Pürierter Sellerie nach Jamie Oliver

Zutaten
eine Sellerieknolle (oder weniger)
Knoblauch und frischer Thymian nach Geschmack
etwas Brühe (oder auch Sahne)
Salz und Pfeffer

Heute poste ich ein einfaches, schmackhaftes, vegetarisches Gericht, dass von Jamie Oliver stammt. Ich habe ja lange Zeit mit etwas Skepsis auf die Rezepte von Jamie Oliver geschaut. Aber mit der Zeit habe ich erfahren, dass seine Rezepte dass ideale für die Durchschnittshausfrau (oder –mann) ist, weil sie immer gelingen. Leider scheinen viele Menschen mit Knollensellerie ein Problem zu haben, dabei schmeckt diese Knolle herrlich. Hauptsächlich verwendet man sie in Suppen oder fein geschnitten im Salat. Wenn man ihn röstet, wird er süß und ist für sich alleine mit Kräutern oder mit Kartoffeln vermischt und zerdrückt der pure Genuss.
Von der Unterseite der Knolle etwa 1cm abschneiden und die Knolle auf die flache Seite setzen. Jetzt kann man sie problemlos in Scheiben und dann in 1cm große Würfel schneiden. Dafür braucht man keine Lineal, man muss keineswegs perfekt sein.
Ein Kasserolle auf große Flamme erhitzen und drei großzügige Spritzer Olivenöl hineingeben. Danach kommt die Sellerie, Thymian und Knoblauch sowie etwas Salz und Pfeffer hinzu. Umrühren und fünf Minuten lang anbraten, so dass alles etwas Farbe bekommt. Die Temperatur bis zum Köcheln reduzieren, Wasser oder Brühe zugießen, und den Sellerie zugedeckt rund 25 Minuten weich kochen. Sorgfältig abschmecken und mit einem Löffel etwas zerdrücken.
Der eine bevorzugt den Sellerie in Würfeln, der andere stampft ihn lieber zu Brei oder püriert ihn fein und streicht ihn noch durch ein Sieb. Ich finde, der Sellerie sieht schöner aus und schmeckt auch besser, wenn man den Mittelweg wählt und ihn lediglich leicht zerdrückt. Man kann ihn zusammen mit Kartoffeln als vegetarisches Gericht servieren; aber er passt auch zu allen

Ochsenschwanz und Sellerie ‚Lasagne‘ mit Baby Spinat und Meerrettich Sahne

Dieses Rezept habe ich nach Matthew Tomkinson nachgekocht. Matthew Tomkinson kocht in der The Terrace at the Montagu Arms. Er verwendet überwiegend Zutaten aus den umliegenden Wäldern sowie von der nahe gelegene Küste und den Bauernhöfen der Umgebung.

Der Ochsenschwanz ist eines meiner bevorzugten Teile vom Rind, darum wollte ich unbedingt dieses Rezept nachkochen. Und ich muss sagen, es hat köstlich geschmeckt. Dieser intensive Geschmack des Ochsenschwanzragouts im Zusammenklang mit dem milden Selleriepüree und dazu die leicht bittere Note vom Spinat ergaben zusammen ein großartiges Geschmackserlebnis.

Zutaten
1 Ochsenschwanz
Mehl
Olivenöl
200 ml Rotwein
1000 ml Rindfleischbrühe
2 große Karotten
1 Sellerieknolle
1/2 Zwiebel
1 Stange Lauch
1/2 Knoblauchzehe
4 Zweige frischer Thymian
1 EL Tomatenpüree
Salz und Pfeffer
200 ml doppelte Creme
200 g Baby Spinat
etwas Butter
30 g frischer Meerrettich
Zucker
1 Handvoll Schnittlauch

