Vanille Meringues mit Pfirsichen und Sahne

Vor einigen Tagen sah ich in dem französischen Blog „Manger“ (mit traumhaften Bildern) einen Absatz mit dem Titel “ Meringues um Mitternacht“. Mimi Thorisson erzählt von ihren kulinarischen Plänen für die Fête de village in St Christoly . Unter anderem sollte es Vanille Meringues mit Pfirsichen und Sahne geben.
Heute gehe ich zum türkischen Gemüsehändler und sehe Pfirsiche, so schön, wie ich sie lange nicht mehr gesehen habe. Und sofort habe beschlossen, dass Rezept aus dem Blog nach zu arbeiten.
pfirsich
Für die Baisers
6 Eiweiß (bei Raumtemperatur)

260 g Puderzucker
 

1 TL Maisstärke
½ Teelöffel Vanille-Essenz
Prise Salz
Ultra leichtes Himbeer-Coulis
230 g Himbeeren
3 EL Kristallzucker
in einem Mixer pürieren.
230 g Aprikose
3 EL Kristallzucker
in einem kleinen Topf auf mittlerer Hitze köcheln, bis sie weich sind und der Zucker geschmolzen ist. In einem Mixer pürieren und vor dem Servieren abkühlen lassen.

250 ml Sahne
8 gelbe oder weiße Pfirsiche ( 1 Pfirsich pro Person) – geschält und in Scheiben geschnitten
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Den Ofen auf 140 ° C vorheizen.

Die Eiweiß mit der Prise Salz bei hoher Geschwindigkeit mit der Küchemaschine steif schlagen und nach und nach den Zucker, danach die Maisstärke und schließlich die Vanille-Essenz zugeben. Mit einem Spritzbeutel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Im vorgeheizten Backofen 140 ° C für 25 Minuten, dann geringere Wärme 95 ° C und weiterhin für 1 Stunde backen (2 Stunden, wenn man sie etwas knackiger bevorzugen).
Die Ofentür öffnen und im Ofen abkühlen lassen.

Die Baisers auf einen Teller setzen, die Sahne darauf geben und die in Scheiben gescgnittenen Pfirsiche dazugeben. Mit dem Himbeer-Coulis beträufeln.

Svícková – Rinderbraten mit Sahnesoße

Im Westen Tschechiens ist jene Küche daheim, die landesweit als die „Böhmische Küche“ bekannt ist. Sie ist so bekannt, dass sie sogar für die gesamte landestypische Küche gehalten wird. In Böhmen wird einfach, deftig und gern gegessen. Sie hat ihren Ursprung in der Landküche des einfachen Volkes. Von der „unerträglichen Leichtigkeit des Seins“ ist in der böhmischen Küche wenig zu spüren. Die Ursache, das die böhmische Küche sich so auf eine ganz andere Art als im restlichen Europa entwickelt hat, dafür war die Einstellung des böhmischen Adels ausschlaggebend. Während es in Italien, Frankreich und Deutschland gerade der Adel war, der die kulinarische Entwicklung in Bewegung hielt, ernährte sich der Adel in Böhmen so einfach wie das Volk. Sein Hauptnahrungsmittel war vorrangig Wild.

Zu den beliebtesten Gerichten gehört zarter, mit Speck gespickter Lendenbraten (Svíčková). Es gilt als das besondere böhmische Gericht, das an Feier- oder Festtagen serviert wurde. Der Braten hat über Nacht in einem Sud aus Rindbrühe, zerlassener Butter, Wurzelgemüse, Zwiebeln, Lorbeerblättern, Thymian, Pimentkörnern, Pfefferkörnern, Wacholderbeeren und Zitronenschale die richtige Würze aufgesogen. Und jetzt kommt er zusammen mit einer Sauce, die aus dem Sud und einem Schuss Sahne zubereitet wird, und mit den böhmischen Knödeln dampfend auf den Tisch …

Svickova


Zutaten
etwa 1,5 kg Rinderfilet oder falsches Filet
Speck zum Spicken
Öl zum Braten
700 g Wurzelgemüse (Möhren, Sellerie, Petersilienwurzel oder Pastinake)
1 große Zwiebel
8 Pfefferkörner
8 Pimentkörner
4 Wacholderbeeren
5 Lorbeerblätter
Zitronenschale
1 Messerspitze gemahlenen Ingwer
Thymian
125 g Butter
etwa 0,5 l Rinderbrühe oder fertige Brühe
1 Becher Sahne
1 Becher Creme Fraiche oder Schmand
2 EL Mehl
Zitronensaft und Salz zum abschmecken
Preiselbeerkompott zum Servieren

Zubereitung
Das Fleisch parieren, abspülen, abtrocknen und mit dünnen Speckstreifen in Faserrichtung spicken.
Mit der Rinderbrühe, den Gewürzen und der Butter eine Marinade aufkochen, heiß über das Lendenstück geben. Dieses ein bis zwei Tage darin liegen lassen.

Die Lende herausnehmen und trocken tupfen und mit etwas Salz und Pfeffer einreiben. Fett in einem Schmortopf erhitzen, die Wurzelgemüse aus der Marinade heben, gut abtropfen lassen und anbraten (aber nicht zu stark). Dann die Lende von allen Seiten schön anbraten.

Das Fleisch bei mittlerer Hitze (ca. 175° C) im Backofen ca. 1 – 1,5 Stunden langsam braten und dabei immer wieder mit der Marinade begießen.
Wenn das Fleisch gar ist, herausnehmen und in Alufolie warm stellen.

Den Bratenfond mit der restlichen Marinade ablöschen und durch ein feines Sieb geben. Schmand oder Creme fraiche zufügen, gut unterrühren, mit der Mehlbutter binden und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Semmelknödel oder mit Böhmischen Knödel und einer Zitronenscheibe und mit Preiselbeerkompott servieren.

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