Satir et

satiretAuf meiner letzten Reise mit dem Auto nach Istanbul kam ich von Erdirne her. In der Umgebung von Kesan wurde ein spezielles Fleischgericht angeboten, welches Satir et heißt. Das bedeutet einfach „Hackfleisch“ und wird dort in mehreren Restaurants an der Straße verkauft. Der Geschmack des Fleisches ist wirklich köstlich und etwas ganz Besonderes.
Das Gericht und die Umgebung von Kesan sind so eng miteinander verknüpft, dass die lokale Regierung eine eigene Webseite schuf, um Satir et und die Restaurants in der Umgebung zu fördern.
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Wie dieses Hackfleisch zubereitet wird ist nicht ganz einfach. Eine ganze Milchlamm wird auf einem Spieß über Eichenholzkohle gebraten, dann in kleine Stücke zerhackt, danach in einer großen Pfanne weiter am Grill gebraten, bis sich außen eine schöne Kruste gebildet hat. Nichts anderes, nur das Fleisch mit Salz und Rauch. Jeder Bissen, saftig und würzig, war eine Offenbarung.
Daheim wird man es kaum nachkochen können. Doch sollen Sie einmal mit dem Auto in die Türkei fahren und in die Umgebung von Kesan kommen, sollten Sie Satir et versuchen.

Welsh Cawl

Wer an Wales denkt, hat meistens ein bergiges Land oder wilde Küstenstreifen vor den geistigen Augen. Falls er ein Freund der Chormusik ist, denkt er vielleicht an die großartigen walisischen Männerchöre. Mancher kennt auch die unaussprechlichen Namen der Eisenbahnstationen, die man passiert. Es braucht lange, um solch einen Namen wie Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch aussprechen zu können. Ich werde es sicher nie lernen.

An Walisisches Essen denkt kaum jemand. Manche Speisen werden im ganzen Land angeboten und andere nur in ihrer ureigensten Region. Wenn man sie dann kennen lernt, gibt es Gerichte die man liebt, und andere kosten schon Überwindung, sie zu probieren. Eine der Spezialitäten, die sicherlich erst einmal Überwindung kosten, heißt „Laverbread“. Laverbread ist eine traditionelle Spezialität, die aus Meeresalgen und Hafermehl hergestellt wird. Die Dame in Restaurant schwärmte: „Am besten schmeckt das Laverbread, wenn es in Speckfett und Zwiebeln angebraten wird“. Vorher muss das Algengewächs gute zehn Stunden vor sich hin köcheln. Es kann heiß oder kalt gegessen werden – beziehungsweise als Beilage eines echten Welsh Breakfast, mit Rührei, Bohnen und Würstchen. Dann kann es das recht fettige Frühstück sogar mit einem positiven Nebeneffekt für die Gesundheit ausgleichen: „Laverbread ist sehr gesund, es ist extrem eisenhaltig“,

Es gibt nichts Besseres als einen walisischen Nachmittagstee mit altbewährten Spezialitäten wie dem Früchtebrot Bara Brith (übersetzt: gesprenkeltes Brot) oder Welsh Cakes, einer Art von Scone, die auf einer heißen Platte oben auf dem Herd gebacken werden, und an kalten Herbst- oder Winterabenden gibt es einen Topf Welsh Cawl.

Zutaten
1-1,5 kg walisisches Lamm. Das Stück vom Hals ist dafür ausgezeichnet. Sollten Sie kein Lamm bekommen eignet sich auch Rindfleisch zu diesem Eintopf.
1 große Zwiebel, in Scheiben geschnitten
3 Stangen Lauch
2 mittelgroße Möhren
1 mittelgroße Pastinaken
1 kleine Steckrüben oder 2 weiße Rübchen
2 Esslöffel gehackte Petersilie
6 kleine Kartoffeln
Sellerie
Salz und Pfeffer
2 Liter Wasser
Alle Sorten Kohl, die die Saison bietet, können verwendet werden.
Zubereitung
Schneiden Sie so viel Fett wie möglich vom Fleisch ab
Mit kaltem Wasser bedecken, salzen und pfeffern, zum Kochen bringen, langsam für 1 Stunde köcheln lassen.
Abkühlen lassen (am besten über Nacht) und alles Fett abschöpfen
Außer die Kartoffeln, Lauch und Petersilie alles Gemüse in die Brühe geben.
Zugedeckt sehr langsam für 1 Stunde köcheln, dann fügen Sie die halbierten Kartoffeln und weiter 30 Minuten kochen.
Jetzt kommen noch der Lauch und die Petersilie hinzu und kurz gar ziehen lassen. Abschmecken und servieren.

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