Toettchen

Riso Nero Venere als Salat

| 9 Kommentare

riso-nero-01Bei schwarzem Reis denken die meisten unwillkürlich an Reis der mit Sepia Tinte eingefärbt wurde. Der Reis, mit dem ich heute koche, hat aber eine natürliche schwarze ins Bräunliche gehende Farbe. Die Legende erzählt, dass er bereits vor Jahrtausenden in China angebaut wurde. Dort war er ausschließlich dem Kaisergeschlecht vorbehalten. In Europa wird er seit ca. 200 Jahren in der Poebene angebaut, und war auch hier einstmals bevorzugt auf den Tischen des Adels zu finden.

Bereits beim Kochen entwickelt er einen sehr intensiven Duft, ähnlich dem Geruch von frisch gebackenem Brot. Im Geschmack ist er leicht nussig.

Er hat eine etwas längere Kochzeit, so um die 40 – 45 Minuten. Im Gegensatz zum Risotto, wird er zuerst gekocht und dann für die weitere Verwendung 8 – 10 Minuten gebraten. Während des Bratens gibt man auch die Zutaten hinzu, die den Geschmack dominieren sollen. Ich habe ihn auf einem Wochenmarkt in Omegna am Lago di Orta gekauft und fast vergessen. Gestern fiel er mir wieder in die Hände. Ganz versteckt stand er im Vorratsschrank. Darum nehme ich mit diesem Rezept am Blogevent „Schatzsuche im Vorratsschrank“ teil. Ich habe dann ein wenig im Netz gesucht und einige interessante Rezepte gefunden:
Riso Venere al Profumo di Mare
Riso venere piccante alla mela rossa, un ricetta mia
Riso Venere con curry di pollo

Wenn man also Zeit hat, entdeckt man plötzlich so viele Blogs die interessant sind. Dank der integrierten Übersetzungsfunktion unterstützt dann Google auch noch mein miserables Italienisch.

schwarzer_reis
Doch nun zu meinem „schwarzen Reis“. Ich verarbeitete ihn zu einem Salat und er wurde Bestandteil einer Salatplatte.
Ich habe den Reis ca. 45 Minuten gekocht, fast ein wenig zu lange, denn seine schwarze Haut sprang bereits auf und der weiße Kern wurde sichtbar. Dann habe ich ihn in einem Dressing aus Maiskeimöl, Himbeeressig und chinesischer Sweet Chili Sauce zusammen mit einer Spur Pfeffer, Salz und wenig Zucker gemischt. Er blieb über Nacht so stehen, um die Aromen des Dressings anzunehmen. Am nächsten Tag, habe ich ihn abtropfen lassen und mit geschnittenen Frühlingszwiebeln gemischt und auf einer gemischten Salatplatte mit angerichtet.

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9 Kommentare

  1. Ein kleines Restchen von diesem feinen Reis habe ich auch noch. Dein Salat ist eine schöne Idee; so mariniert kommt er schön zur Geltung.

  2. Ich habe auch noch eine ganze Packung, letztes Jahr aus Südtirol mitgebracht. Sehr schöne Idee, dass mit dem Salat! Für heute Abend ist es jedoch leider zu spät, ich war ausnahmsweise schnell entschlossen und bereite gerade Sushi. :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

  3. Der Salat sieht perfekt aus. An über Nacht marinieren im Dressing hätte ich nicht gedacht, sehr gut.

    Hier gilt der schwarze Reis als besonders gesund. Dein Post war mir Anlass, dies ein bisschen zu recherchieren, und ja, wirklich, schwarzer Reis soll ein Superfood sein, soll sehr hohen Gehalt an Antioxidantien aufweisen, speziell Anthocyane, mehr als Blaubeeren. Du ernährst Dich gesund.

    In Thailand gibt es den schwarzen Reis als Variante des Jasmin-Reises, ebenso schwarzen Khao Niao, sticky rice, welcher vorwiegend für Süssspeisen verwendet wird.

    • Das sind interessante Fakten, die ich nicht gewusst habe. Ich habe diesen Reis durch Zufall gekauft. Auf dem Markt in Omegna konnte man nämlich früher sortenreinen Risottoreis kaufen. Den gibt es aber dort nicht mehr. Selbst in Aborio habe ich keinen Bauern gefunden, der eine einzelne Sorte vom gleichen Feld en détail handelte. Dafür gab es diesen schwarzen Reis und interessante Polentasorten.
      Danke für Deine Ergänzungen. Den restlichen Reis werde ich mit besonderem Genuss essen.

  4. Ich mag den Riso venero total gern, auch wenn er sehr aufwändig zuzubereiten ist. So ganz beherrsche ich es noch immer nicht, aber ich arbeite dran!

    • So richtig beherrsche ich das ja auch nicht, denn die Körner sind ja teilweise aufgesprungen. Da heißt es üben.

  5. Da habe ich doch auch noch ein Päckchen …. irgendwo …. hier oder im Tessin ;-)
    bei zwei Vorratskammern verliert man noch leichter den Überblick.
    Danke für die schöne Idee und fürs Erinnern

    • Gerne geschehen. Ich verliere schon in meinem Ein-Mann-Haushalt manchmal den Überblick. Heute Morgen habe ich eine Dose „le cassoulet au confit de canard“ wiedergefunden, die ich vor 10 Monaten aus Toulouse mitgebracht hatte. Trotzdem dass ich sie vergessen hatte – ich habe mich gefreut.

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