Schaumwein aus der „Champagner-Bratbirne“ zum Apéro

Wandert man über die Fildern oder entlang des Albtraufs, wird mancherorts das Landschaftsbild von alten hohen Birnbäumen geprägt, die nicht selten ein Alter von 100 Jahren haben. Diese landschaftsprägenden Bäume, die oft in klein-bäuerlichen Nebenerwerbs-Landwirtschaften erhalten und gepflegt werden, liefern die Bratbirne.
bratbirne
Der eigentliche Name ist die „Champagner-Bratbirne“. Aber in Zeiten der Regulierungen hat sich die die französische Champagnerwirtschaft beim Bundesgerichtshof (BGH) durchgesetzt und somit heißt sie nun nur noch Bratbirne. Der ursprüngliche Name weist darauf hin, dass daraus ein außergewöhnlich guter Birnenschaumwein hergestellt werden kann. Der Gastwirt Jörg Geiger vom Lamm in Schlat bei Göppingen hat sich den Ausbau dieses Schaumweins zur Aufgabe gemacht.
Darauf aufmerksam wurde ich durch einen Artikel bei „Slow Food“, der diese Birne in der „Arche des Geschmacks“ aufgenommen hat. So kam ich vor einigen Jahren an eine Kiste dieses Getränks. Ich muss eingestehen, dass mir dieser Schaumwein nicht sonderlich mundete. So blieben zwei Flaschen über die Jahre liegen und wurden jetzt durch Zufall wieder entdeckt. Es hatte sich wieder ein Hefepfropf gebildet, was dem Wein sehr gut bekommen ist. Er hatte einen betörenden Duft mit Noten von reifer Birne. Im Mund folgt die große Überraschung. Der sehr leichte Schaumwein ist ungewöhnlich delikat, rund und mild.
Das war der richtige Apéro an einem heißen Sommerabend. Dazu schwarze Oliven, eingelegt in Petersilienöl und Zitronenzesten; zum Auftunken weißes Brot. Herz was willst Du mehr?

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16 Kommentare zu Schaumwein aus der „Champagner-Bratbirne“ zum Apéro

  1. Paul Riesig sagt:

    Also, mein Herz will nicht mehr :-)

  2. Eva sagt:

    Mein Herz hätte gern ein Gläschen zum Probieren. :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

  3. Bin schon daaaa – mein Herz will auch MEEEEHR!!!!
    (Jörg Geiger ist sowieso noch auf meiner Wunschliste)

  4. lieberlecker sagt:

    Es immer schön, wen immer Keller Vergessenes positiv überrascht.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  5. lieberlecker sagt:

    Ich versuch’s nochmals:
    Es ist immer schön, wenn im Keller Vergessenes positiv überrascht.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy
    PS. Nein ich habe noch keinen Cocktail gehabt ;-)

  6. mein Herz will auch mittrinken und mitessen ;-)!

  7. WildeHenne sagt:

    Der Bratbirnen-Schämpis war äusserst süffig. Obwohl… ich meine, er schmeckt eigentlich nicht soooo nach Birnen (bin nämlich kein Birnen-Fan) sondern mehr wie ein sehr guter Cidre.
    Wie dem auch sei, es ist jedenfalls sehr erfreulich, dass da jetzt immer noch eine Flasche übrig ist :-)

  8. Barbara sagt:

    Wieder was gelernt – von diesem Getränk hatte ich noch nie gehört, obwohl ich in letzter Zeit öfter in der Gegend dort war… Fürs nächste Mal merke ich mir das Lamm als Hotel vor, falls sie ein Zimmer frei haben. Danke für den Tipp!

    • admin sagt:

      Das würde ich auch gerne einmal, vor allem, nachdem ich das wundervolle Sommermenü auf der Internetseite gesehen habe.

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