Gebrannte Grießsuppe mit Gemüse

gebrannte-griessuppe-mit-gemueseDer Winter war zwar mild und der Frühling weht bereits mit lauen Lüften durchs Land, doch sind sind die Abende noch kühl. Nach einem langen Spaziergang tut dann eine wärmende Suppe gut. Animiert von Cooketteria habe ich wieder einmal eine gebrannte Grießsuppe zubereitet.
Als Grundlage koch ich dafür eine Rindfleischsuppe. Natürlich kann man auch eine Gemüsesuppe nehmen oder etwas Fertiges aus dem Einkochglas oder Tiefkühler. Ich persönlich ziehe hier die eingemachten Sachen dem Tiefkühler vor. Allerdings ein Hauptbestandteil der Suppe kommt aus der Kälte: das Gemüse. Im Sommer bereite ich aus vielerlei Gemüse Würfel und friere sie in einer großen Box ein. Da kann man einzelne Protionen entnehmen. Natürlich geht auch fertig gekauftes Suppengemüse. Die Rindfleischsuppe ist einfach, und muss sicher nicht näher beschrieben werden.
Das Suppengemüse, dass ich der Suppe beifüge, kommt übrigens später nicht zu dem Gemüse in die Grießsuppe, denn das nasche ich immer direkt dann, wenn die Suppe fertig ist. Das Rindfleisch verarbeite ich danach oft zu einem einfachen Salat.

Zutaten
1,5 l Fleisch- oder Gemüsebrühe
750 g Suppengemüse
30 Butter
30 g Grieß
50 ml Rahm
1 Ei
wenig Kürniskernöl
Croutons
Pfeffer und Salz

Zubereitung
Das gewürfelte Gemüse in der fertigen Suppe garen, den Rahm zugeben und alles mit dem Pürierstab pürieren.
Die Butter in einer kleinen Pfanne auslassen und darin den Grieß anrösten, so dass er aufschäumt.
Den heißen Grieß in die Suppe geben, kurz danach das schaumig geschlagene Ei und nochmals mit dem Pürierstab nacharbeiten.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit wenig Kürbiskernöl servieren.
Dazu reiche ich Croutons.

Zwiebelsuppe – ganz einfach

Vor vielen Jahren zogen die Nachtschwärmer in Paris in die Les Halles, als dort spät in der Nacht, ja eher in den frühesten Morgenstunden, auf dem längst vergangenen Pariser Zentralmarkt die beste aller Zwiebelsuppen verkauft wurde. Denn eine Zwiebelsuppe ist in Frankreich ein bewährtes Heilmittel nach einer durchfeierten Nacht. Heute ist es schwer, eine richtige soupe à l’oignon in Paris zu finden. Was überall als Touristen-Menü angeboten wird hat nichts mehr mit dem Original zu tun. Es ist eine glanzlose Zwiebelsuppe gratinée, die brodelnd mit klebrigem Käse serviert wird. Nun will ich nicht behaupten, dass das folgende Rezept das allein seligmachende ist. Zum Beispiel wird die Zwiebelsuppe in der Umgebung von Lyon viel dicker zubereitet, im Ofen gratiniert und durch ein Loch, welches man in die Kruste drückt, gibt man vor dem Servieren Portwein vermischt mit Eigelb hinein. Doch diese Suppe werde ich ein anderes mal vorstellen. Heute habe ich eine einfache Zwiebelsuppe gekocht.
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Es ist recht einfach, eine hervorragende Zwiebelsuppe zuzubereiten. Und man braucht auch vorher keine durchfeierte Nacht, um sie genießen zu können, denn sie ist auch ein ausgezeichnetes Gegenmittel bei stürmischen, kaltem Wetter.
Die Suppe kann man aus fast „Nichts“ kochen. Die Zutaten hat man eigentlich immer im Haus. Ihre drei Hauptbestandteile sind Zwiebeln, Salz und Pfeffer. Trotzdem erfordert es eine gewisse Finesse, sie zuzubereiten.
Das Rezept, welches ich nachkoche, stammt von Jaques Pépin. Seine Anleitung: Nimm eine Pfanne, diese nicht überladen oder die Zwiebeln werden nicht braun. Die Hitze hoch halten, aber nicht zu hoch, so dass die Zwiebeln nicht zu schnell zu braten und dann verbrennen. Großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Lorbeerblatt und Thymian sind wichtig, alles andere ist verhandelbar. Ein kleiner roter Wein ist nett, ein Spritzer Cognac könnte nicht schaden.
Die sorgfältig karamellisierten Zwiebeln sind nun bereit für die Suppe. Rinderbrühe oder Hühnerbrühe? Nein, sagte Pépin. Zu extravagant. Dies ist ein einfaches Bauerngericht. Machen Sie es mit „Château Chirac“, normalem Leitungswasser! Die Suppe war wirklich unglaublich gut gewürzt.
Für die Einlage wird das Brot vorgeröstet, mit geraffeltem Käse (ich bevorzuge Comté) und wenig kleingeschnittenem Salbei belegt und gratiniert.
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Leberknödel in die Suppe

Es ist Herbst – und was für ein schöner Herbst! Abends wenn es kühler wird, ist man dankbar für eine warme Suppe. Ich bin ohnehin ein Suppenfan. Mehrmals die Woche koche ich die verschiedensten Suppen, die manchmal das Mittag- und meistens das Abendessen ergänzen. Und dann mag ich auch die entsprechenden Suppeneinlagen.
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Diesmal gab es Leberknödel. Dafür nehme ich die edle Kalbsleber, nicht ganz so alte Brötchen, Sahne, Eier und Gewürze. Ganz langsam müssen die Knödel in der Suppe garziehen, denn dann verfärben sie sich nicht so grau und haben ein wunderbares Aroma.

Zutaten:
1 Brötchen vom Vortag
1/2 Zwiebel
Butter
1/8l Sahne
250 g Kalbsleber durch den Fleischwolf (feinste Scheibe) gedreht
1 Ei
2 l Fleischbrühe
Salz, Pfeffer, Majoran, Petersilie
Semmelbrösel (Achtung! die grobe Auslese)

Zubereitung
Die Zwiebel feinwürfeln und in 1 EL Butter anschwitzen. Das Brötchen in feine Würfel schneiden und gut in der Sahne einweichen. Feingewiegte Petersilie und Majoran dazugeben.
Die in Würfel geschnittene Kalbsleber, die Brötchenmasse, das Ei und die abgeschmälzten Zwiebeln mit den Kräutern gut mischen. Alles mit Salz und Pfeffer würzen und alles zusammen durch die feine Scheibe des Fleischwolfs drehen.
Dann sollte der Teig ruhen. Er dickt jetzt etwas an. Ist die Masse zu weich, mit Semmelbrösel nachdicken.
Was ist die grobe Auslese? Wenn ich aus altem Brot oder harten Brötchen Paniermehl mache, siebe ich es aus. Es gibt einen erklecklichen Anteil grober Teile, die ich zum Beispiel hier zum Andicken nehme.
Die Knödel dann in der heißen Fleischbrühe ca. eine halbe Stunde gar ziehen lassen.