Die Ochsenschwanzstücke leicht mehlieren. In einer Pfanne das Olivenöl so hoch als möglich erhitzen und dann den bemehlte Ochsenschwanz hineingeben. So lange braten, bis er gleichmäßig gebräunt ist. Aus der Pfanne nehmen und die Stücke auf saugfähiges Küchenpapier stellen.
Den Bratensatz mit 200 ml Rotwein ablöschen und diesen um die Hälfte reduzieren lassen. Jetzt geben wir die Rindfleischbrühe und die Ochsenschwanzstücke hinzu. Alles sollte abgedeckt sanft köcheln bis das Fleisch sehr zart ist. Dies wird um die 3 bis 4 Stunden dauern.
Sobald es gar geschmort ist, nehmen wir das Fleisch aus der Flüssigkeit und lassen es abkühlen. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb passieren und dann bei hohe Hitze zurück in die Pfanne geben. Solange reduzieren, bis wir die Konsistenz einer dicken Sauce haben.
Die Hitze auf leicht bis mittel herunternehmen und einen Schuss frisches Olivenöl zugeben. Dann kommt der Thymian und der Knoblauch in die Pfanne, ziehen lassen und das Gemüse dazugeben. Sanft köcheln, bis alles  weich ist. Danach rühren wir das Tomatenpüree und das restliche Mehl in die Sauce ein. Alles durch ein großlöcheriges Sieb geben, weil wir ja keine Gemüsesauce wollen.
Das Fleisch von den Knochen lösen und mit der reduzierten Sauce überziehen. Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen
Die Hälfte der Sellerie in  dünne Blätter schneiden und in kochendem, gesalzenen Wasser für 2 Minuten blanchieren. In Eiswasser abschrecken.
Die restliche Sellerie würfeln und in Salzwasser kochen, bis sie zart ist. Mit der Sahne in eine Küchenmaschine geben und zu einem glatte Püree verarbeiten
Bei mittlere Hitze, den Spinat in der Butter anbraten, bis er zusammenfällt und warm halten
Die doppelte Creme mit dem geriebenen Meerrettich mischen und mit einer Prise Salz und Zucker abschmecken. Mit einem Schneebesen dick aufschlagen.
Nun richten wir es an. Dafür benutzen wir einen Servierring. Zuerst geben wir den Spinat, darauf ein Knollensellerieblatt, das Knollenselleriepüree und dann den geschmorten Ochsenschwanz, als ob wir eine Lasagne machen. Oben auf wieder etwas Püree und ein Knollensellerieblatt und als Topping einen Löffel der Meerrettich-Creme, etwas gehackte Schnittlauch. Sofort servieren

Gemüsecremesüppchen mit Kalbsbratwurst oder „Was hat es noch im Kühlschrank?“

War da nicht etwas so ähnliches vor ein paar Tagen bei „Bonjour Alsace„?
Stimmt! Das Rezept was durchgereicht war (eigentlich stammte es ja von „Schöner Tag noch„), hatte es mir angetan. Doch erst ein Lob den Blogrolls. Ohne den Hinweis von Bonjour Alsace hätte ich ja nie den Blog „Schöner Tag noch“ nie gefunden. Jetzt werde ich ihn beobachten und schauen, was Gutes von hier kommt.

gemuesecremesuppe

Nun kann man mein Gemüsecremesüppchen eher als Reste-Verlegenheitssuppe bezeichnen. Am Morgen bot mir der Spargelbauer letzte Reste an: Bruchspargel, alles Spitzen und ein paar Stangen grüner Spargel. Die Spargelspitzen habe ich noch einmal gekürzt und die ganz kleinen Spitzen zur Seite gestellt. Der Blick in den Kühlschrank offerierte mir eine Möhre, eine kleine Stange Lauch, zwei Frühlingszwiebel und Selleriereste. Das hab ich erst einmal geputzt und klein geschnitten und zusammen mit den Spargelabschnitten und einer Zwiebel (in der Schale), einem Lorbeerblatt, 2 Nelken und einigen schwarzen Pfefferkörnern zur Suppe aufgesetzt. Die letzteren Zutaten, inklusive der Zwiebel gebe ich immer in eine riesige Drahtkugel. So muss man später nicht „fischen“.

Nachdem ich den Eindruck hatte, jetzt ist alles gar, kam der Pürierstab zum Einsatz. Unter Zugabe von einem Rest Sahne (2 – 3 EL) habe ich alles sorgsam püriert und dann noch einmal auf kleiner Flamme weiter köcheln lassen. Vorher habe ich die Spargelspitzen hinein gegeben, etwas später eine gebrühte Kalsbratwurst in Scheiben geschnitten. Um genau zu sein, es war eine Oberländer*. Schließlich habe ich alles mit Salz, weißem Pfeffer und Muskat abgeschmeckt und mit frischer Petersilie serviert.

* Die Oberländer ist mit der Münchner Weißwurst verwandt. Sie wird auch auch Nackerte, Geschwollene oder Geschlagene genannt. Sie enthält weniger Schwarten und keine Petersilie. Die Wurstmasse wird anschließend nicht in Därme gefüllt, sondern direkt mit einer Tülle in kochendes Wasser gespritzt, etwa zehn Minuten bei mäßiger Temperatur gegart und anschließend abgeschreckt, was den „nackten“ Würsten eine weiche „wollige“ Oberfläche gibt. (Wikipedia)