Toettchen

Liebstöckel-Spätzle

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Wer nie Erfolg im Garten hat, und wem immer wieder die Kräuter eingehen, der sollte einmal Liebstöckel anpflanzen. Jahr um Jahr kehrt es immer größer werdend wieder und eignet sich für vielerlei Gerichte. Im Volksmund wird es auch Maggikraut genannt. Der Geruch von Liebstöckel und Maggi hat eine große Ähnlichkeit, nur dass in Maggi kein Liebstöckel enthalten ist. Entfernt erinnert Liebstöckel auch an das Grüne von der Sellerie.
In den vergangenen Tagen kaufte ich das Heft „baden.essen. trinken. erleben.“, das einmal jährlich herausgegeben wird und bis auf die Beiträge eines Herrn W. Siebeck wirklich empfehlenswert ist. Die badische Küche gehört zu den Höhepunkten deutscher Gastronomie und Kochkunst. Und in dieser Zeitschrift las ich einen wunderbaren Artikel über Kräuter in der Küche: „Der grüne Geschmack“. Ein Rezept waren „Liebstöckel-Knöpfle“. Nun, zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass ich kein Knöpflebrett besitze, obwohl ich sehr gerne Wahlbadener bin. Aber in meinem Haushalt gibt es ein uraltes Galuscabrett aus Ungarn und dieses verrichtete bisher immer gute Dienste, so auch diesmal. Nun sehen die Knöpfle aus wie Spätzle und ich habe sie dann auch umgetauft.
liebstoeckelknoepfle
Das nachgekochte Rezept stammt von Steffen Disch, der im Gasthaus zum Raben in Freiburg-Horgen kocht.

Zutaten für 2 Portionen:
2 Eier
100 g Mehl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Muskat
1 TL geschnittenes Liebstöckel
Butter

Zubereitung
Die Eier und etwas Salz mit einem Schneebesen verrühren und danach 10 Minuten ruhen lassen. Dann geben wir das Mehl, Pfeffer und Muskat zu und schlagen alles zu einem glatten Teig. Der Teig wird so lange geschlagen, bis er Blasen wirft – oder man macht es sich bequem, und nimmt eine Küchenmaschine.
Die Spätzele in reichlich Salzwasser schaben (oder – für Leute wie mich – ein Hilfsgerät nehmen, als da wären Spätzlehobel, Knöpflebrett, Spätzlepresse oder auch ein Galuscabrett. Nach dem Garen kurz in eiskaltes Wasser geben und danach gut abtropfen lassen.
In einer Pfanne Butter aufschäumen und die Spätzle mit dem in feine Streifen geschnittenen Liebstöckel durchschwenken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wie auf dem Bild zu sehen ist, habe ich die Spätzle mit Rotkraut und frischer Schweinebratwurst abgerichtet.

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4 Kommentare

  1. Für diesen Teller wäre ich locker 160 km gefahren ;-)

  2. Deine Fotos werden immer schöner, woran mag das liegen? ;-) Knöpfle/Spätzle liebe ich sogar als Nordlicht und ich gebe sie stracks durch die Kartoffelpresse. Geht auch! Und ich hätte bitte gern so eine wahnsinng lecker aussehende Wurst.

    Apropos, ich würde gern eine mail erhalten, wenn du einen neuen Artikel veröffnetlichst, was muss ich dazu tun?

    Liebe Grüße, Eva

  3. Ja wenn dass nicht eine super Idee ist um Maggikraut zu vernichten.
    Ich liebe Maggikraut, Spätzle hab ich noch nicht damit gemacht, bei uns gibts eine Mehlspeise die heißt Geheirade das ist ein ähnlicher Teig nur etwas dicker, der zu Knödeln ausgeschöpft wird, da gebe ich immer eine gute Hand voll Maggikraut dran. Deine Idee werde ich bald mal ausprobieren, das Kraut wächst in diesem Jahr wie Unkraut.

    Liebe Grüße Kerstin

    • „Geheirade“ – das hatte ich noch nie gehört und sofort in Deinem Blog geschaut. Das sieht aber auch sehr lecker aus. Überhaupt, die saarländische Küche kenne ich zu wenig, denn alles, was ich bisher bekam, hat mir gut geschmeckt. Ich werde es ausprobieren – den Mehlbabb … !!!

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