Imam Bayildi – englisch interpretiert

Andrew Mackenzies (Küchenchef im East Sussex National Hotel) hat mit seiner Variante der traditionellen türkischen gefüllten Aubergine eine atemberaubende Beilage geschaffen, die, serviert mit einem Stück knusprigem Brot, auch als kleines veganes Hauptgericht durchgehen würde. Anstatt die Tomaten zu verwenden um die Aubergine zu  füllen der Auberginen herzustellen, werden hier beide Gemüse in Scheiben geschnitten und mit einer duftenden Zwiebelmischung überzogen, um einen schönen Fächereffekt zu erzielen.

Zutaten:
4 große Strauchtomaten
2 Auberginen
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
6 kleine Zwiebeln , fein geschnitten
4 Knoblauchzehen, zerkleinert
15 Koriandersamen, zerkleinert
10 gOreganoblätter
200 ml Olivenöl

Zubereitung:

Zuerst bereiten wir die Zwiebelbasis. Die geschnittenen Zwiebeln mit den zerkleinerten Knoblauch- und Koriandersamen, dem frischen Oregano und dem Olivenöl in eine Pfanne geben.

Bei mittlerer Hitze etwa 30 Minuten kochen lassen, dabei regelmäßig umrühren, um sicherzustellen, dass die Mischung weich, duftend und gleichmäßig gekocht ist. Auf 4 kleine ofenfeste Schalen verteilen und darauf achten, dass jede halb voll ist.

Den Backofen auf 190 ° C  vorheizen.

Für die oberste Schicht die Auberginen der Länge nach halbieren und jeweils in dünne Halbkreise schneiden. Wir wiederholen diesen Vorgang mit den großen Strauchtomaten, um halbkreisförmige Scheiben ähnlicher Größe zu erhalten

Die Scheiben auf der Zwiebelmischung anordnen und dabei wechseln wir mit der Tomate und Aubergine ab, bis das Geschirr voll ist. Das Gemüse schrumpft beim Kochen leicht und sollte daher so fest wie möglich hineingedrückt werden.

Mit Salz und Pfeffer würzen, auf ein Backblech stellen und 30 Minuten im Ofen oder bis das Gemüse weich ist und nur noch goldbraun wird garen.

Das überschüssiges Öl gießen wir vorsichtig aus den Schalen ab und servieren das Gericht heiß. Alternativ kann man es vollständig abkühlen lassen und dann im Ofen 10 bis 15 Minuten lang erhitzen, um es zu servieren.

Ich habe dieses Imam Bayildi als Beilage zu Zander in Salbeibutter und Limonenrisotto serviert.

Türkisches Frühstück – Menemem

Türkisches Frühstück könnte ich den ganzen Tag essen. Türkisches Frühstück – das kann man nicht verallgemeinern, denn die Türkei ist groß und jede Gegend hat ihre kulinarischen Besonderheiten. Das Frühstück im Hotel in Diyarbakir war zuerst erschreckend: immer wieder Brot, Butter, die schon etwas älter schmeckte, Rosenblütenmarmelade und weißer Käse, fast geschmacksneutral und natürlich Tee. Der Tee war gut, türkischer Tee von der Schwarzmeerküste. Da wusste ich noch nicht, dass dies nur ein schlichtes Frühstück ist. Ich begann das Frühstück in diesen kleinen Restaurants und Imbissstuben einzunehmen und es wurde vielfältiger und ich mochte es nicht mehr missen.

Es gab Sigara Böreği, diese zigarrenförmigen (Name!) Blätterteigröllchen, gefüllt mit Käse, die unterschiedlichsten Suppen und Eierspeisen, Oliven, Tomaten und Gurken aufgeschnitten und dazu frisches, noch warmes weißes Brot. Aber besonders zwei Gerichte haben es mir angetan:
Menemem – das ist Rührei mit Tomate, Zwiebel und Paprika und Sucuklu Yumurta – Rührei mit Knoblauchwurst . Wenn ich mir heute am Morgen etwas Gutes tun will, köchel ich mir Menemem (Knoblauchwurst habe ich so selten da!). Es ist typisch türkisch, ich würde da nie einem Türken widersprechen, aber ich habe es überall im Mittleren Osten, vor allem auch im Iran serviert bekommen. Es schmeckt fantastisch.

Dies ist eine Variante, bei der ich nur das Eiweiß leicht verrührt habe und mit etwas Piment d`Espelette gewürzt habe.


Zutaten:
(die Mengenangabe lasse ich weg, da man gut variieren kann und das nimmt, was im Haus ist)
Tomaten
Zwiebeln
Spitzpaprika (grün oder rot) (auf keinen Fall die wässerigen runden Paprikaschoten)
Eier
Salz und Pfeffer
glattblättrige Petersilie
Öl

Zubereitung:
Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die feingeschnittenen Zwiebeln und Paprika zugeben und leicht anbraten. Dann kommen die geschälten und feingeschnittenen Tomaten dazu. Man lässt alles gut köcheln, bevor man die feingeschnittene Petersilie zufügt und mit Salz und schwarzem Pfeffer würzt.
Dann die Eier aufschlagen, darauf setzen und mit einer Gabel (ich nehme einen Holzlöffel) verrühren, bis das Gericht eine rosa Farbe angenommen hat und noch leicht weichlich ist. Wer es lieber mag, verrührt die Eier nicht und brät sie auf dem Gemüse. Dazu frisches Weißbrot.
Guten Appetit oder Afiyet olsun.

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