will ich in diesem Jahr den Fleischkonsum einschränken. Am ersten 1. Adventwochenende als gibt es Klößchen, die man fast als crossover Essen bezeichnen könnte.
Als Vorspeise bereite ich Trota fredda alla scorza d ‚arancia – Forellenfiletseingelegt in Olivenöl und dem Saft der ersten Zitrusfrüchte des Jahres. Dieses Forellenrezept habe ich vor vielen Jahren im Piemont gegessen.

Dazu gibt es diesmal einen Hauptgang aus dem Trentin: Strangolapreti – oder wie es auf Deutsch heißt: Priesterwürger. Für den seltsamen Namen gibt es unterschiedliche Erklärungen. Am besten gefällt mir die Interpretation vom Priester, der als Gast eingeladen, so viele Klößchen hintergeschlungen und gewürgt hat, als er nur konnte.
Zutaten für 2 Portionen:
250 g Knödelmehl (kleine Weißbrotwürfel, getrocknet), ¼ L warme Milch, 200 g Spinat, 25 g Butter, 2 Eier, 30 g Parmesan, 50 g Mehl, Muskat, Salz, eventuell Semmelbrösel, falls der Teig zu weich geworden ist.
80 g Butter, ca. 10 – 12 Salbeiblätter, Salz, Parmesan
Zubereitung:
Die Weißbrotwürfel mit dem Mehl gut mischen, die Milch erhitzen und über das Knödelmehl gießen, 2 Eier unterziehen, Muskat und Salz zugeben.
Die Butter in einer Kasserolle erhitzen, den Spinat dazugeben und rühren, bis er ganz zusammengefallen ist. Dann den Spinat fein schneiden und unter die Knödelmasse geben.
Jetzt den Parmesan dazugeben, gut vermengen und für eine Stunde stehe lassen.
Aus der Brotmasse Klöße formen und in leicht siedendem Wasser garen. Sie sind gar, wenn sie nach oben steigen. Achtung: Erst einen Probekloß machen und schauen, ob er zusammenhält.
Die Salbeiblätter in der Butter mit einer Prise Salz erhitzen und mit Parmesan über die Klöße geben.